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» Details 11. 06.2004
ab 20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Großer Saal + Foyers space + place
ein musikalischer Hyperraum
Links gehen - rechts stehen Beat Furrer, Musikalische Leitung

Alvin Lucier
Places (2004) DE

Ensemble Phosphor
Pyrit 9 (UA)
Variationen für elektro-akustisches Ensemble

Edgar Varèse
Déserts
für 15 Instrumente, Perkussion und Tonband (1950/54)

Gérard Grisey
aus Espaces acoustiques
Partiels (1975)
Périodes (1974)

Iannis Xenakis
Phlegra (1975) für 11 Musiker
Jalons (1986) für 15 Musiker

Remixe von Axel Dörner und Christof Kurzmann


12./13. Juni 2004, 20:00-24:00 Uhr
Oberbaum City Berlin

Andrea Neumann / Christof Kurzmann
5 rooms
3 ways to look at the same source
4 the source
5 listening to 1-4 without changing the room

Ana Maria Rodriguez / Steffi Weismann
Links gehen - Rechts stehen (UA)
für KNM Ganesha, Video und Live-Elektronik

Georg Katzer / Rose Schulze
Verlassene Räume
Musik / Bild-Installation

Mark André
“...zu...“
für Streichtrio in mehreren Räumen

Otomo Yoshihide
Coal Ratio
Quantity of coal required in order to produce 1t of pig-iron ?

Pierre Jodlowski / Pascal Baltazar
IN &  OUT n°1
für Violine, Violoncello und interaktives Video- und Soundsystem
IN &  OUT n°2
Improvisation mit interaktivem video & sound System (virtual scoring)

Robin Hayward
Paling Piece
Konzert-Installation für Holzblastrio und 2 Solobläser
» Details 10./12./13.03.2005
20.00 Uhr
Hebbel am Ufer, HAU 1
MaerzMusik
Destino das Oito
Christian Kesten Destino das Oito - Fate at Eight - Schicksal um acht
Eine Telebossa von Chico Mello und Christina Tappe
frei nach dem Theaterstück Heart’s Desire von Caryl Churchill
UA

In englischer Sprache
Dauer: ca. 90 Minuten

Chico Mello, Komposition / Künstlerische Leitung
Christina Tappe, Regie
Steffi Weismann, Ausstattung / Live-Video
Matthias Kirschke, Ton
Veit Griess, Licht

Fernanda Farah, Alice
Christian Kesten, Brian
Katia Guedes, Maisie
Sascha Borris, Lewis / Official / Gunman
Anna Prohaska, Susy / Young Australian Woman

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Antje Thierbach, Oboe; Winfried Rager, Klarinette; Theo Nabicht, Bassklarinette; Robin Hayward, Tuba; David Haller, Schlagzeug; Heather O'Donnell, Celesta; Tobias Rempe, Violine; Kirstin Maria Pientka, Viola; Carlos Bica, Kontrabass

Kinder
Alina Boeck, Frieda Grimm, Aurelia Herdt, Kiron Herdt, Otto-Heinrich Rohrbeck, Janis Tappe, Lotte Thierbach, Martha v. Mechow, Liliane Weismann

Thomas Bruns / Sabine Spillecke, Produktionsleitung
Christiane Lehnert, Regieassistenz
Nina Thorwart, Kostümassistenz/Maske
Isabelle Spengler / Daniel Adams, Live-Kamera
Senol Sentürk, Bühnenbildassistenz
Sophia Miller, Produktionsassistenz

Aufführungsrechte Caryl Churchill: Jussenhoven & Fischer

Eine Familie wartet auf die Rückkehr der Tochter. Doch diese lässt auf sich warten. In einer Zwangsgemeinschaft gefangen, fallen die Mitglieder der Kleinfamilie in ein Vakuum, in dem sich ungeahnte zwischenmenschliche Abgründe auftun.
Die Situation erinnert an die melodramatische Gemütlichkeit einer Telenovela - dem brasilianischen Pendant zu unseren Vorabendserien.
Es entwickelt sich jedoch keine unendliche Familiensaga. In einer einzigen Folge einer fiktiven Telenovela werden zahlreiche Variationsmöglichkeiten der Handlung im Rewind-Verfahren durchgespielt. In Interaktion mit dem Live-Video werden immer wieder neue Entwicklungen und Widersprüche der Personen erzählt.
Dabei mischt sich Alltägliches mit Absurdem, Witziges mit Ausweglosem. Ein Spiel aus Liebe, Leidenschaft, Betrug und Intrige beginnt, das durch soziale Unterschiede und geschlechterspezifische Missverständnisse der Familienstars genährt wird.
 
Chico Mello arbeitet mit der Dekontextualisierung der Bossa Nova. Seine Telebossa ist eine künstlerische Verbindung von Telenovela und Bossa Nova. In beiden werden permanent durch wiederkehrende Muster starke Emotionen erzeugt. Während die Telenovela die Gefühle jedoch melodramatisiert, ist die Bossa eher zurückhaltend und schafft einen Zustand von Fröhlichkeit bzw. gelassener Trauer. Durch eine "Verbossanovierung" der Dramatik der Telenovelas entsteht so ein spannender Widerspruch, der durch das Szenische verstärkt wird.
» Details 11.05.2005
20.00 Uhr
Wiener Konzerthaus
Wiener Festwochen
Berlin - Wien
Ute Wassermann Alberto Caprioli,  Musikalische Leitung (Billone)
Ute Wassermann / Frank Wörner, Stimme
Richard Barrett, Live-Elektronik

Programm

Thomas Meadowcroft
Acre Blocks / Würgatzel (2004)
für Tuba in Es, Altflöte, Englischhorn und Klarinette

Beat Furrer
a due (1997)
für Viola und Klavier

Richard Barrett
Codex VI (2004)
für Stimme, Klarinette, Bassklarinette, Tuba, Violine und Live-Elektronik

Pierluigi Billone
ME.A.AN (1994)
für Stimme und 6 Instrumente

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Rebecca Lenton, Flöte; Gudrun Reschke, Englischhorn, Winfried Rager, Klarinette/Bassklarinette; Theo Nabicht, Bassklarinette, Robin Hayward, Tuba, Dirk Rothbrust, Schlagwerk, Majella Stockhausen-Riegelbauer, Klavier, Ekkehard Windrich, Violine, Kirstin Maria Pientka, Viola, Ringela Riemke, Violoncello, Arnulf Ballhorn, Kontrabass

Wien/Berlin ist das Motto des 32. Internationalen Musikfestes der Wiener Festwochen, das vom 6. Mai bis 19. Juni 2005 im Konzerthaus stattfindet. Erstmals werden dabei die Berliner Philharmoniker im Konzerthaus zu Gast sein, das Eröffnungskonzert mit einem Beethoven-Strawinsky-Programm bestreiten, und, anlässlich des 50. Geburtstages von Sir Simon Rattle , auch ein gemeinsames Konzert mit den Wiener Philharmonikern geben. Neben dem Thema Berlin, das Gäste von den Berliner Barocksolisten bis zum Kammerensemble Neue Musik Berlin an die Donau bringt, bietet das Musikfest "zentrale Projekte" mit Pierre Boulez, dessen 80. Geburtstag gefeiert wird, und mit Thomas Hampson, der Gustav Mahler-Lieder singt. "Der Pianist Daniel Barenboim", "Oper konzertant", das "Verdi-Requiem" und die Schwerpunkte "Klavier-Trios" und "Musik der Gegenwart" führte Generalsekretär Christoph Lieben-Seutter bei seiner Pressepräsentation am Donnerstag als weitere zentrale Projekte des Festivals mit insgesamt rund 70 Veranstaltungen an.
Die Berliner und die Wiener Philharmoniker gemeinsam auf dem Konzertpodium sind am 8. Mai, u. a. mit Mahlers "Tragischer Symphonie" zu erleben. Für konzertante Höhepunkt sorgen weitere Konzerte, u.a. die Wiener Philharmoniker unter Pierre Boulez mit Daniel Barenboim am Klavier, der Schönbergs Klavierkonzert op. 42 spielt, sowie mit Bruckners siebenter Symphonie, die Wiener Symphoniker unter Fedosejev mit Gidon Kremer als Solist, die Deutsche Kammerphilharmonie und das deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Daniel Barenboim ist auch mit Bachs "Wohltemperiertem Klavier" zu Gast, Maurizio Pollini mit einem Chopin-Programm und Alfred Brendel mit Mozart und Schubert sowie Christoph Hinterhuber komplettieren die Pianistenriege. Die Reihe "Lied und Chor" ist neben Thomas Hampson unter anderem mit Michael Schade und Jessye Norman prominent vertreten, konzertante Opernaufführungen gibt es von Hindemiths "Mathis der Maler" und Massenets Thais.
Das reiche Kammermusikprogramm bringt auch hochkarätige Trio- Besetzungen, so "Batiashvili.Brendel.Fellner", "Barenboim. Ottensamer. Bartolomey" und "Leonskaja.Kavakos.Schiff". "Musik der Gegenwart" schafft eine Begegnung zwischen Berlin und Wien, unter anderem mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und dem Klangforum Wien, aber auch mit Vertretern der Elektronik-Szene. World-Musik-Konzerte, u. a. mit Fado-Star Mariza und Jazz, u. a. mit Herbie Hancock komplettieren das Programm. Im Bereich Vermischtes gibt es mit Berlin - Die Sinfonie der Großstadt ein weiteres Highlight in der Reihe "Film + Musik live.

» Details 10./11.09.2005
20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin
Werner-Otto-Saal
ClangCut
4 Arbeiten am Klang
Neumann/Rodriguez/Weismann Clang•Cut
schroff / zerschnitten: 4 Arbeiten am Klang


Programm

Alessandro Bosetti
The Mouth (UA)
On the reconstruction of spoken language

Martin Brandlmayr
Manuel Modes (UA)

Richard Barrett
Codex VI (UA)

Andrea Neumann/Ana Maria Rodriguez/Steffi Weismann
Scrap (UA)


Andrea Neumann, Komposition/Inside piano
Ana Maria Rodriguez, Komposition/Live-Elektronik
Steffi Weismann, Video/Live-Video
Richard Barrett, Komposition/Live-Elektronik
Alessandro Bosetti, Komposition/Klangregie
Martin Brandlmayr, Percussion/Live-Elektronik

Ute Wassermann - Stimme
Christian Kesten - Stimme

Thomas Bruns - Klangregie

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Winfried Rager, Klarinette/Bassklarinette; Theo Nabicht, Saxophon/Bassklarinette; Robin Hayward, Tuba; Ekkehard Windrich, Violine; Ringela Riemke, Violoncello

Ein Projekt der Künstlergruppe Clang•Cut in Kooperation mit dem KNM Berlin und dem Konzerthaus Berlin, ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.



Clang•Cut

Das Bild, das den genialen Künstler mit seinem originären Kunstwerk zeigt, ist längst zerkratzt. Kleine Haarrisse durchziehen es und lassen beim genauen Betrachten ein Mosaik entstehen, das die Einheit des Bildes in Frage stellt.
Dieser Blick ins Detail ist der gemeinsame Nenner des Projektes Clang•Cut - nicht nur für die Mitwirkenden selbst. Auch das Publikum kann erleben, wie ein Werk durch ein Netz verschiedener künstlerischer Einflussnahmen in Echtzeit generiert, transformiert und interpretiert wird. Das Bild einer Werkstatt drängt sich auf, in der gemeinsam, hartnäckig und besessen am Klang gewirkt wird. Diese Arbeit am Klang, in der die Künstler auch ihre bürgerlichen Identitäten vom Komponisten zum Interpreten, vom Interpreten zum Improvisator wechseln, ist faszinierend und weitet sich bis in Visuelle aus.
Clang•Cut, der schroffe, zerschnittene Klang, steht so als programmatischer Titel für künstlerische Haltungen, die sich radikal dem Klang/Bild im Detail und damit den kleinsten musikalischen und visuellen Einheiten widmen. Diese bilden den Ausgangspunkt, denn die Demontage hat bereits durch die Auswahl der dokumentarischen Klänge, den Einsatz dekonstruierter Instrumente und die Klangbearbeitung im Studio stattgefunden.
Im Zentrum von Clang•Cut stehen so vor allem synthetisierende künstlerische Prozesse wie Montage und Rekonstruktion, die in netzwerkartigen Schaltungen oder verflochtenen Konstellationen aus Komponist und Interpret verlaufen. Synthetisiert wird vor den Ohren und Augen des Publikums in Echtzeit - bei keiner der bei Clang•Cut vorgestellten Arbeiten handelt es sich um Aufzeichnungen vorangegangener Operationen oder um die Wiedergabe genau fixierter Strukturen. Die Bedingungen des Momentes, des Ortes und der Mitwirkenden, also der Kontext, wird zu einem wichtigen Katalysator.

Legt der Betrachter die Lupe jedoch wieder beiseite, liest er die großen Konturen: er findet vier Werke innerhalb von Clang•Cut vor, die ihren Namen, ihren Autor haben und durch unterschiedliche Materialien, Ideen und Konzepte überzeugen.

The Mouth
On the reconstruction of spoken language

Den Ausgangspunkt bildet Alessandro Bosettis »The Mouth«. Der Untertitel - On the reconstruction of spoken language - weist auf einen Gegenentwurf zu dem im letzten Jahrhundert oft begangenen Weg der musikalischen Dekonstruktion von Sprache hin. Dieser begann mit den Lautpoeten der frühen Avantgarde und führte über wichtige Werke der Moderne (z.B. Berios "Thema (Omaggio a Joyce)" bis hin zu Phil Mintons Stimmkunst. Es schien, als sei die Fragmentierung  und Deformation die einzige probate Möglichkeit zur Integration der Sprache in den musikalischen Kontext. Der italienische Komponist, Saxophonist und Klangkünstler Alessandro Bosetti stellte sich die Frage, ob nicht doch der umgekehrte Weg möglich sei, nämlich der von einer Landschaft der gebrochenen Worte in eine erneuerte musikalische Metasprache. Aus diesem Grund begann Bosetti sich mit Sprachbehinderten wie Spastikern, Kehlkopflosen oder Aphasikern aus Italien und Deutschland zu treffen, die seit ihrer Kindheit an diesen Krankheiten leiden und von Zeit zu Zeit ihre dekonstruierte Sprache doch im Alltag rekonstruieren müssen. In diesen sehr einfühlsam geführten Meetings, zeichnete Bosetti die Interviews auf. Er spielte während der Treffen Beispiele aus der Klangkunst, der Neuen und improvisierten Vokalmusik per Kopfhörer vor und nahm die Reaktionen seiner Gesprächspartner mit dem Tonband auf.
Dieses dokumentarische, quasi natürlich dekonstruierte Material verarbeitete Bosetti nach musikalischen Gesichtspunkten und stellte 2003 im Studio sein Hörstück "Il Fiore della Bocca" im Auftrag von DeutschlandRadio fertig, in dem jeder einzelne Klang aus den originalen Interviews gewonnen wurde.
Das Werk »The Mouth« für Stimme, zwei Bassklarinetten, Tuba, Violoncello und Zuspielband weist eine komplexere Beziehung zwischen Hören, Sprechen und Interpretieren auf. Anstatt das Material einer willkürlichen Unterhaltung zu benutzen wählte Bosetti den Satz: "Worüber wollen wir sprechen? Sprechen wir über unseren Mund". Die Konversation wurde den Musikern des KNM Berlin mit der Bitte vorgespielt, diese möglichst genau auf ihren Instrumenten zu imitieren. Der dritte Schritt führte Bosetti wieder zu den sprachbehinderten Personen, die ihrerseits die Instrumentalklänge zu kopieren versuchten. Das so gewonnene akustische Material wurde auf der einen Seite im Zuspielband zu »The Mouth« verarbeitet. Andererseits wird es den Musikern während der Live-Performance über Kopfhörer eingespielt und fungiert so als eine akustische Partitur.
Bosetti sieht in diesem Verfahren eine Möglichkeit, nicht in die Sackgasse der Dekonstruktion von Sprache einzubiegen und findet so zu einem sehr persönlichen, ergreifenden Stil.

