Arcana Festival

06.08.2010, 20.00 Uhr
Kirche St.Gallen (Österreich)

Ein neues Festival entsteht. In einer der magischsten Regionen Europas findet ab 2010 jährlich ein 12-tägiger Energiestrom zwischen KomponistInnen, InterpretInnen, WissenschaftlerInnen und Publikum statt.
Warum das Gesäuse? Die Reflexionen des Rauschens sind schon den Außenseitern des 19. Jahrhunderts aufgefallen, die hier ihre Zuflucht gefunden haben. Exemplarisch der Schwarze Peter. Der illegal operierende und legitim wirkende Wilderer hatte einen Durchschlupf durch die scheinbar unüberwindlichen Nordwände gefunden. Daraufhin hat er sich konspirativ mit den von kaiserlichen Banden ausgebeuteten Bauern von Johnsbach verbündet.
Auch der Name des Festivals ist Programm. Arcana ist eines der beiden Orchesterstücke von Edgar Varèse, der in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit seinen auch heute noch bestürzenden Innovationen dem pragmatischen neoklassizistischen und später faschistischen Ungeist kraftvolle künstlerische Positionen entgegen gesetzt hatte. Das Arcana Festival bezieht gegenüber Klischees, Neue Musik sei schwierig zu vermitteln eine klare Position. In seinem kommunikativen Handeln ist für das Arcana Festival die Vermittlung Neuer Musik unverzichtbar. Es kommuniziert mit allen gesellschaftlichen Schichten. Durch sein Handeln entsteht jene Weltoffenheit, die vergleichbare populistische Klischees nicht einmal ignoriert.

Programm

Mark Andre: Asche (revidierte Fassung 2005)  für fünf Instrumentalisten
Beat Furrer: ferner Gesang
Galina Ustwolskaja: Komposition Nr. 1 (Dona nobis pacem)
Beat Furrer: Still  für Ensemble
Olga Neuwirth: AKROATE HADAL  für Streichquartett

KNM Berlin
Leitung: Beat Furrer

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