Manual Modes
Im Gegensatz zu Alessandro Bosettis Ansatz, quasi über ein »Stille-Post-Spiel« Personen mit Sprachbehinderungen, Musiker und Komponist in einen musikalischen, netzwerkartigen Prozess einzubinden, arbeitet Martin Brandlmayr in seinem Werk »Manual modes« autark. Allerdings erzeugt auch er ein Geflecht aus sich gegenseitig beeinflussenden Parametern, die Brandlmayr jedoch ausschließlich aus instrumentalen und akustischen Eigenschaften seines Sets gewinnt.
Der Ein- und Ausschalter des Schnarrteppichs auf der Snaredrum ist einer der Angelpunkte seines neuen Stückes. Die Bassdrum spielt einen konstanten Puls. Die Snaredrum schwingt im Puls der Basedrum und erzeugt so Klänge allein durch Resonanz. Je nach Position des Snareschalters werden damit sowohl perkussive (das Schnarren der Trommel) als auch melodisch/harmonische Elemente(das Resonieren der Felle) hörbar. Zusätzlich ist das Ein- und Ausschalten der Snares ein perkussives Element im entstehenden Loop.
Dieses Netzwerk kombinierter Parameter ist der Startpunkt für zusätzliche Eingriffe. Die entstehende Struktur ähnelt in ihrem Aufbau dem Patch eines Synthesizers. Verschiedene Hüllkurven und Soundquellen modulieren andere und lassen so ein komplexeres sich selbst modulierendes Geflecht entstehen.
Das Schlagzeug funktioniert  als Teil eines größeren Puls- und Klangerzeugungsapparates, der zusätzlich Synthesizer, Computer, Sequencer umfasst.

Codex VI
Richard Barretts Codex VI für Stimme, Klarinetten/Saxophon, Tuba, Violine und Live-Elektronik ist die bisher aktuellste Arbeit einer Serie, die er selbst als Folge choreographierter Stücke bezeichnet und damit seine eigene Rolle als auch die der Musiker neu definiert. Die Metapher der Choreographie wendet er weniger auf die konkrete Raumdisposition als auf die Beziehung zwischen Komponist und Interpret an. Indem er die Musiker als Individualisten, als künstlerische Persönlichkeiten mit einem eigenen Stil betrachtet, schreibt er ihnen als Komponist keine komplette, einzustudierende Partitur vor, sondern entwickelt im gemeinsamen Probenprozess das Material und schafft durch Klangauswahl und Strukturierung einen musikalischen Kontext. Barrett, selber am Computer und dem Keyboard präsent, speist in die Aufführung die aufgenommenen und im Studio als auch live bearbeiteten Klänge der Musiker ein und ermöglicht so eine variable und sich ungemein schnell verändernde Klangwelt. Ein Spiel beginnt, das dem Entziffern eines fragmentarischen Textes ähnelt: durch intelligente Hypothesen, Einfälle und clevere Kommentare wird der Text in der Performance komplettiert bzw. interpretiert.

Scrap
Ein Fragment anderer Art liegt dem Projekt »Scrap«, einer Gemeinschaftsarbeit von Andrea Neumann (Inside piano), Ana Maria Rodriguez (Live-Elektronik) und Steffi Weisman (Video) zu Grunde. Den Ausgangspunkt bildet das Rudiment des bürgerlichen Konzertflügels, ein mit Saiten bespannter Klavierrahmen, entkleidet von Tasten, Mechanik und Holzverkleidung. Um die Klangmöglichkeiten dieses quasi nackten Instruments nach ihren Wünschen zu erweitern, ergänzte Andrea Neumann neue Elemente wie Ablagen, Präparationen, Mischpult, Mikrofone und Pick-ups. Die drei Künstlerinnen kamen nun auf die Idee, diese bereits begonnene Erweiterung zu potenzieren und durch die Hinzunahme zwei weiterer Medien - den Computer und das Video - ein räumlich gedehntes visuell/akustisches Porträt des Inside piano zu schaffen.
Der Verlauf des Stücks ist geprägt von drei gleich berechtigten Einzelstimmen, die sich zueinander in verschiedenen Modi verhalten können: synchron, einstimmig/mehrstimmig (abweichend in Tempo, Textur, Struktur und Farbe), solistisch/begleitend, einander folgend/eigene Impulse setzend. In diesem Sinne ermöglicht das Andocken des Instruments an den Audiocomputer von Ana Maria Rodriguez Transformationen in unendlicher Bandbreite, klangliche Verfremdungen in feinsten Schattierungen und verwirrende Verschiebungen der musikalischen Zeit. Die Bildebene vergrößert das Instrument, zerlegt es wiederum in seine Einzelheiten, fokussiert Details, die in ihrem Ausschnitt und ihrer Proportionierung eine eigene Bedeutung bekommen.
So werden die Konzertbesucher auf zwei Leinwänden in Großaufnahme sehen können, wie etwa ein Metallbesen oder ein Propeller die Saiten in Schwingung versetzt. Der Wechsel zwischen der Live-Kamera und dem vorgefilmten Material wird dabei einerseits den Bezug zum musikalischen Live-Spiel verdeutlichen, um sich andererseits immer wieder davon zu lösen und zu einer eigenständigen visuellen Stimme zu werden.
Man wird merken, wie sehr das Auge daran gewöhnt ist, bestimmte mechanische Bewegungen sofort mit Klängen zu verbinden. Diese Tendenz des "Verbinden-Wollens" möchte die Künstlerin Steffi Weismann nutzen, um ein Spiel mit Bild-Ton Kombinationen zu entwickeln, das der Videoebene über die ästhetische und dekorative Seite hinaus einen speziellen Reiz verleiht.


» Details 18.-20.11.2005
20.30 Uhr
Tanzquartier Wien
Wien Modern
Mouvements für Lachenmann von Xavier Le Roy
KNM Berlin Inszenierung eines Konzertabends von Xavier Le Roy
Musik von Helmut Lachenmann

Helmut Lachenmann
Schattentanz für Klavier (Nr. 7 aus «Ein Kinderspiel», 1980)
Salut für Caudwell Musik für zwei Gitarristen (1977)
Mouvement (– vor der Erstarrung) für Ensemble (1982/84)

Marino Formenti (Klavier)

Gunther Schneider (Gitarre)
Barbara Romen (Gitarre)
Tom Pauwels (ohne Gitarre)
Günther Lebbing (ohne Gitarre)

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Peter Rundel (Dirigieren)

Xavier Le Roy (Inszenierung & Choreographie)
Bojana Cvejic & Berno Odo Polzer (Dramaturgie)

Eine Produktion von Wiener Taschenoper, Tanzquartier Wien & Wien Modern
Koproduziert von Hebbel Theater Berlin
executive producer  Wiener Taschenoper
Dauer  60 Minuten
Premiere  18. November 2005 | Tanzquartier Wien | Halle G im Rahmen von Wien Modern 2005

Der deutsche Komponist Helmut Lachenmann, dessen Musik im Zentrum dieses Projekts von Xavier Le Roy steht, hat den Prozess des Komponierens selbst als ein «Entwerfen und Präzisieren der Klang- und Bewegungs-zusammenhänge» beschrieben. Damit tritt ein Moment in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, das für die Klangentstehung (und mithin für die Musik Helmut Lachenmanns) von wesentlicher Bedeutung ist: die Klang erzeugende Bewegung. Von diesem Bewegungsmoment und seinem choreographischen Potenzial geht das Projekt Mouvements für Lachenmann aus.
Drei Werke Lachenmanns bilden das in diesem Sinne gleichermaßen auditive wie visuelle Ausgangsmaterial dieses Projekts: Schattentanz für Klavier solo, die «Musik für zwei Gitarristen» Salut für Caudwell und das Ensemblestück Mouvement (– vor der Erstarrung).  Dieser musikdramaturgische Verlauf mag Expansion andeuten: von der konzentrierten Reduktion des Klavierstücks über die neue Klang- und Spielweisen erschließende Virtuosität des Gitarrenduos bis zur Motorik des großen Ensemblestücks – auf inszenatorischer Ebene jedoch wird dieser Geste der Expansion nicht entsprochen werden. Schliesslich geht es bei Mouvements für Lachenmann um den Theaterimpuls von Musik selbst, um den Funktionszusammenhang von Klang und Bewegungen, geht es um Fragen wie: Was in dieser Musik ist bereits Theater? – Kann die Inszenierung auf die Komposition reduziert werden? – Was bleibt übrig, wenn die Funktion der Geste (den Klang zu erzeugen) weggenommen wird? Ihre Darstellung? – Wird dies ein Weg sein, um diese Musik anders wahrzunehmen?
«Helmut Lachenmann schreibt in Bezug auf die ‹Bewegungen›: ‹Erst am erneut einbezogenen unverfremdeten Klang muss sich erweisen, dass es nicht um bloße Brechung des Klingenden außerhalb, sondern um Aufbrechen und Aufbruch der Wahrnehmungspraxis in uns selbst geht.› Diese Anmerkungen erwecken in mir den Gedanken, dass die Dinge vielleicht sichtbar gemacht werden müssen, um (anders) hörbar gemacht zu werden, um die Ideen des Komponisten auf eine Darstellung in Form von Theater hin auszudehnen – oder aber es nur beim visuellen Eindruck zu belassen und nichts mehr zu hören. Die Assoziationen von Klang und Bewegung zu entkoppeln, um die Wichtigkeit dieser Strategien hörbar zu machen, wie sie mit den konventionellen Verbindungen des Sichtbaren und Hörbaren in Resonanz treten.» (Xavier Le Roy)

» Details 02.-04.02.2006
20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal
St. Jago
Musik und Bilder zu Kleist von Dieter Schnebel
St. Jago Produktion Dieter Schnebel
St. Jago - Musik und Bilder zu Kleist

Steffen Tast, Musikalische Leitung
Cornelia Heger, Regie
Fred Pommerehn, Bühne und Licht
Ksenija Lukic, Sopran
Linda Naumann, Mezzosopran
Hartmut Kühn, Tenor
Michael Ziegler, Baß
Elisabeth Zündel, Sprecherin
Vivian Lüdorf,
Martin Laubisch ,Sprecher
Kammerensemble Neue Musik Berlin

Das Kernstück des Musiktheaters "St. Jago" bildet Heinrich von Kleists Erzählung "Das Erdbeben in Chili". Dennoch ist "St. Jago" eher ein Stück über den Dichter, also ein szenisches Stück über Kleist. Dieter Schnebel stellt in "St. Jago" den Menschen, Dichter und Metaphysiker Kleist in ein vielschichtiges theatralisches Geschehen, in dem Musikgechehen, Bildprozesse und Sprachverläufe zu einer "szenischen Erzählung mit Musik" verwoben werden. Das Werk beginnt mit Kleists Ende, läßt den Betrachter teilhaben am haltlosen Fallen dieses zutiefst Unglücklichen und Einsamen, der das "allerqualvollste Leben" nun mit einem Tod von "unaussprechlicher Heiterkeit" durch Selbstmord auszutauschen im Begriffe ist. Über die Katastrophe des Dichters führt der Weg sodann in die Novelle "Das Erdbeben in Chili", welche vom Schicksal zweier zum Tode verurteilter Liebender, Jeronimo und Josephe, erzählt. Schnebels Musik begeleitet sie musikalisch durch sämtliche Stationen der Novelle: Von der geplanten Hinrichtung zum einsetzenden Erdbeben mit anschließender Flucht, zurück in die Kathedrale und am Ende mitten in die tödliche Katastrophe. Das tenebrose Ende der Novelle freilich wird bei Schnebel verknüpft mit einer "Neuanfang: rückwärts ins Paradies" übeschriebenen Szene, die ein Fragment aus Kleists Essay "Über das Marionettentheater" zitiert: "Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es von hinten irgendwo offen ist."
» Details 24.-26.03.2006
20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal
MaerzMusik
M.M. von Makiko Nishikaze
Gisburg Makiko Nishikaze
M.M.
Musiktheater für Mezzosopran, vier Stimmen und Ensemble (2004/2005) UA

Makiko Nishikaze/Christian Kesten, Konzeption
Makiko Nishikaze, Komposition
Christian Kesten, Inszenierung
Kai Schiemenz, Raum/Bühne
Dorothee Scheiffarth, Kostüm
Johannes Sundrup, Licht
Steffen Tast, Musikalische Einstudierung
Götz Dihlmann, Technische Leitung
Sabine Spillecke, Produktionsleitung
Thomas Bruns, Produktion
Gislinde Strunz, Regieassistenz
 
Gisburg, Mezzosopran

Die Maulwerker
Ariane Jeßulat
Henrik Kairies
Tobias Müller-Kopp
Katarina Rasinski

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Rudolf Döbler, Flöte; Winfried Rager, Klarinette; Robin Hayward, Tuba; Friedemann Werzlau, Schlagzeug; Kirstin Maria Pientka, Viola; John Eckhardt, Kontrabass

Ein Projekt der Maulwerker in Koproduktion mit MaerzMusik | Berliner Festspiele, in Zusammenarbeit mit Konzerthaus Berlin, ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kulturfonds.

Weiterer Termin:
24. März 2006, 19.00 Uhr, Konzerthaus Berlin, Carl-Maria-von-Weber-Saal
Einführung: Helga de la Motte-Haber im Gespräch mit Makiko Nishikaze

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro
Karten: (030) 254 89 100


Makiko Nishikaze: M.M.
Musiktheater für Mezzosopran, vier Stimmen und Ensemble (2004/2005) UA

Die Komponistin Makiko Nishikaze und der Regisseur Christian Kesten konzipieren ein installatives Raum-Musiktheater, das auf der literarischen Grundlage des Johannes-Evangeliums, Kapitel 20, basiert und Maria Magdalena in den Mittelpunkt stellt.
Maria begegnet Jesus am leeren Grab, hält ihn zunächst für einen Gärtner, erkennt ihn, als er sie mit ihrem Namen anspricht, aber darf ihn nicht berühren, da er noch nicht „aufgefahren“ ist – diese kurze Begebenheit am Ostermorgen wird abstrahierend aufgelöst, um den inneren Prozess einer der wichtigsten Frauenfiguren der Bibel nachzuzeichnen.
Der Werner-Otto-Saal des Konzerthauses wird dafür in eine Raumlandschaft verwandelt, die Sänger, Instrumentalisten und Publikum gleichermaßen bevölkern. Vokal agieren fünf der für ihre experimentellen Stimmkünste bekannten Maulwerker. Die sechs Instrumentalisten, die ebenfalls szenisch eingebunden sind, sind Mitglieder des Kammerensemble Neue Musik. Den Raum gestaltet der Bildende Künstler Kai Schiemenz, die Kostüme Dorothee Scheiffarth, das Licht Johannes Sundrup, die musikalische Einstudierung übernimmt Steffen Tast.
» Details 27.05.2006
18 - 24 Uhr
Helmholtzplatz Quartier, Berlin
HouseMusik
Musik für Büros & Läden
Das Helmholtzplatzquartier Dunckerstraße, Senefelderstraße, Helmholtzplatz, Lychener Straße

HouseMusik
Musik für Büros und Läden

Kompositionen, Improvisationen, Installationen von und mit Mark André, Serge Baghdassarians, Boris Baltschun, Alessandro Bosetti, John Cage, Lucio Capece, Aldo Clementi, Axel Dörner, Dianna Gaetjens, Allain Gaussin, Hanna Hartman, Robin Hayward, Jean-Luc Hervé, Juliana Hodkinson, Nikolaus A. Huber, Sven Åke Johansson, Magda Mayas, Lucia Mense, Alex Nowitz, Heather O'Donnell, Ana Maria Rodriguez, Dirk Rothbrust, Marc Sabat, Peter Sabat, Ernstalbrecht Stiebler, Stefan Streich, Christian Wolff und dem KNM Berlin

Für einen Tag nistet sich die HouseMusik im Berliner Prenzlauer Berg ein. Auf die lokale Struktur des charmanten Helmholtzplatz Quartiers wird ein künstlerisches Netzwerk aus Arbeiten der internationalen, experimentellen Musikszene projiziert. Im Rundgang kann das Publikum die einzelnen Projekte erleben, die über assoziative Themen wie Serie, Duopol, Idyll oder Schubertiade mit den jeweiligen Räumen verbunden sind.

1) Senefelderstraße 6 - TanzHalle im EliasHof
360°


18.00 - 19.45, 20.30 - 21.00 - 23.30
Peter Sabat / Marc Sabat AUTOMAT Video/Music- Installation
Peter Sabat, Video; Marc Sabat, Musik

20.00
Mark André …ZU… für Streichtrio
Magda Mayas / Alex Nowitz WEG WEISEND für Stuhl, Stimme und Klavier
Ernstalbrecht Stiebler SEQUENZ II

Magda Mayas, Klavier; Alex Nowitz, Stimme; Ekkehard Windrich, Violine; Kirstin Maria Pientka, Viola; Ringela Riemke, Violoncello

Eintritt 20.00 Uhr 2,00 Euro

2) Dunckerstraße 84 - Via Pilates
Installation


18.00 - 24.00  Hanna Hartman CAN MAN

Eintritt frei

3) Dunckerstraße 2 - Irene Eikmeier  Galerie & Annes Brillen
Konturen


18.45 & 22.45  Stefan Streich
KONTUR MEER für Bassflöte, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello
KONTUR LIED für Bassflöte, Bassklarinette, Viola und Violoncello
KONTUR WEG für Violine, Viola und Violoncello
5 STROPHEN für Bassflöte

Rebecca Lenton, Bassflöte; Winfried Rager, Klarinette; Ekkehard Windrich, Violine; Ringela Riemke, Violoncello

19.45 & 20.45  Robin Hayward MIRRORS für Horn und Tuba
Dianna Gaetjens, Horn; Robin Hayward, Tuba

Eintritt für zwei Konzerte: 2,00 Euro

4) Dunckerstraße 3 - eicie-Digitaler Stoffdruck
DuoPol


19.15 & 22.15  Boris Baltschun / Serge Baghdassarians VARIATIONEN OHNE THEMA
Boris Baltschun, Computer; Serge Baghdassarians, Reotrop

21.15 & 23.15  Lucio Capece / Axel Dörner DUO
Axel Dörner, Trompete; Lucio Capece, Bassklarinette/Sopransaxophon

Eintritt für zwei Konzerte: 2,00 Euro

5) Helmholtzplatz - Nachbarschaftshaus
Klein-Groß


19.30  Nikolaus A. Huber DASSELBE IST NICHT DASSELBE
Dirk Rothbrust, Kleine Trommel

20.30 & 22.30  Sven Åke Johansson KLINGEND UND FESTGEHALTEN
Sven Åke Johansson, Große Trommel

21.30
Ernstalbrecht Stiebler ...IM TAKT... für einen Schlagzeuger
Christian Wolff EXERCISE 26 (SNARE DRUM PEACE MARCH)
EXERCISE 27 (2ND SNARE DRUM PEACE MARCH)
Sven Åke Johansson WIRBEL UND EINZELNE SCHLÄGE AUF KLEINER TROMMEL
Dirk Rothbrust, Kleine Trommeln

Eintritt frei

6) Senefelderstraße 30a - Piano Salon Christophori
Schubertiad
e

21.00 - 21.30
Aldo Clementi SEI MOMENTI für Violine, Viola, Violoncello, Flöte, Englischhorn und Klarinette
Rebecca Lenton, Flöte; Gudrun Reschke, Englischhorn; Winfried Rager, Klarinette; Ekkehard Windrich, Violine; Kirstin Maria Pientka, Viola; Ringela Riemke, Violoncello

Juliana Hodkinson THE RECITAL PIECE: A REMIX performance piece for pianist and musician with reel-to-reel tape machine, LP-player and CD-player
Heather O'Donnell, Klavier; Ekkehard Windrich, Zuspiel

Eintritt 2,00 Euro

7) Lychener Straße 60 - Unterm Dach
Serie


22.00 - 22.45
Ana Maria Rodriguez AUFBAU / UMBAU I&II / ABBAU
Lucia Mense, Tenor-/Bassblockflöte; Theo Nabicht, Sopransaxophon; Kirstin Maria Pientka, Viola

Alessandro Bosetti THE LISTENERS

Eintritt 2,00 Euro

8) Lychener Straße 60 - Ausland
Idyll


23.30 - 00.15
Allain Gaussin JARDIN ZEN für Klarinette und Tonband
Winfried Rager, Klarinette

John Cage BRANCHES für verstärkte Pflanzenklänge
Robin Hayward, Ringela Riemke, Dirk Rothbrust, Pflanzenklänge

Jean-Luc Hervé EN DÉCOUVERTE für 2 Violinen und Live-Elektronik
Angela Jaffé, Ekkehard Windrich, Violine, Ana Maria Rodriguez, Klangregie

Eintritt 2,00 Euro

Programm: Thomas Bruns
Produktion: Thomas Bruns, Sabine Spillecke
Technische Leitung: Götz Dihlmann

Ein Projekt des KNM Berlin, gefördert durch die INM Berlin und das Kulturamt Pankow. Herzlichen Dank an Ausland, die BewohnerInnen der Lychener Straße 60, eicie - Digitaler Stoffdruck,  Förderverein Helmholtzplatz e.V., Irene Eikmeier  Galerie & Annes Brillen, Piano Salon Christophori, TanzHalle im EliasHof, Via Pilates.

» Details 30.05.2006
20.00 Uhr
Bayerische Akademie der Schönen Künste, München
Touch, don't touch
Musik für 2 Theremine und Ensemble
Barbara Buchholz / Lydia Karwina Caspar Johannes Walter
Vakuum-Halluzination für 2 Theremine, Violine, Violoncello.

Michael Hirsch
Rezitativ und Arie für 2 Theremine, Klavier, Schlagzeug.

Juliane Klein
Se Vuoi für 1 Theremin, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug.

Moritz Eggert: The son of the daughter of Dracula versus the incredible Frankenstein monster (from outer space) für 2 Theremine, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug.

Vladimir Nikolaev
Schwartz-weisse Musik für 2 Theremine, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug.

Olga Bachihina
Canto Ostinato für 2 Theremine, Marimba, Klavier.

Nicolas Richter de Vroe
für 2 Theremine, Klavier, Schlagzeug.

Barbara Buchholz / Lydia Karwina, Theremin
Tobias Rempe, Violine
Heather O’Donnell, Klavier
Dirk Rothbrust , Schlagwerk
Ringela Riemke, Violoncello
» Details 20.07.2006
Theaterhaus Stuttgart
World New Music Days
Chico Mello Titus Engel, Musikalische Leitung

Herman Wallén, Bariton
Wiek Hijmans, E-Gitarre
Cosima Gerhardt, Violoncello

Programm

Shi-Rui Zhu
Songs of Souls in 4 instrumental scenes

Chico Mello
das árvores II
für 9 Instrumentalisten und ihre Gestik

Arthur Kampela
Antropofagia
for Electric Guitar and 16 musicians

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte; Winfried Rager, Klarinette/Bassklarinette; Theo Nabicht, Bassklarinette; Gudrun Reschke, Oboe; Hanno Koloska, Fagott/Kontrafagott; Naama Golan, Trompete; Daniel Ploeger, Posaune; Dianna Gaetjens, Horn; Daniel Göritz, Gitarre; Seth Josel, Gitarre/Mandoline; Heather O’Donnell, Klavier; Miriam Schröder, Harfe; Dirk Rothbrust, Schlagzeug; Friedemann Werzlau, Schlagzeug; Angela Jaffé, Violine; Kirstin Maria Pientka, Viola; Lars Burger, Kontrabass
» Details 01.-07.09.2006
20.00 Uhr
Elisabeth Kirche, Berlin
LOSE COMBO
Faraday's Cage
Lose Combo Jörg Laue, Konzeption & Leitung
Esther Ernst, Künstlerische Mitarbeit
Hans-Friedrich Bormann, Klangregie
Nicolai Reher, Performer
Claudia Splitt, Performerin

Kammerensemble Neue Musik Berlin
mit Rebecca Lenton, Flöte; Winfried Rager, Klarinette; Heather O’Donnell, Klavier; Friedemann Werzlau, Schlagwerk; Ekkehard Windrich, Violine; Sophie Bansac, Viola; Cosima Gerhardt, Violoncello

Götz Dihlmann, Technische Leitung
Mattef Kuhlmey, Ton
Anke Buckentin, Management & PR

FARADAY’S CAGE ist der Titel des aktuellen Projektes der LOSE COMBO, in dessen Fokus die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Magnetismus steht. Dafür will die LOSE COMBO jenen feldfreien Raum, den der britische Naturwissenschaftler Michael Faraday 1834 schuf, maßstabgetreu nachbauen. Entstehen sollen jeweils halbtransparente Kuben, die einerseits von Schall- und Lichtwellen durchdrungen werden, andererseits zugleich einen abgeschirmten feldfreien Raum bilden, in dem das KNM Berlin Werke von John Cage und Morton Feldman spielt.

Seit mehr als 11 Jahren erarbeitet die LOSE COMBO erfolgreich Musiktheaterprojekte und Performances. Dabei sucht sie immer wieder bewusst die Verbindung von Kunst und Wissenschaft: Für ihr letztes Projekt HERTZ' FREQUENZEN hatte die LOSE COMBO die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz ins Zentrum der Arbeit gerückt; dafür wurde ein halbtransparenter Kubus aus Stahlwolle geschaffen, der die Maße des Hertzschen Laboratoriums nachzeichnete. Für FARADAY’S CAGE wird das KNM im Inneren der Kupfer-Kuben musizieren, während zwei Performer außerhalb der Kuben ausgewählte Texte zum Magnetismus vortragen.

FARADAY’S CAGE entsteht in Zusammenarbeit mit dem KNM in der St. Elisabethkirche Berlin und im Festspielhaus Hellerau in Koproduktion mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden.

» Details 28.09.2006
21.00 Uhr
Teatro Farnese, Parma
Traiettorie '06
Festival Internazionale di Musica Moderna e Contemporanea
Teatro Farnese Programm

Alvin Lucier
Navigations for strings

Allain Gaussin
Satori

Stefano Gervasoni
An
ark Andre
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Elliot Carter
Esprit rude/Esprit doux I

Marco Stroppa
Un Segno nello Spazio

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte; Winfried Rager, Klarinette; Steffen Tast, Violine; Ekkehard Windrich, Violine, Kirstin Maria Pientka, Viola, Ringela Riemke, Violoncello
» Details 24./25.10.2006
20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal
Composing for film
Hanns Eisler Film/Musik Projekt
Hanns Eisler Roland Kluttig, Musikalische Leitung
Johannes C. Gall, Dramaturgie

Hanns Eisler

REGEN (Joris Ivens und Mannus Franken 1929): stumm

Nonett Nr. 1 (Konzertadaption der Filmmusik zu THE LIVING LAND von 1939)

White Flood (Frontier Films 1940): Filmvorführung mit Live-Begleitung entsprechend Eislers Filmpartitur

REGEN (Joris Ivens und Mannus Franken 1929) mit Live-Begleitung entsprechend der Partitur der Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben

6 Szenen aus dem Film THE CIRCUS (Charles Chaplin 1928) mit Eislers Filmmusik von 1947 (= Septett Nr. 2)

Kammer-Symphonie op. 69 (Konzertadaption der Filmmusik zu WHITE FLOOD)
 
Das Programm ist durch die unlängst erfolgte DVD-Edition (Suhrkamp, 24. April 2006) von Eislers Rockefeller-Filmmusik-Studie aus den Jahren 1940 bis 1942 angeregt. Für dieses durch die Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft spielte im August 2004 das Kammerensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Roland Kluttig Eislers Kammer-Symphonie als Filmmusik zu WHITE FLOOD neu ein. Folgerichtig bildet die Partitur den Rahmen des Programms im Konzerthaus: Vor der Pause wird sie in ihrem filmischen Bezug mittels Projektion der auf der DVD enthaltenen restaurierten Fassung von WHITE FLOOD vorgestellt; zum Schluss ist die Partitur in der konzertanten Fassung der Kammer-Symphonie als das gültige Meisterwerk der Zweiten Wiener Schule zu hören, als das sie die Interpretation von Roland Kluttig und dem Kammerensemble Neue Musik (gerade auch durch das Studium des filmischen Bezugs und der Originaleinspielung unter Jascha Horenstein) erschlossen hat.
Des Weiteren wird der Versuch unternommen, die auf der DVD dokumentierte ≥wiedergefundene Art, den Regen zu beschreiben„ auch mittels einer Live-Begleitung zu demonstrieren. Und schließlich wird das Rockefeller-Filmmusik-Projekt als Angelpunkt genommen, um auch über es und die in dem Buch Komposition für den Film angezogenen Beispiele hinaus Eislers amerikanische Filmpartituren zu beleuchten. So ist zunächst der zwölftönige Vorgänger der Filmmusik zu WHITE FLOOD, nämlich die Filmmusik zu THE LIVING LAND in der konzertanten Adaption des Nonetts Nr. 1 zu hören. Nach der Pause wird dann als eine besondere Rarität Eislers Septett Nr. 2 als die Filmmusik zu Charlie Chaplins THE CIRCUS präsentiert, die wegen der Abschiebung des Komponisten im Jahr 1947 Fragment blieb und die nun zu den zugehörigen sechs Szenen live gespielt wird.
Eine Grundidee des Programms ist es, Eisler einmal nicht nur als den politischen Komponisten und den kongenialen Mitarbeiter Bertolt Brechts vorzustellen, als der er zu Recht gilt, sondern auch als Vertreter einer besonderen künstlerischen Avantgarde, als den Pionier und Erneuerer der Filmmusik sowie der ≥angewandten„ Musik schlechthin, dessen kritische Impulse auch heute noch fortwirken.
» Details 28.11.2006
20.00 Uhr
St.-Johannes-Evangelist-Kirche, Berlin
GRAMMA
Jardines de la escritura/Gärten der Schrift von José M. Sánchez-Verdú
Foto: Regine Koemer GRAMMA
Jardines de la escritura/Gärten der Schrift
Kammeroper

José M. Sánchez-Verdú: Musik, Konzept und Libretto
José M. Sánchez-Verdú: Musikalische Leitung in Berlin
Sabrina Hölzer: Idee, Buch, Konzeption
Mirella Weingarten: Buch, Bühne, Konzeption

Kammerensemble Neue Musik Berlin

Vor Ihnen liegt Schrift. Was Sie hören, entsteht aus Schrift. Sie sind nicht das Gegenüber einer Bühne, von der aus Ihnen zugespielt und -gesungen wird. Als Zuschauer und Hörer werden Sie in die Erfahrung des Lesens gebeten. Sie können Zeichen des Lichts folgen, um mit der Musik die Gärten der Schrift virtuell zu durchwandern. Gärten – das sind poetische Stationen der Musik, Klangszenen von ausgeprägter Eigenart, verbunden durch Zeichen der Erinnerung, manchmal durchzogen von Klangspuren des Schreibens selbst. Gärten, das sind Stationen der Geschichte, des Wissens, der Mythen, von denen wir ohne Schrift keine Kenntnis hätten. Sie reflektieren sich im Text, in Zeichen, in Klängen. Es sind Stationen des Erinnerns und Vergessens, des Urkonflikts am Anfang der Schrift: Dient sie unserem Erinnern, weil wir in ihr niederlegen und weitergeben können, was wir wissen, denken, glauben, fühlen? Oder dient sie dem Vergessen, weil wir in ihr veräußern, was in uns war?
José M. Sánchez-Verdú verwendet die Metapher „Gärten“ gern für seine Kompositionen. Gärten sind Eintragungen der Menschen ins Buch der Natur, labyrinthisch, exzentrisch, schön; manchmal wie Zeichen einer Schrift, die wir noch nicht decodiert haben. Wie eine Passage durch Denk-, Kommunikations- und Geschichtswelten ist GRAMMA angelegt, der heutige Hörer inmitten.

Eine Produktion der Zeitgenössischen Oper Berlin


» Details 08./09.12.2006
ab 19.00 Uhr
Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg
2WEI: Beat Furrer + Salvatore Sciarrino
Konzerte, Film, Gespräch
Carolin Widmann / Foto: Kass Kara Freitag, 08.12.2006
Studio, 20.00 Uhr
Beat Furrer, Musikalische Leitung
Otto Katzameier Bariton
KNM Berlin

Salvatore Sciarrino
„Quaderno di strada”
12 canti e un proverbio per baritono et strumenti (2003)

Foyer, 21.15 Uhr
Gespräch Beat Furrer + Salvatore Sciarrino
Moderation: Martina Seeber

Studio, Kleines Parkett, 22.30 Uhr
KNM Quartett
Steffen Tast / Angela Jaffé, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello

Beat Furrer
III. Streichquartett

Samstag, 09.12.2006
Clubraum, 19.00 Uhr
„abbild.“ Raum für 16 Bilder und 1 Streichquartett
Ein Film von Hanns Kunitzberger mit Musik von Beat Furrer

Hanns Kunitzberger, Malerei, Projektidee, Konzept
Beat Furrer: III. Streichquartett (2004), gespielt vom KNM Quartett
Aus den Proben und Vorstellungen im November 2005 im Museum für angewandte Kunst MAK Wien / wien modern 2005

Studio, 20.00 Uhr
Beat Furrer, Musikalische Leitung
Carolin Widmann, Violine
KNM Berlin

Beat Furrer
„spur“ für Klavier und Streichquartett (1998)

Salvatore Sciarrino
“Sei capricci” für Violine (1976)

Beat Furrer
“still” für Ensemble (1998)

Ein Projekt der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem KNM Berlin, mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
» Details 27.01.2007 Radialsystem V Polyskopie von Clemens Gadenstätter UltraSchall - das Festival für Neue Musik
Clemens Gadenstätter Clemens Gadenstätter
POLYSKOPIE
für Solisten und kleines Orchester 2000/01

Jonathan Stockhammer, Musikalische Leitung

KNM Berlin
Winfried Rager, Klarinette
Theo Nabicht, Kontrabssklarinette
Daniel Ploeger, Posaune
Frank Gutschmidt, Klavier
Steffen Tast, Violine
Ringela Riemke, Violoncello

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin


Ausgangspunkt sind Beobachtungen am Objekt Konzert, genauer: am „Momemt“, der durch die (SolistInnen)kadenz „aufgeblasen“ wird, die in den Raum projizierte Energie zwischen dem Quartsextakkord und der darauffolgenden Dominante, dieses „X“, das sich in die Kadenz hinein entlädt. Analyse und Re-Synthese am „Konzerttanten“ und Kadenz- (im zweifachen Sinn)material führen weiter zu einer Grundannahme, die in sich durch ein spekulatives Experiment paradox geworden ist: Gleichzeitigkeit würde bedeuten, daß in ihr auf der Ebene von Materialität, Kontextualität … der beobachteten Elemente und deren Verknüpfungsmodi Geschichte (Wahrnehmungsstand) und Zukunft (potentielle Offenheit zur Polydimensionalität) im (nicht existenten) Augenblick zusammengepresst wären. Jedes Ereignis, das ich wahrnehme, würde seine Geschichte(n) durch die Prägung meiner Wahrnehmung durch eben diese in sich tragen, - und auch seine potentiellen Möglichkeiten durch die in seiner Materialität und den möglichen Kontextbildungen (durch mich?) offenlegbaren Qualitäten. Auf ein Material projiziert, das aus den trivial gewordenen virtuosen Floskeln einer (Solisten)Kadenz destilliert wurde, und andererseits die harmonische „Kadenz“ als strukturelle Energie ander zu kodieren versucht, heißt das, daß die Materialbausteine immer polyvatent auskomponiert werden müssen.
» Details 08.02.2007, 20.00 Uhr Fruchthalle Kaiserslautern Portrait Helmut Oehring
Helmut Oehring  Foto: Astrid Ackermann Tim Severloh, Countertenor
Christina Schönfeld, Gebärde solo
Torsten Ottersberg, Tonregie und Live-Elektronik GOGH s.m.p.
Ingo Bracke, Licht-Inszenierung

Programm

MISCHWESEN
(mit Iris ter Schiphorst)
nach dem Gedicht SILENCE von Anne Sexton und Texten von Helmut Oehring und Iris ter Schiphorst
Version für Gebärde, Bassklarinette, Trompete, Violoncello und Keyboard (UA)

LIVE (aus: Androgyn
(mit Iris ter Schiphorst)
nach dem Gedicht LIVE von Anne Sexton
Version für Countertenor, Violine, Violoncello, präpariertes Klavier/sampling Keyboard und Live-Elektronik (UA)

FOXFIRE ZWEI
für Bassklarinette solo

rumgammeln + warten
(mit Iris ter Schiphorst)
Text von Helmut Oehring/Iris ter Schiphorst
Version für Countertenor, Gebärde, Bassklarinette, Trompete, Klavier/Keyboard, Percussion, Violine, Violoncello, Kontrabass und Zuspiel CD (UA)

Philipp
für Trompete solo
» Details 10.03.2007, 20.00 Uhr Kunststiftung Erich Hauser, Rottweil ars nova Veranstaltungsreihe des SWR
Schuberts Brille Juliana Hodkinson
THE RECITAL PIECE
performance piece for pianist and musician with reel-to-reel tape machine, LP-player and CD-player

Helmut Lachenmann
Fünf Variationen über ein Thema von Franz Schubert

Stefan Bartling
Passage dangereuse   
Töne aus Franz Schuberts Winterreise op. 89,
Lied XX Der Wegweiser, Takt 57-64

Mark Andre
asche

Aldo Clementi
Sei momenti

Stefano Gervasoni
AN
quasi una serenata per flauto contralto, clarinetto e trio d’archi,
con la complicità di Schubert
» Details 09.07.2007, 20.00 Uhr Kunsthaus Bregenz Teatrum Anatonicum von Paul Renner
Kunstraum von Paul Renner Musik: Alexander Moosbrugger

In New York, Wien, London, Neapel, Zürich oder München hat der international bekannte Künstler, Koch und Dandy Paul Renner bereits Kunstbegeisterte in seinen Bann gezogen.

Unter dem Titel Theatrum Anatomicum wird Paul Renner seine vier wichtigsten “Hell Fire”-Inszenierungen (Travellers Club, London 2001, Fondazione Morra, Neapel 2002, Kunsthalle Wien, 2004, und Galerie Leo König Inc, New York, 2006) auf dem KUB-Platz zusammenführen. Ein etwa 12 Meter hoher Bau auf dem KUB-Platz wird dem Teatro Anatomico in Padua nachempfunden. Als kleine ovale Oper mit übereinander liegenden Rängen bietet sie Platz für das Publikum und eine im Zentrum liegende Küche. Der Bau, der im Inneren aus einer Hülle getrockneter Schweinsblasen besteht, ist mit Objekten der vier Spielorte eingerichtet. Etwa 120 bis 150 Personen finden in dem Bau Platz. Die Küche ist gleichzeitig Bühne und bietet Raum für die Aufführungen.

Rebecca Lenton, Flöte
Theo Nabicht, Bassklarinette/Kontrabassklarinette
Friedemann Werzlau, Schlagzeug
Ekkehard WIndrich, Violine
Daniella Strasfogel, Violine
Cosima Gerhardt, Violoncello

8 Medizinballspieler
» Details 05.10.2007, 20.00 - 24.00 Uhr Konzerthaus Berlin Großstadt - Kontrapunkt Berlin
Grafik: Kathrin Jachmann »Berlin - Kontrapunkt Großstadt«, das neue Projekt des KNM Berlin, reflektiert die zeitgenössische Musik Berlins. Über drei konzeptionelle Stränge wird die heterogene Szene zu einem Kontrapunkt verbunden und im Konzerthaus Berlin als auch in der Carnegie Hall, New York City präsentiert.
Die Idee eines scheinbar objektiven Programmes wurde schnell zugunsten einer persönlichen Sicht auf die Musikszene der Metropole Deutschlands verworfen.
Der Blick von Außen auf Berlin fällt nicht auf einen bündelnden Spiegel (wie etwa in Paris), sondern zerfällt in unzählige, gegenläufige, heterogene Augenblicke. Diese arbiträre und versteckt netzwerkartige Struktur ist wohl mit den resultierenden verschiedenen ästhetischen Positionen selbst ein Kennzeichen der zeitgenössischen Musikproduktion in Berlin.
Berlins Musik der Gegenwart ist wie selbstverständlich international geworden. Berlin ist für das 21. Jahrhundert, was Paris für das beginnende 20. Jahrhundert war: Metropole der Welt, Welthauptstadt der musikalischen Bohème. Die zeitgenössische Musik Berlins entsteht durch Künstler die in Berlin leben, aber hier kaum arbeiten können, die hier arbeiten, aber nicht leben wollen oder die beides in Berlin gefunden haben. Ihre musikalischen Signaturen gilt es zu entdecken und zu überraschenden Linien und Kontrapunkten zu verdichten.
»Berlin – Kontrapunkt Großstadt« wird als mehrstündiges Musikevent in drei Kontrapunkten mit Interferenzen und Verbindungen inszeniert.
Kontrapunkt 1 ist chronologisch und linear konzipiert, indem er eine Generationsfolge von Komponisten nachvollzieht, die durch das Verhältnis Lehrer/Schüler charakterisiert ist. Er spannt einen Bogen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis ins Heutige. Arnold Schönberg ist er natürlich einer der künstlerisch einflussreichsten Komponisten der Moderne. Luigi Nono, der längere Zeit in Berlin arbeitete und Schönbergs Werk ausgiebig studierte, war diesem ja auch familiär verbunden. Der Weg zu Helmut Lachenmann, einem Schüler Nonos, führt über Peter Ablingers „voices and piano“, der als „Nichtmitglied“ dieser Generationsfolge allerdings Schönberg selbst zu Worte kommen lässt.
Kontrapunkt 2 verläuft als intermdedia Strang. Er folgt musikalischen/performativen Positionen, die sich aus der typisch Berliner Auseinandersetzung mit der Konzertform selbst bilden. Wie an keinem anderen Ort Deutschlands arbeiten die Komponisten hier an konkreten Themen und Fragestellungen, indem sie den Dialog zu anderen Künsten suchen. Oft entwerfen Sie ihre Werke für bestimmte Räume oder Situationen, beziehen visuelle Elemente und dokumentarische alltägliche Materialien ein. Diese Spur führt uns von einer mit Megaphonen und readymades arbeitenden Sprachkomposition Stefan Bartlings, über Helmut Oehrings neues Saxophonstück, Sabats „Musik/Videokanon“ über eine Berliner Autowaschanlage bis hin zu Ana Maria Rodriguez’ „Telegram from a sea“, das die durch ein technisch-analytisches Vokabular entstehende Landschaftsbeschreibungen Ron Winklers in einen musikalischen Zusammenhang einbindet.
Der 3. Kontrapunkt schließlich hinterfragt das musikalische Medium selbst, indem er die Beziehung zwischen Hören und Sehen sucht. Track 3 beginnt mit Alessandro Bosettis Videoarbeit „Tke listeners“, inder man zusehen kann, wie Menschen hören. Es folgt ein Ausschnitt aus Walter Zimmermanns Zyklus „Erased“ nach Brice Marden. Zimmermann übersetzt hier die für Marden typischen Liniengeflechte in Klangbewegungen. Der Australier Thomas Meadwowcroft befasst sich mit Fragen der Identität und Emigration, indem er Videostills nach Kinderbuchillustrationen von Ezra Keats musikalisch integriert.
Abschließend und in gewisser Weise als Zusammenfassung des Abends entfaltet Stephan Winkler in seinem “Vom Durst nach Dasein" sieben Charakterbilder der Weltverhaftung.

Kontrapunkt 1
Arnold Schönberg
Kammersymphonie Nr 1, op. 9 (1906) in der Reduktion von A. Webern

Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau per tuba e live electronics (1987)

Peter Ablinger
voices and piano (seit 1998)
(Bertolt Brecht, Arnold Schoenberg (WP, 2007), Angela Davis, Mao Tse-Tung)

Helmut Lachenmann
Intérieur I für einen Schlagzeugsolisten (1965-1966)

Kontrapunkt 2
Stefan Bartling
MIT NAMEN & Randnotiz (2002)
für 4 Lautsprecher, 2 Megaphonspieler und 1 Fahrradspieler

Helmut Oehring
Neues Werk für Sopransaxophon (WP, 2007)

Marc Sabat (Musik)/Peter Sabat (Video)
AUTOMAT (2007) music scenery for 2 violins and video with field recording (2007)

Ana Maria Rodriguez
Telegram from a sea (WP, 2007)
für Sprecher, Instrumente und Live-Elektronik
Text: Ron Winkler

Kontrapunkt 3
Alessandro Bosetti
The listeners Eight short compositions (2005)

Walter Zimmermann (1997)
Shadows of Cold Mountain 5
für Flöte, Oboe, Klarinette und Tuba

Thomas Meadowcroft
Ezra Jack Plot (WP, 2007)
für kleines Ensemble und Videostills aus The Snowy Day von Ezra Jack Keats

Stephan Winkler
Vom Durst nach Dasein. Sieben Sachen und eine Gegebenheit für Bratsche und noch sieben (2000/01)


Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.
Ein Projekt des KNM Berlin in Kooperation mit dem Konzerthaus Berlin und der Carnegie Hall, NYC.

» Details 02.11.2007, 19.30 Uhr Haus der Berliner Festspiele Jazzfest Berlin Concertos von Michael Mantler
Michael Mantler  Foto: Anja Grabert Michael Mantler is currently composing a series of instrumental solo concertos for chamber ensemble (the Kammerensemble Neue Musik Berlin) featuring soloists from the fields of contemporary new music (non-improvising) as well as from new jazz and rock (improvising/freely interpreting).
This proposed “Concertos” project will, in a way, some 40 years later, represent a return and update to Mantler’s original concept of his work for the Jazz Composer's Orchestra, as applied to today’s soloists, now from a wider musical experience, interacting with a flexible contemporary chamber ensemble.

Momentan komponiert Michael Mantler einen Zyklus von Solokonzerten für Kammerensemble (Kammerensemble Neue Musik Berlin), sowohl für (nicht-improvisierende) Instrumentalisten aus der zeitgenössischen Neuen Musik als auch für (frei improvisierende/interpretierende) Solisten aus dem Jazz und Rockbereich.
Vierzig Jahre nach Mantlers Arbeit mit dem Jazz Composers’ Orchestra stellt das geplante „Concertos“-Projekt gewissermaßen eine Rück und Neubesinnung auf die damaligen Konzepte dar, für Solisten von heute, vor dem Hintergrund erweiterter musikalischer Erfahrungen und im Austausch mit einem flexiblen zeitgenössischen Kammerensemble.
„Die Stücke sind nicht als Solokonzerte im strikten, klassischen Verständnis zu verstehen. Trotz der spieltechnischen Schwierigkeiten sind sie nicht in erster Linie als virtuose Exerzitien gedacht, dementsprechend verlangen sie vom Solisten eben nicht das nahezu Unmögliche zum Zweck der puren Demonstration technischen Könnens. In meinen Augen sind es einfach Musikstücke, die sich auszeichnen durch den einzigartigen Sound eines bestimmten Instruments, so wie es der gewählte Solist zu spielen pflegt.“ M.M.

TRUMPET, Michael Mantler
GUITAR, Bjarne Roupé
SAXOPHONE, Bob Rockwell
MARIMBAVIBE, Pedro Carneiro
PIANO, Majella Stockhausen-Riegelbauer
TROMBONE, Roswell Rudd
PERCUSSION, Nick Mason

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Conductor, Roland Kluttig
» Details "09.11.2007, 19.00 Uhr Goethe-Institut, NYC young composers New York University
The KNM Berlin is going to perform new pieces by students of the New York University.

world premieres by

Hila Tamir Ostrover
Felipe Lara
Yoon-Ji Lee
Yoni Niv
Jessica Schwartz
Clara Latham
» Details 10.11.2007, 20.00 - 24.00 Uhr Carnegie Hall, NYC Berlin in lights Metropolis - Counterpoint Berlin
7.00 pm – 1st part

Stefan Bartling
Mit Namen und RANDNOTIZ / 2002
for 4 loudspeakers, 2 megaphone- and 1 bicycle performer

Helmut Oehring
Philipp / 2007
for double bass clarinet and cd

Marc Sabat (Music)/Peter Sabat (Video)
AUTOMAT / 2007
music scenery for 2 violins and video with field recording

Ana Maria Rodriguez
Telegram from a sea / 2007
for speaker, instruments and live-electronics
words by Ron Winkler


08.30 pm – 2nd part

Stefano Gervasoni
An

Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau / 1987
per tuba e live electronics

Peter Ablinger
voices and piano / since 1998
(Bertolt Brecht, Arnold Schoenberg, Angela Davis, Mao Tse-Tung)

Helmut Lachenmann
Intérieur I for one percussionist / 1965-1966


09.45 pm - 3rd part

Alessandro Bosetti
The listeners / 2005
Eight short compositions

Walter Zimmermann
Shadows of Cold Mountain 5 / 1997

Thomas Meadowcroft
Ezra Jack Plot / 2007                       
for chamber ensemble and video stills from The Snowy Day by Ezra Jack Keats

Stephan Winkler
Vom Durst nach Dasein. / 2000-2001
Sieben Sachen und eine Gegebenheit für Bratsche und noch sieben
   

Metropolis-Counterpoint Berlin is made possible by the Capital Cultural Fund in Berlin and supported by the Goethe-Institut New York.
» Details 14.11.2007, 20.00 Uhr Teatro San Martin, Buenos Aires CICLO DE MÚSICA CONTEMPORÁNEA NO RETRO
Seit dem Städtedialog Buenos Aires-Berlin 2004 gibt es eine gewachsene Beziehung zwischen dem KNM und der zeitgenössischen Musikszene in Buenos Aires. 2006 folgt das KNM Berlin einer Einladung des renommierten CICLO DE MÚSICA CONTEMPORÁNEA ans Teatro San Martin. Das Konzert wird ergänzt durch einen workshop für Kompositions- und Musikstudenten.

Programm

Helmut Lachenmann
Serynade (1998)
for piano

Aldo Clementi
Sei Momenti (1996-97)
for six instruments

Bernhard Lang
Differenz/Wiederholung 1.2 (2002)
for flute, tenorsaxophon, piano and amplification

Stefan Bartling
Mit Namen & RANDNOTIZ (2002)
for 4 loudspeakers, 2 megaphone- and 1 bicycle performer

Georges Aperghis
À bout de bras
for oboe and clarinet

Mark Andre
asche (revised version 2005)
for five instrumentalists

Marc Sabat (Music)/Peter Sabat (Video)
AUTOMAT (2007)
music scenery for 2 violins and video with field recording

KNM Berlin
Rebecca Lenton, flute
Gudrun Reschke, oboe, megaphone
Winfried Rager, clarinet, megaphone
Theo Nabicht, saxophon
Benjamin Kobler, piano
Steffen Tast, violin
Ekkehard Windrich, violin, readymade
Kirstin Maria Pientka, viola
Ringela Riemke, violoncello

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 24.11.2007, 12.00 - 18.30 Uhr Galerienviertel Zimmerstr./Friedrichstr. kulturradio Galerienwanderung hören und sehen sie zeitgenössische Kunst
Galerien mit zeitgenössischer Kunst unterschiedlicher Genres und Stilrichtungen, die durch ihren charakteristischen Beitrag zur aktuellen Kunstszene die Aufmerksamkeit auf sich lenken, werden ausgewählt und laden zu einer „Wanderung“ ein. Nach intensiver Beschäftigung mit den bildenden Künstlern wählen die Kuratoren Musikstücke aus, die von Musikern live in den Galerien aufgeführt werden können. Diese Musikwerke reagieren in dem konkreten Ausstellungskontext und im Rahmen der vorhandenen Räumlichkeit auf die Bilder, indem sie den Ansatz des Künstlers reflektieren, Ähnlichkeiten in der künstlerischen Haltung oder Ästhetik aufweisen oder konkrete Zusammenhänge zwischen Musik und bildender Kunst zeigen.
Die Synergie der Rezeption wirft eigene Fragen auf und die Frage nach der Akzeptanz solcher vielleicht noch nie gehörten Klänge (und Kunstwerke) rückt in den Hintergrund. Das Wissen um die zeitliche Begrenztheit der Darbietung verschafft dem Betrachter und Hörer die Freiheit, sich dem Neuen gegenüber zu öffnen. (Margarete Zander)

Mit Werken von Boris Baltschun/Serge Baghdassarians, Christopher Fox, Vinko Globokar, Sven-Åke Johansson, Mauricio Kagel, Theo Nabicht/Alexandre Babel, Daniel Ploeger
» Details 07.12.2007, 19.00 / 20.45/ 21.45 Uhr Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg WEI: Vinko Globokar + Helmut Oehring Konzerte und Gespräch
19.00 Uhr – Helmut Oehring
Locked – In –
für Gitarre, Violine, Viola und Violoncello

MARIE B. (Seven Chambers)
für Streichquartett und Live-Elektronik

Wrong SCHAUKELN – ESSEN – SAFT
(aus: Irrenoffensive)
für Gebärdensolistin, Oboe, Posaune, Violine, E-Gitarre, Perkussion und Live-Elektronik

Helmut Oehring/Iris ter Schiphorst
PRAE-SENZ (Ballet blanc II in fünf Szenen)
für Violine, Violoncello und Klavier/Sampler

20.45 Uhr – Vinko Globokar + Helmut Oehring im Gespräch mit Jürgen Otten

21.45 Uhr – Vinko Globokar
Métamorphoses paralleles
für Viola, Klavier und zwei Sampler

Substitution anonyme
für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Klavier

Etude pour Folklora I
für 19 Solisten

Christina Schönefeld, Gebärdensolistin
Roland Kluttig, Musikalische Leitung
KNM Berlin und Gäste
Torsten Ottersberg, Klangregie
» Details 12.01.2008 Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam Verstrijken voor ensemble von William Engelen
William Engelen   Raumentwurf für Verstrijken Verstrijken" ist eine Kompositionsmethode, die auf dem Biorhythmus der Musiker des Ensembles basiert. Die unterschiedlichen Tagesabläufe der Musiker, festgelegt in individuellen Tagebüchern, die während einer Woche im Juni 2007 entstanden, generieren die Komposition. Ihre Aktivitäten und die daraus resultierenden Muster und Rhythmen bestimmen maßgeblich die Struktur des Stückes. Jede Stunde der Woche wird in 8 Sekunden Klang übersetzt.
Die Komposition wird zuerst live aufgeführt und ist anschließend dann als Klanginstallation zu hören. Der Konzertraum und die Installation werden speziel für diese Komposition entworfen.
Die Besetzung des Ensembles besteht aus: Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Harfe, Violine, Viola, Violoncello und Elektronik.
» Details 24.+25.01.2008, 22.00 / 20.00 Uhr Radialsystem V, Berlin Ultraschall- das Festival für Neue Musik
Programm 24.01.2009
Gérard Grisey
Prologue (aus Espaces acoustiques)
für Viola und Live-Elektronik

Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau per tuba e live electronics

Volker Heyn
Blah 2
für Violine und Tonband

Mark Andre
...als... II
für Bassklarinette, Klavier, Violoncello und Live-Elektronik

Die Solisten des KNM Berlin
Winfried Rager, Bassklarinette
Robin Hayward, Tuba
Frank Gutschmidt, Klavier
Steffen Tast, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello

Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR

Programm 25.01.2009
Iannis Xenakis
Anaktoria (1969)
für 8 Musiker           

Pierluigi Billone                      
ME.A.AN (1994)
für Stimme und Ensemble

Pascal Dusapin                     
Stanze Dyade pour quintette de cuivres (1991)

Jani Christou
Anaparastasis III »The Pianist« (1968)           
für Schauspieler, Ensemble und Tonband

Roland Kluttig, Musikalische Leitung
Frank Wörner, Christian Kesten, Ariane Jeßulat, Stimme
Henrik Kairies, Klavier
 
 
» Details 24.05.2008, 18.00 - 24.00 Uhr Berlin, Prenzlauer Berg Kollwitzplatz ohrenstrand.net am Kollwitzplatz HouseMusik
Musik für Wohnungen, Bueros und andere Orte
BELFORTER STRASSE  DIEDENHOFER STRASSE  KOLLWITZSTRASSE  KOLMARER STRASSE  SCHOENHAUSER ALLEE  WOERTHER STRASSE

OHRENSTRAND.NET AM KOLLWITZPLATZ
HouseMusik
Musik für Wohnungen, Bueros und andere Orte

24. Mai, 18.00 - 24.00 Uhr

Eine lange Nacht lang gibt es wieder HouseMusik im Berliner Prenzlauer Berg: Verschiedene Kunstsparten – Musik, Installationskunst und Tanz – werden vernetzt; neue, experimentelle Musik verbindet sich mit Diskussionen, Klangausstellungen und Kompositionen anderer Epochen. Zugleich schlaegt HouseMusik Bruecken zwischen Lebensalltag und neuer Musik: Privatraeume werden zu oeffentlichen Kunsträumen. Das Projekt sieht seine Wurzeln in der Loftszene Chicagos und New Yorks, im Schoenbergschen Verein für musikalische Privatauffuehrungen, aber auch im Hauskonzert des Biedermeier.
AUS ALT MACH NEU gilt nicht nur für die ausgewaehlten Orte, sondern auch fürs diesjaehrige Programm. Wie reagieren Komponisten und Improvisatoren auf Heroen vergangener Zeiten? Woraus entstehen musikalische Tagebuecher und wie verknuepft sich junge Poesie mit aktuellem Musikverstaendnis? Wie werden Straßenklaenge zu einer musikdramatischen Versuchsanordnung modifiziert, und was passiert kuenstlerisch, wenn sich Choreographinnen von zeitgenoessischer Musik inspirieren lassen?

HouseMusik ist ein Projekt des KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net, gefoerdert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Foerderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit singuhr—hoergalerie und FU Berlin.
Mit Unterstuetzung des Regierenden Buergermeisters von Berlin - Senatskanzlei, Kulturelle Angelegenheiten.
In Zusammenarbeit mit: Siemens Arts Program / Kulturzeiten Berlin, bat-Studiotheater der Hochschule fuer Schauspielkunst Ernst Busch, Meierei, Museumsverbund Pankow / prenzlauer 227, Theater o.N./Zinnober, IB  Isabel Bilbao – Galerie, Ingenieurbüro Heene,  Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH und saint georges – new & used books. Herzlichen Dank an Bernhard Glocksin und Silvia Rutkowski.


PROGRAMM
Kollwitzstrasse 53 / Theater o.N. / Zinnober
influenced by words and flies

19.00 & 23.00
Annette Schluenz FLIEGEN FLIEGEN? und JOURNAL No 1
Thierry Aué > Video

20.00 & 22.00
Ana Maria Rodriguez TELEGRAMM VON EINER SEE Version fuer Sprecher, Viola und Live-Elektronik
Text: Ron Winkler
Michael Reudenbach ...ZITATE, BERUEHRUNGEN... für Bassklarinette, Harfe, Kontrabass, Schlagzeug und Tonband, mit Texten von Arno Schmidt

Eintritt 1,50 Euro pro Set

2) Kollwitzstrasse 57 / Silvia Rutkowski
schlafen, arbeiten, essen

19.30, 20.30 & 21.30
William Engelen VERSTRIJKEN für Klarinette, Viola und Violoncello

Eintritt 1,50 Euro pro Set

3) Kollwitzstrasse 64 Gartenhaus / Ingenieurbuero Heene
für James Tenney

18.30, 19.30, 20.30 & 21.30
Christopher Fox BLANK for sustaining instruments

Eintritt 1,50 Euro pro Set

4) Woerther Strasse 27 / saint georges - new & used books
subtext

19.00, 20.00, 21.00 & 22.00
Mathias Spahlinger ADIEU M'AMOUR hommage à Guillaume Dufay fuer Violine und Violoncello
Alexander Moosbrugger 50_50 oder Zwei Linien

Eintritt 1,50 Euro pro Set

5) Kolmarer Strasse 5 / Museumsverbund Pankow / prenzlauer 227
Léonin (* um 1150; † um 1210)

21.00
Keith Rowe, Toshimaru Nakamura, Robin Hayward, Lucio Capece EVOCATIONS the music of Leonin treated as a middle age painting

Eintritt 2,00 Euro

6) Diedenhofer Strasse / Kleiner Wasserspeicher

Installation

14.00 – 24.00
Ulrich Eller TALKING DRUMS Klanginstallation

Eintritt 3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro fuer beide Wasserspeicher

7) Gruenanlage über den Wasserspeichern, Wasserturmareal
Vernissage & Installation

18.00
Junko Wada Performance
Vernissage auf der Gruenanlage

18.00 – 24.00
Akio Suzuki OTO-DATE NA GI SA
Installation im Wasserturmareal

Eintritt frei

8) Diedenhofer Strasse 6 / Bernhard Glocksin
ars subtilior
18.30, 20.30 & 21.30
Claus-Steffen Mahnkopf TREMA uer Schlagzeug
Francesco Landini ADYOU, ADYOU
Johannes Simon Hasprois PUISQUE JE SUIS FUMEUX
MADRIGALE AUS DEM CODEX ROSSI u.a.

Eintritt 1,50 Euro

9) Eingang Belforter Strasse / Grosser Wasserspeicher
Installation

14.00 – 24.00
Aernoudt Jacobs Echolocation Klanginstallation

Eintritt 3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro fuer beide Wasserspeicher

10) Belforter Strasse 15 / bat – Studiotheater
Tanz

22.30
Gérard Grisey ANUBIS-NOUT, SOLO POUR DEUX
Dana MacPherson, Katharina Resch, Louise Wagner > Choreographie / Tanz

Eintritt 2,00 Euro

11) Kollwitzstrasse 38 / IB  Isabel Bilbao – Galerie

Ortsverschiebung

18.30, 19.30, 20.30, 22.00 & 23.00
Stefan Streich LOKALMETAMORPHOSE

Eintritt 1,50 Euro pro Set

12) Kollwitzstrasse 42 / Meierei
Imbiss & Was hören Komponisten

18.00 – 23.30
Meierei FÜR ZWISCHENDURCH:BIOIMBISS,LIEBLINGSSONGS UND INTERVIEWS
Mit den HouseMusik-Komponisten und Margarete Zander

Eintritt frei, Erwerb von Getraenken und Speisen möglich

13) Schoenhauser Allee 176, Haus 13 / ohrenstrand auf dem Pfefferberg
the end

23.30
Alessandro Bosetti GESUALDO TRANSLATIONS live-Version fuer Altstimme und Mehrkanal-KLangsystem
Gérard Grisey PÉRIODES für sieben Instrumente

Eintritt 2,00 Euro pro Set

Kartenvorbestellung & Info
Tel. > 030. 44 359 773
Email > production@kammerensemble.de

Hinweis: Möchten Sie eine ganz bestimmte Aufführung auf keinen Fall verpassen, bitten wir um telefonische Voranmeldung bis zum 21. Mai.
» Details 28.06.2008, 19.00 - 01.00 Uhr Akademie der Künste, Hanseatenweg Einspruch - Musikalische (R)Evolutionen um ‚68 Die Neue Musik Nacht
Nam June Paik: SIMPLE  Fotograf: Georg Klein inspruch - Musikalische (R)Evolutionen um ‚68</b>
Konzerte / Performances / Improvisationen / Installationen / Hoerraeume / Filme / Podiumsdiskussion
 
Mit neuen aesthetischen Sprach- und Spielformen revoltieren: gegen Dogmen und Hierarchien, gegen Establishment und verkrusteten Musikbetrieb. Und das, von sehr unterschiedlichen Bedingungen ausgehend, in beiden Teilen Deutschlands und mit einer bis dahin nicht gekannten Vielfarbigkeit der kuenstlerischen Mittel. Beiderseits der Mauer artikulieren sich Einsprueche mit Folgen, kleinen und großen. Die Musik-Nacht fuehrt wichtige Werke jener Jahre und beider Seiten in einmaliger Weise zusammen, im zeittypischen Ambiente der Akademie am Hanseatenweg.

Werke von Luciano Berio, Earle Brown, Pierre Boulez, John Cage, Paul Dessau, Paul-Heinz Dittrich, Vinko Globokar, Friedrich Goldmann, Erhard Grosskopf, Hans Werner Henze, Hans-Joachim Hespos, Nicolaus A. Huber, Mauricio Kagel, Helmut Lachenmann, Luigi Nono, Steve Reich, Frederic Rzewski, Friedrich Schenker, Dieter Schnebel, Mathias Spahlinger, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis, den Fluxus-Kuenstlern George Brecht, Alison Knowles, La Monte Young, George Maciunas, Yoko Ono, Nam June Paik, Emmett Williams u.a.

Podiumsdiskussion mit Markus Hechtle, Juliane Klein, Enno Poppe und Stefan Fricke, Moderation

Filme zu Maurico Kagel, Frederic Rzewski, Gruppo Di Improvvisazione Nuova Consonanza

 
mit Ksenija Lukic, Sopran; Johannes M. Kösters, Bariton; Michael Vetter, Stimme und Kurzwellengerät; Frederic Rzewski, Klavier; Winfried Rager, Klarinette; Daniël Ploeger, Posaune; Dirk Rothbrust, Schlagzeug;

Rüdiger Bohn, Musikalische Leitung;
KNM Berlin

Die Maulwerker; Zentralquartett (Conny Bauer, Posaune; Ulrich Gumpert, Klavier; Ernst-Ludwig Petrowsky, Saxophon; Günter Sommer, Schlagzeug) ; Werner Durand, Helma Schleif, Hörstationen; Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste

Eintritt 15,-/ermäßigt 10,-

Kartenreservierung (030) 200 57-2000
» Details 04.07.2009, 20.00 Uhr Radialsystem V, Berlin" Außenseiter Musikalische Biographien des 20. Jahrhunderts
Silvestre Revueltas Aussenseiter I
Silvestre Revueltas (1899-1940)

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Idee und Künstlerische Leitung: Roland Kluttig
Solisten: Gabriel Urrutia, Bariton und Gabriela Herrera, Sopran

Mit Silvestre Revueltas, Claude Vivier und Galina Ustwolskaja widmet sich die Konzertreihe "Aussenseiter" drei eigenwilligen Komponisten des 20. Jahrhunderts -unbeeindruckt von den musikalischen Stroemungen ihrer Zeit entwickelten sie eine radikal eigene Tonsprache. Eigenwillig und frisch eroeffnen Silvestre Revueltas "musikalische Fotografien" Mexikos dem Zuhoerer eine außergewoehnlich dichte und faszinierende Klangwelt. Neben einigen der bekanntesten sinfonischen Dichtungen und Filmmusiken des als "mexikanischen Ives" bezeichneten Komponisten werden in diesem Konzert auch seltener aufgeführte Miniaturen zu hoeren sein.

Vor den Konzerten findet jeweils um 18.45 eine Werkeinfuehrung statt.

Karten: 14 EUR, emaessigt 11 EUR

Telefon:(030)288 788 588

mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds
» Details 16.08.2008, 14.00 / 19.30 Uhr Sendesaal des Hessischen Rundfunks, Frankfurt Young China Neue Musik aus dem Reich der Mitte
KNM Berlin Young China - Neue Musik aus dem Reich der Mitte
Ruediger Bohn, Musikalische Leitung

Programm
Feifei Huo
Impromputs for Balladry

Huihui Cheng
Aftersound

Huan Liu
Merge - a Dialogue between Light and Shadows

Lin Yang
Dazwischen

Feifei Huo
Faramita

Xin Xie
Woerter

Zhanli Wen
Another Space, for cello solo

KNM Berlin
Sascha Friedl, Floete
Winfried Rager, Klarinette
Naama Golan, Trompete
Heather O'Donnell, Klavier
Dirk Rothbrust, Schlagzeug
Daniel Goeritz, Gitarre
Daniella Strasfogel, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello
Lars Burger, Kontrabass
Wu Wei, Sheng
Xu Fengxia, Pipa
Wang Weiping, Zheng
» Details 4.09.2008, 20.00 Uhr Radialsystem V, Berlin Aussenseiter Musikalische Biographien des 20. Jahrhunderts
Claude Vivier Aussenseiter II
Claude Vivier (1948 – 1983)

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Idee und Kuenstlerische Leitung: Roland Kluttig 
Sopran: Anu Komsi 

Die Reihe "Aussenseiter" widmet sich den Komponisten Silvestre Revueltas, Claude Vivier und Galina Ustwolskaja. Unbeeindruckt von den Stroemungen ihrer Zeit fanden diese drei musikalischen Einzelgaenger eine radikal eigene Tonsprache. Der Frankokanadier Claude Vivier gilt als einer der ungewoehnlichsten Komponisten der Post-Avantgarde. Seine Werke für Stimme und Ensemble faszinieren durch weiche, artifiziell asiatische und ritualhafte Klaenge. Die finnische Saengerin Anu Komsi interpretiert die Gesaenge in einer eigens von Vivier erfundenen Sprache.

18:45 Uhr   Werkeinfuehrung mit Roland Kluttig
20:00 Uhr   Konzert

Programm
Claude Vivier
Bouchara
Lonely Child
Pulau Dewata
Zipangu

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Floete
Sascha Friedl, Floete
Gudrun Reschke, Oboe
Antje Thierbach, Oboe
Winfried Rager, Klarinette
Helge Harding, Klarinette
Roman Reznik, Fagott
Eckart Kummer, Fagott
Markus Bruggaier, Horn
Samuel Stoll, Horn
Naama Golan, Trompete
Karin Schmeer-Rundel, Harfe
Alexandre Babel, Schlagzeug
Michael Weilacher, Schlagzeug
David Haller, Schlagzeug Ekkehard
Windrich, Violine
Daniella Strasfogel, Violine
Kirstin Harms, Violine
Susanne Zapf, Violine
Paul Valikoski, Violine
Elfa Run Kristinsdottir, Violine
Wolfgang Bender, Violine
Anna Barbara Kastelewicz, Violine
Barbara Bultmann, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Nikolaus Schlierf, Viola
Tim-Erik Winzer, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello
Wolfgang Zamastil, Violoncello
Michael Rauter, Violoncello
Lars Burger, Kontrabass
u.a. N.N.

Karten: 14 EUR, emaessigt 11 EUR
Telefon:(030)288 788 588

Eine Veranstaltung von Roland Kluttig in Zusammenarbeit mit KNM Berlin und RADIALSYSTEM V. Gefoerdert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
» Details 01.11.2008, 12.00 / 15.00 Uhr Galerienviertel Hamburger Bahnhof ohrenstrand.net am Hamburger Bahnhof 3. kulturradio Galerienwanderung
Winfried Rager ie Galerienwanderung möchte Synergien schaffen zwischen aktueller Kunst und Neuer Musik, zwischen Sehen und Hören und nicht zuletzt zwischen den Fans beider Szenen. Künstler, Musiker und Galeristen entwickelten eigens für dieses Projekt ein Programm, in dem Visuelles und Akustisches aufeinander reagieren. Im Zentrum der Galerienwanderung 2008 stehen der Hamburger Bahnhof und die benachbarte Halle am Wasser sowie die Heidestraße. Hier entsteht gerade ein hochkarätiges und interessantes Galerienviertel, das erst auf den zweiten Blick zu entdecken ist: Die Galerien liegen in einem Industriegebiet zwischen Lagerhallen, Elektrohandel  und Autowerkstatt.

Stationen:
1) Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart Berlin, Invalidenstraße 50 - 51
Joseph Beuys „Die Revolution sind wir“
Richard Rijnvos   
Block Beuys - Raum 3

2) Galerie Jarmuschek und Partner, Halle am Wasser, Invalidenstraße 50 - 51
Künstler: Harding Meyer
Frederic Rzewski   
spots & chains

3) Galerie Andersen‘s Contemporary, Halle am Wasser, Invalidenstraße 50 - 51
Künstler: Daniel Lergon
Luciano Berio
6 Encores

Theo Nabicht
Corruption I-III

4) Frisch, Halle am Wasser, Invalidenstraße 50 - 51
Künstler: Bernd Schwarting
Hans-JoachimHespos
Santur für Cimbalom solo

5) Hamish Morrison Galerie, Heidestraße 46 - 52
Künstlerin: Sophia Schama
James Tenney
Timbres

6) Edition Block, Heidestraße 50
Künstler: Joseph Beuys (Multiples)
John Cage
Sculptures Musicales

7) Haunch of Venison Berlin, Heidestraße 46 - 52
Künstler: Ian Monroe
Mark Andre
...zu...

Erhard Grosskopf   
Dialectics

Kammerensemble Neue Musik Berlin

Zwei Rundgänge: 12 und 15 Uhr
Treffpunkt: Hamburger Bahnhof ab 11 bzw. 14 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl wegen beschränkter Kapazitäten in den Galerien. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an! E-Mail: galerienwanderung@rbb-online.de, Telefon vom 27. bis 31. Oktober 2008: 030/25 93 90 16 (10 - 18 Uhr).

ohrenstrand.net am Hamburger Bahnhof ist ein Projekt des kulturradios vom rbb und ohrenstrand.net, gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 07.11.2008, 20.00 Uhr EaCC, Castellon (Spanien) Cage-Projekt Music for...
John Cage Programm
John Cage
Music for Eight   
Solo for sliding trombone
Ryoanji   
Five
Etudes Boreales

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Floete
Winfried Rager, Klarinette
Daniel Ploeger, Posaune
Alexandre Babel, Schlagzeug
Majella Stockhausen-Rigelbauer, Klavier
Steffen Tast, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello
» Details 27.11.2008, 20.00 Uhr Radialsystem V, Berlin Aussenseiter Musikalische Biographien des 20. Jahrhunderts
Galina Ustwolskaja Aussenseiter III

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Idee und Kuenstlerische Leitung: Roland Kluttig

Der dritte und letzte Teil der Konzertreihe "Aussenseiter" widmet sich nach Silvestre Revueltas und Claude Vivier der Russin Galina Ustwolskaja (1919 - 2006). Die spannungsreichen und dichten Werke der Schostakowitsch-Schülerin sind nicht gottgefällig, aber durch und durch von religiösem Geist erfüllt. Mit ihrer unnachgiebigen musikalischen Radikalität und Intensität öffnet die Komponistin dem Zuhörer ungeahnte Klangräume.

Programm
Galina Ustwolskaja
Komposition Nr. 1 Dona nobis pacem
Komposition Nr. 2 Dies Irae
3. Sinfonie
5. Sinfonie

Karten: 14 EUR, emaessigt 11 EURTelefon: (030)288 788 588

Eine Veranstaltung von Roland Kluttig in Zusammenarbeit mit KNM Berlin und RADIALSYSTEM V. Gefoerdert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
» Details 01.12.2008, 19.00 Uhr Laeiszhalle, Kleiner Saal / Musikhalle Hamburg Dont' Push the Sounds Galina Ustwolskaja
Galina Ustwolskaja Dont' Push the Sounds / Galina Ustwolskaja
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Roland Kluttig, Musikalische Leitung

Programm
Galina Ustwolskaja
Komposition Nr. 1 Dona nobis pacem   
Komposition Nr. 2 fuer 8 Kontrabaesse, Holzwuerfel und Klavier (Dies Irae)
5. und 6. Klaviersonate

Christoph Grund, Klavier
KNM Berlin
» Details 29.11.2008, 20.00 Uhr Bludenz, Remise Bludenzer Tage zeitgemaeßer Musik
Programm

Salvatore Sciarrino
Esplorazione del bianco I für Kontrabass
Esplorazione del bianco II
für Flöte, Bassklarinette, Gitarre und Violine
Esplorazione del bianco III für Jazzschlagzeug

Jean-Luc Hervé
En découverte
für 2 Violinen, Live-Elektronik und Video

Eliav Brand
not Queen

Thomas Meadowcroft
Ezra Jack Plot

William Engelen
breaking the bar
» Details 05.12.2008, ab 19.00 Uhr Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz 2WEI: Isabel Mundry + Walter Zimmermann Konzert + Gespräch
Ekkehard Windrich, Violine Programm

Isabel Mundry
Dufay - Bearbeitungen 1 - 7
Sandschleifen
Balancen für Violine

Walter Zimmermann   
Ursache und Vorwitz
» Details 10.12.2008, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg, Haus 13 Hör.Quartett tocotronic trifft das KNM Berlin
Luzia Braun mit Luzia Braun (ZDF Kulturmagazin aspekte), Thomas Schäfer (Wien Modern), Jens Balzer (Berliner Zeitung) und Dirk von Lowtzow (Tocotronic)

Live-Musik mit Tocotronic und KNM Berlin

Karlheinz Stockhausen testete 1997 im Auftrag der „Zeit“ Pop-Musik mit Stoppuhr und Metronom. Er wunderte sich, warum diese nach 45 Jahren experimenteller Kunstmusik nicht „wagemutiger, handwerklich virtuoser, erfindungsreicher, einfach progressiver“ sei. Kein Austausch also, kein Kontakt zwischen den Genres und damit auch zwischen ihren Hörern? Oder sind Stockhausens Höranmerkungen einfach nur anmaßend und folgen der Ideologie des  geradlinigen Fortschritts?

Das Hör.Quartett möchte über die Initialfrage "Was ist neu" einen sinnlichen, überraschenden und humorvollen Diskurs zwischen den verschiedenen Musikgenres etablieren, da doch jedes Genre für sich in Anspruch nimmt, aktuell, neu, zeitgeistfassend und inspirierend zu sein.
Am 10.12. wird die Hör.Quartett-Staffel mit einer der bekanntesten deutschen Popbands – Tocotronic – eröffnet. Nicht nur deren Songs sondern auch Neue Musik, gespielt vom KNM Berlin, werden live zu erleben sein.
Das Hör.Quartett möchte dabei keinen reinen ästhetischen Diskurs führen sondern immer aus der Perspektive des Hörens, also auch des Zuhörers fragen und somit zum differenzierten akustischen Wahrnehmen beitragen. Das Erlebnis Musik steht im Vordergrund. Von hier aus diskutiert das Quartett über Konditionen, Tools und künstlerische Motive der heutigen Musikproduktion.

Eintritt 8 Euro
Kartenreservierungen unter info@ohrenstrand.net und Tel. 030/24749870]
» Details 11.01.2009, 18.00 Uhr Evangelisch Stiftisches Gymnasium, Gütersloh Konzert von KNM Ganesha
Programm

Sven-Ingo Koch
ich hörte das Pfeifen der Eisenbahnzüge, das die Entfernungen markierte und mich die Weite der öden Landschaft erraten ließ / Orgie
in C und Cis
Robin Hayward
Coil
für Tuba solo
Mark Andre
iv 4
Thomas Meadowcroft
Acre Blocks / Würg Atzel
Carola Bauckholt
Zopf
für Bläsertrio
Christian Wolff
Out-Take for Tuba solo, or 2 Tubas, or 1 or 2 Tubas and one or more other instruments ad lib.
Walter Zimmermann
Shadows of Cold Mountain 5
Jürg Frey
Tombeau
» Details 14.01.2009, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg,
Haus 13
1789/1989 Musik des Umbruchs
Zum Start in die Feierlichkeiten “20 Jahre Wende” und als inhaltliche Ergänzung zum Open your Ears Projekt werden zwei magische Jahreszahlen inhaltlich verbunden.
Anlässlich der Uraufführung von Georg Katzers “Keinort” am 22.01.08 veranstaltet ohrenstrand.net ( Konzerthaus Berlin, KNM Berlin) ein Begleitprojekt, dass das Thema „1789/1989“ in zusätzlichen Facetten darstellt.
Helmut Lachenmanns meisterhaftes 2. Streichquartett entstand 1989 als Auftragswerk zum Thema „200 Jahre französische Revolution“. Georg Katzer widmete sich in 2 kurzen Radiokompositionen separat den beiden Jahreszahlen und Wolfgang Amadeus Mozart reiste 1789 nach Berlin und schrieb die Preußischen Quartette.

Programm
Georg Katzer
Mon 1789 (1989, Radiokomposition für Tonband)

Helmut Lachenmann
Streichquartett Nr. 2 `Reigen seliger Geister` (1989) 28 min

KNM Quartett
Steffen Tast, Violine
Ekkehard Windrich, VIoline
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello

Georg Katzer
Mein 1989 (1990, Radiokomposition für Tonband)

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Nr. 23 F-dur KV 590 (1790) (3. Preußisches Quartett)

Ulrike Petersen, 1. Violine
Stefan Markowski, 2. Violine
Ernst-Martin Schmidt, Viola
Taneli Turunen, Violoncello
» Details 07.02.2009, 20.30 Uhr Studio Ernest-Ansermet Genève Batteries! II In Kooperation mit CIP, Genève 
Programm:
Michael Wertmüller
Entleibung part.1
Wertmüller up on his way to the Zivilschutz
Benjamin de la Fuente
que tu saches... (WP)
Manège, for drums and sampler
John Cage
One4
Salvatore Sciarrino
Esplorazione del bianco I
Esplorazione del bianco III
John Cage
Four
» Details 24.03.2009, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg,
Haus 13
Hör.Quartett Neue Musik trifft Techno
Mit Luzia Braun (ZDF Kulturmagazin aspekte), Thomas Schäfer (Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt), Jens Balzer (Berliner Zeitung), Stefan Betke aka Pole und KNM Berlin
Idee und Produktion: Thomas Bruns

Mit einem Liveshowcase von Stefan Betke aka Pole und dem Werk "Komposition 1 - Dona Nobis Pacem" von Galina Ustwolskaja

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte
Robin Hayward, Tuba
Frank Gutschmidt, Klavier

Im „Hör.Quartett“ begegnet die NEUE MUSIK anderen musikalischen Genres - sowohl in der Diskussion wie auch in der Live-Präsentation. Nach ihrer Begegnung mit POP in der ersten Hör.Quartett-Ausgabe trifft die NEUE MUSIK diesmal auf TECHNO. Den vertritt hier der Produzent, Remixer und Studiobetreiber Stefan Betke aka Pole, der als Minimal-Dub-Musiker startete, in seiner weiteren Werkphase mit den Störgeräuschen eines defekten Filters arbeitete (Pole 1,2,3) und schließlich zu einer ganz auf den Klang und die Struktur konzentrierten Musik fand.

Schlummert in Betkes Musik, die „auf nichts verweist als sich selbst“, eine Wiederkehr der l'art pour l'art-Ästhetik? Vielfach finden sich in seiner Vorstellung von Musik Begriffe und Bezüge, die auch innerhalb der Neuen Musik Diskurse konstituieren: Struktur und Form, die Suche nach dem musikalischen Kern, Abstraktion, Reduktion, Klang-Architektonik. Beide Welten werden in ihren Gegensätzen und Gemeinsamkeiten in ihrer direkten Gegenüberstellung durch das Kammerensemble Neue Musik Berlin mit dem Werk der Komponistin Galina Ustwolskaja und einem Liveshowcase Betkes unmittelbar erfahrbar. Es bleibt abzuwarten, wie Betkes zentrale Frage nach musikalischer Intensität von der Neuen Musik beantwortet werden kann.

Ort: pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 8 Euro
Kartenreservierungen: info(at)ohrenstrand.net oder 030/24749-870


Ein Projekt des KNM Berlin und des Konzerthaus Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 01.04.2009, 15.00 -
18.00 Uhr
Radialsystem V, Berlin operare 09 - Interdisziplinärer Realisierungswettbewerb
Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs operare 09 geben die Musiker des KNM einen workshop zum Repertoire und Spielpraxis der zeitgenössischen Musik

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Theo Nabicht, Daniel Ploeger, Frank Gutschmidt, Ekkehard WIndrich

operare 09 bietet eine Werkstatt der Begegnung, aus der heraus neue Projektgemeinschaften für die Realisierung zeitgenössischen Musiktheaters entstehen werden. Der Workshop ermöglicht das Aufeinandertreffen unterschiedlichster Disziplinen. Durch die Interaktion einzelner Talente und Ideen sollen innovative Ansätze für das gegenwartsbezogene Musiktheater entwickelt werden.

operare 09 ist bewusst ergebnisoffen, was Form und Inhalt der möglichen Werkrealisierungen angeht (Bühne, Film, Aktionen im urbanen Kontext, selbst gewählte Orte in Berlin o.a.), es wird lediglich Wert darauf gelegt, dass das musikalische Material ein originär zeitgenössisches ist.

Teilnahmeberechtigt sind Personen, deren Tätigkeit in den Gebieten der akustischen, bildnerischen, szenischen, medialen, sprachlichen und räumlichen Gestaltung liegt, z.B. auch Architekten, Designer, Artisten, Chorleiter, u. a.  Als Partner werden vor allem auch Personen mit Managementerfahrung und unternehmerischem Talent gesucht. Die Teilnehmer sollten bereits eine realisierte oder teilrealisierte eigene Arbeit vorweisen können oder über erste Berufserfahrungen verfügen. Die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache ist Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop. Die Anwesenheit für den Zeitraum des Workshops ist verpflichtend. Eine Altersgrenze besteht nicht. Es können keine Kosten (Stipendium, Reisekosten o. ä.) übernommen werden. Der Workshop selbst ist kostenfrei.

In dem 5-tägigen Workshop vom 30. März - 03. April 2009 (jeweils 10:00 - 19:00 Uhr) werden Ideen sowie Konzepte auf ihre Praxistauglichkeit hin befragt. Erfahrene Künstler und Produzenten begleiten den Workshop als Dialogpartner. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem eigenen Material und die Erweiterung seines Möglichkeitsraumes. Weitere Schwerpunkte sind das Ausloten überzeugender Vermittlungsstrategien sowie die Such nach strukturellen Alternativen zu den klassischen Institutionen. Bei dieser Arbeit werden sich wechselnde Teams bilden, die in der freien Kombination ihrer eigenen Gedanken und Fähigkeiten komplexere Ideen skizzieren.

Ideenprämierung: 2 x 20.000 EURO für die Projektrealisierung.

Am 20. April 2009, zwei Wochen nach Ende des Workshops werden alle erarbeiteten Projektskizzen und deren Teamkonstellation der Jury präsentiert. Diese wählt die zwei qualifiziertesten Konzepte aus. Die Prämierung ist an die Realisierung der Projektidee in Berlin gebunden. Für die Umsetzung steht ein Zeitraum von 7–10 Monaten zur Verfügung. Die Zeitgenössische Oper Berlin betreut den gesamten Produktionsprozess inhaltlich und strukturell. Falls die beiden Gewinnerteams ihre Projekte mit Musikern des Kammerensemble Neue Musik Berlin realisieren möchten, unterstützt das KNM Berlin die ausgewählten Produktionen mit fünf kostenfreien Proben für maximal fünf Musiker.
» Details 26.04.2009, 20.30 Uhr Temporäre Kunsthalle Berlin Gemischtes Doppel Tage der Auswärtigen Kulturpolitik 
Gemischtes Doppel
Das Kammerensemble Neue Musik spielt Werke von Gästen des Berliner Künstlerprogramms im Rahmen der Tage der Auswärtigen Kulturpolitik "Menschen bewegen".

Programm
Oscar Bianchi
Zaffiro (2005) für 4 Instrumente
James Tenney
Timbres Nr. 1 (1967) für 4 Instrumente
Olga Neuwirth
Musik zu "Diagonal Symphony" von Viking Eggeling (2007) für Ensemble und Video
Dimitri Kourliandski
Four states of same (2005) für Ensemble und Stimme
Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau per tuba e live electronics (1987)
Marcelo Toledo
Resplandecenias de la nada (2002) für 7 Instrumente

Kammerensemble Neue Musik
Roland Kluttig, Leitung
Boris Filanovsky, Stimme
Robin Hayward, Tuba
Andre Bartetzki / Thomas Bruns, Klangregie

Götz Dihlmann, Technische Leitung

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte
Gudrun Reschke, Oboe
Winfried Rager, Klarinette
Theo Nabicht, Saxophon/ Bassklarinette
Naama Golan, Trompete
Matthias Jann, Posaune
Robin Hayward, Tuba
Alexandre Babel, Schlagzeug
Michael Weilacher, Schlagzeug
Christoph Grund, Klavier
Karin Schmeer-Rundel, Harfe
Seth Josel, Gitarre
Ekkehard Windrich, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello

„Gemischtes Doppel“ ist das musikalische Ergebnis einen künstlerischen Dialogs, der über einen längeren Zeitraum zwischen den Stipendiaten des Berliner Künstlerprogramms und den Solisten des KNM Berlin geführt wurde. Er spiegelt sich nicht nur in der Konstellation „Komponist/Interpret wider, die durch eine gemeinsame, intensive Probenarbeit der Musiker des KNM Berlin mit den diesjährigen Stipendiaten Oscar Bianchi, Dimitri Kourliandski sowie Marcelo Toledo entstand. Auch im Programm setzen sich die dialogischen Momente fort: So treffen Klassiker der Avantgarde wie James Tenney - dessen „Timbres Nr. 1“ erst letztes Jahr wiederentdeckt wurden -  und Luigi Nono in ihren Werken auf Arbeiten der aktuellen internationalen Komponistengeneration und Olga Neuwirth entwirft einen Soundtrack zur „Diagonal Symphony“ des Dadaisten und Experimentalfilmers Viking Eggeling.
» Details 27.05.2009, 19.00 Uhr
Podewils'sches Palais
Klosterstr. 68 -70
10179 Berlin
Gehörte Stadt
ohrenstrand auf dem pfefferberg
Mittwoch, 27.05.2009, 19 Uhr, Podewil (Foyer) + pfefferberg haus 13
Gehörte Stadt

Gehörte Stadt lädt Sie dazu ein, mit ihren Ohren zu sehen. Wer dabei sein möchte, muss lediglich etwas Vertrauen, große Neugierde und möglichst offene Ohren mitbringen. Um die unzählbaren Klänge und akustischen Räume Berlins möglichst ungestört auf sich einwirken zu lassen, werden Sie von einem persönlichen Guide, der sich um Ihre Sicherheit kümmert, blind durch die Stadt geführt. Erleben Sie Berlin mit den Ohren statt mit den Augen: Schon oft, aber noch nie bewusst Gehörtes wird Ihnen zu Gehör kommen: Tagtäglich verpassen Sie vermeintlich unspektakuläre akustische Ereignisse, die den Sound einer Stadt prägen. Wieso klingt alles plötzlich so anders, wenn Sie nichts sehen? Könnten Sie hören, dass Sie sich in Berlin befinden?
Ausgangspunkt des Hör-Gangs ist das Podewil am Alexanderplatz: Von hier aus führen unsere Guides Sie mit verbundenen Augen zu verschiedenen Hör-Punkten. Der Rundgang dauert eine gute Stunde und endet am pfefferberg, haus 13. Im zweiten Teil des Abends, der im haus 13 stattfindet, werden Klangphänomene aus dem Hör-Gang diskutiert und mit verschiedenen Klang-Spielen oder kurzen musikalischen Darbietungen einzelner Mitglieder des KNM Berlin thematisiert.

Ort: Treffpunkt ist das Podewil (Foyer), Klosterstr. 68-70, 10179 Berlin; U2 Klosterstraße - Zweiter Teil im pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 5 Euro (Kinder 2,50 Euro)
Kartenreservierung: Wegen beschränkter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, per E-Mail: info@ohrenstrand.net oder telefonisch unter: 030/24749870

Ein Projekt von ausland und des KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 30./31.05.2009, 20.00 Uhr Teatro de la Zarzuela, Madrid AURA Musiktheater
AURA
Musiktheater nach der Novelle „Aura“ von Carlos Fuentes (2009)

Musik und Libretto: José-María Sánchez-Verdú
Inszenierung: Susanne Øglænd
Bühnenbild: Mascha Mazur
Licht: Andreas Fuchs

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Sopran: Sarah Maria Sun
Mezzosopran: Truike van der Poel
Bass: Andreas Fischer
Zwei Stimmen im Ensemble: Martin Nagy, Guillermo Anzorena
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Auraphon: Experimentalstudio für akustische Kunst e.V.
Musikalische Leitung: José-María Sánchez-Verdú

Dauer: ca. 80 Minuten

Koproduktion von
Proyecto Gerhard Javier Güell Madrid
Biennale di Venezia, Biennale Musica
Musik der Jahrhunderte Stuttgart

weitere Aufführungen:
31. 5. 2009, Teatro de la Zarzuela, Madrid
17. und 18. Juli 2009, Theaterhaus Stuttgart,
 im Rahmen des Festivals „Der Sommer in Stuttgart“
1. Oktober 2009, Teatro Piccolo Venedig, im Rahmen der Biennale di Venezia
27. und 28. Januar 2010, Radialsystem Berlin, im Rahmen von Ultraschall - das Festival für neue Musik
» Details 10.06.2009, 19.00 Uhr Podewils'sches Palais + ohrenstrand auf dem pfefferberg,
pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176 Berlin
Gehörte Stadt
ohrenstrand auf dem pfefferberg
Gehörte Stadt

Gehörte Stadt lädt Sie dazu ein, mit ihren Ohren zu sehen. Wer dabei sein möchte, muss lediglich etwas Vertrauen, große Neugierde und möglichst offene Ohren mitbringen. Um die unzählbaren Klänge und akustischen Räume Berlins möglichst ungestört auf sich einwirken zu lassen, werden Sie von einem persönlichen Guide, der sich um Ihre Sicherheit kümmert, blind durch die Stadt geführt. Erleben Sie Berlin mit den Ohren statt mit den Augen: Schon oft, aber noch nie bewusst Gehörtes wird Ihnen zu Gehör kommen: Tagtäglich verpassen Sie vermeintlich unspektakuläre akustische Ereignisse, die den Sound einer Stadt prägen. Wieso klingt alles plötzlich so anders, wenn Sie nichts sehen? Könnten Sie hören, dass Sie sich in Berlin befinden?
Ausgangspunkt des Hör-Gangs ist das Podewil am Alexanderplatz: Von hier aus führen unsere Guides Sie mit verbundenen Augen zu verschiedenen Hör-Punkten. Der Rundgang dauert eine gute Stunde und endet am pfefferberg, haus 13. Im zweiten Teil des Abends, der im haus 13 stattfindet, werden Klangphänomene aus dem Hör-Gang diskutiert und mit verschiedenen Klang-Spielen oder kurzen musikalischen Darbietungen einzelner Mitglieder des KNM Berlin thematisiert.

Ort: Treffpunkt ist das Podewil (Foyer), Klosterstr. 68-70, 10179 Berlin; U2 Klosterstraße - Zweiter Teil im pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 5 Euro (Kinder 2,50 Euro)
Kartenreservierung: Wegen beschränkter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, per E-Mail: info@ohrenstrand.net oder telefonisch unter: 030/24749870

Ein Projekt von ausland und des KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 20.06.2009, 15.00, 17.00, 19.30 Uhr Rohrdamm 85/Ecke Nonnendammallee, Berlin Spandau ohrenstrand.net in Siemensstadt
HouseMusik
Siemens Dynamowerk/Verwaltungsgebäude
ohrenstrand.net in Siemensstadt
HouseMusik: Replik – Antwort/Gegenrede
Siemens Dynamowerk/Verwaltungsgebäude
Kammerensemble Neue Musik Berlin / Siemens Arts Program

Samstag, 20. Juni von 15.00 - 22.00 Uhr

Uraufführungen, Kompositionen und Installationen von und mit Mark Andre, Louis Andriessen,  Christopher Fox, Jean-Luc Hervé, Juliana Hodkinson, Gruppe Atonor, Studenten der Sound Studies — Akustische Kommunikation (Universität der Künste Berlin), Jan-Peter E.R. Sonntag, Erwin Stache, Stefan Streich

Von Jahr zu Jahr wandert die HouseMusik des Kammerensemble Neue Musik Berlin in verschiedene Quartiere der Stadt. Die diesjährige Kooperation mit dem Siemens Arts Program ermöglicht die künstlerische Auseinandersetzung mit zwei spektakulären, der Öffentlichkeit sonst kaum  zugänglichen Orten in der Berliner Siemensstadt: dem Dynamowerk und dem Verwaltungsgebäude der Siemens AG. Das gewählte Motto „Replik – Antwort/Gegenrede“ nimmt die Atmosphäre dieser Industrie- und Verwaltungsbauten in einem erweiterten Kontext auf. So konzipieren die eingeladenen Komponisten, Interpreten und Klangkünstler musikalische Entgegnungen zur Arbeitswelt, zum Alltag industrieller Produktion. Auf diese Weise werden Alltagsräume zu öffentlichen Orten der Kunst und Neue Musik verbindet sich mit Klanginstallationen, Talks und Experimenten zu einem Labyrinth des Hörens. Ihren Ursprung sieht die HouseMusik in der Tradition der privaten Hausmusikkonzerte, die sich in so unterschiedlichen Kontexten wie der Loftszene Chicagos und New Yorks, im Schönbergschen Verein für musikalische Privataufführungen oder im Hauskonzert des Biedermeier historisch prominent wiederfinden. Zudem stehen – in Anlehnung an Stadt- oder Museumsführungen – HouseMusik-Guides mit Hintergrundinformationen vermittelnd zur Seite. Sie begleiten das Publikum durch die Foyers, Innenhöfe, Seminarräume, Treppenhäuser und Fertigungshallen. Eine Etappe ist hierbei auch die ohrenstrand mobil-Architektur, die als Raum im Raum die Mosaikhalle mit außergewöhnlichen akustischen Eigenschaften ausstattet. Zu erleben ist auch eine fünfchörige Klanginstallation, arrangiert aus Aufnahmen persönlicher Hörporträts der Siemensstadt, die aus einem Projekt mit Mitarbeitern der Siemens AG unter Leitung des Berliner Komponisten Stefan Streich hervorgegangen ist.

Programm: Thomas Bruns, Carsten Seiffarth; Produktion: Verena Gutscher, Uwe Ozminski; PR: Mathias Maschat; Guides: Christa Brüstle, Martina Graf, David Magnus, Cornelia Schmitz, Lena Sperrfechter; Programmheft: Cornelia Schmitz, Lena Sperrfechter; ohrenstrand mobil: eyland 07: Jürgen Lehmeier, René Rissland Technische Leitung: Rob Feigel; Klangregie / Tontechnik: Andre Bartezki
Siemens Arts Program und Siemens Berlin
Projektinitiative: Christine Hildebrandt (Siemens Arts Program); Projektleitung: Jens Cording (Siemens Arts Program), Daniela Lehmann (Siemens Berlin); PR: Jennifer Eble (Siemens Arts Program)
 
Programm
Angelegt ist die HouseMusik diesmal in drei Rundgängen, die um 15.00, 17.00 und 19.30 Uhr beginnen und jeweils die gesamte Breite des Programms abdecken. Wer einen der drei Rundgänge vorab reserviert, kann optimal an der ganzen HouseMusik teilnehmen. Treffpunkt ist jeweils 15 Minuten vor Beginn der einzelnen Rundgänge am Infopoint im Verwaltungsgebäude.

DYNAMOWERK
Achtung: Kein Nacheinlass im Dynamowerk!
Louis Andriessen: Workers Union › Flöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass
Jan-Peter E.R. Sonntag: d-balancing – Komposition / Installation für 6-Kanal Subsonic-System / Zuspielung und vier Live-Musiker (UA) › Kontrabass, Tuba, Kontrabassklarinette, Piccolo-Flöte
Juliana Hodkinson: Scrape (UA) › Violoncello
Christopher Fox: Unreasonable Strains (UA) › Bassklarinette, Altsaxophon, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, E-Gitarre
15.00 – 16.00, 18.00 – 19.00, 20.00 – 21.00

VERWALTUNGSGEBÄUDE
E2096:
Stefan Streich & Mitarbeiter der Siemens AG: Hinter unserem Rücken (UA)
permanent
MOSAIKHALLE:
Jean-Luc Hervé: Réplique partie I (DE) › Flöte, Klarinette, E-Piano, Violine, Violoncello, Live-Elektronik
16.15 – 16.30, 17.30 – 17.45, 21.15 – 21.30
ohrenstrand mobil Aktionen:
16.45 – 17.15, 19.15 – 19.45, 21.30 – 22.00
EICHENSAAL:
Mark Andre: iv 4 (UA) Flöte, Klarinette, Oboe, Tuba
16.30 – 16.45, 17.15 – 17.30, 21.30 – 21.45
Talk mit den HouseMusik-Guides
17.45 – 18.30, 19.45 – 20.30
SEMINARRAUM:
Jean-Luc Hervé: Réplique partie II (DE)
16.45 – 17.00, 17.00 – 17.15, 19.15 – 19.30, 21.45 – 22.00
TREPPENHAUS: Gruppe Atonor
Erwin Stache: Ab und An auch Auf und Ab: Musik in 12 Kabinen für 6 Menschen und Selbstspielobjekte – Eine Paternoster-Performance › Präpariertes Scherengitter, elektronischer Hometrainer, Nervtöner, 87,3 Kilo Ohm, midifizierte Telefone und Weiteres
15.30 – 15.45, 17.00 – 17.15, 18.30 – 18.45, 19.30 – 19.45, 20.30 – 20.45
HOF 4 und C2110 MEETING POINT: 4 x hof – Klanginstallationen
Studenten des 2. Jahrgangs des Studiengangs Sound Studies – Akustische Kommunikation (UdK Berlin)
Robert Schwarz: poor mans wfs
Daniela Imhoff: flieg, vöglein flieg
Su-Ann Goh, Christof Wenta, Thomas Wochnik: Ünvention
Damian Rebgetz: speaker on a swing
permanent
FOYER Nonnendammallee: radio rohrdamm – zwei hörstationen
Studenten des 3. Jahrgangs des Studiengangs Sound Studies – Akustische Kommunikation (UdK Berlin)
Marco Montiel-Soto: Siemensphonie von einer Utopie oder, wie das Vergehen der Zeit mit ihren Erinnerungen die Stimme einer im Gedächtnis verlorenen Stadt bricht
Olga Ulkova: The birds and the bees
Philipp Kullen, Timo Schneider: Brückenschlag
Jan Zimmermann: Irritationen
Daisuke Ishida: siemens tophits 20
Bastus Trump: Heimat – Siemensstadt
Alois Spät, David Rusitschka: Gesänge der Fahnenmasten
Tamer Fahri Özgönenc, Markus Hübner: MARKUS UND TAMER
Danny Schwohl, Pheline Binz: stadtstruktur
Konrad Kassing, Marc Poppcke: Streifzug durch die Gemeinde – Ein akustischer Rundgang durch Berlin Siemensstadt
Harald Christ: drawers
Elen Flügge, Jana Sotzko: Lecture on Siemens
Steffen Martin, Marco Alexander Fox: ssssss
permanent


Mitwirkende

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Rebecca Lenton › Flöte; Gudrun Reschke › Oboe; Winfried Rager › Klarinette/Bassklarinette; Theo Nabicht › Saxophon; Samuel Stoll › Horn; Naama Golan › Trompete; Daniel Ploeger › Posaune; Robin Hayward › Tuba; Alexandre Babel › Schlagzeug; Tobias Schwenke › E-Piano; Seth Josel › E-Gitarre; Ekkehard Windrich › Violine; Kirstin Maria Pientka › Viola; Ringela Riemke › Violoncello; Lars Burger › Kontrabass
Gruppe Atonor
Daniel Alekow, Maximilian Hensel, Katharina Schade, Benjamin Stache, Tillmann Steiner, Constantin Suppé; Leitung & Objekte: Erwin Stache
Mitarbeiter der Siemens AG
Martin Fornalski, Malcolm Gammisch, Ariane Geisler, Ulrich Hartwig, Chris Kakuschke, Angelika Kittinger, Erich Kittinger, Stefan Klipstein, Lorenz Schlüter, Petra Sobotta, Thomas Thomas, Elio Luis Torres Valdivia, Roswitha Wagner, Sebastian Weisner, Monika Wulf; Leitung: Stefan Streich
Studenten der Sound Studies – Akustische Kommunikation (UdK Berlin), Teilbereich Experimentelle Klanggestaltung
Leitung: Sam Auinger

Kartenvorbestellung und Info:
info@ohrenstrand.net oder 030 / 24 74 98 70
Tickets zu 8,-/ 5,- Euro (berechtigen zur Teilnahme an einem Rundgang und den permanenten Installationen)
Hinweis: Gerne möchten wir Sie um Kartenvorbestellung bis zum 18. Juni bitten.
Buchbar sind Rundgänge um 15.00, 17.00 und 19.30 Uhr, die jeweils das gesamte Programm beinhalten.
Treffpunkt ist jeweils 15 Minuten vor Beginn der einzelnen Rundgänge am Infopoint im Verwaltungsgebäude.
Kartenabholung ab 14.00 Uhr.
Infopoint, Kasse und Kartenabholung, Treffpunkt für alle Rundgänge: Rohrdamm 85/Ecke Nonnendammallee.
Anfahrt: U7 Rohrdamm; Umstieg von Ringbahn: Jungfernheide; Umstieg von U2: Bismarckstraße
Fahrzeiten ab Charlottenburg/Wilmersdorfer Straße: 11 min, ab Alexanderplatz: 35 min, ab Schönhauser Allee: 26 min

Informationen im Internet:
www.kammerensemble.de
www.ohrenstrand.net
www.siemensartsprogram.de

HouseMusik ist ein Projekt des Kammerensemble Neue Musik Berlin in Kooperation mit dem Siemens Arts Program im Rahmen von ohrenstrand.net, gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin. In Zusammenarbeit mit der Siemens AG, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Zeitgenössischen Oper Berlin, der singuhr – hoergalerie und der TU Berlin (Fachgebiet Audiokommunikation).
» Details 27.06.2009, 20.00 Uhr Cité de la Musique, Paris 1989, Berlin Kammerensemble Neue Musik Berlin/
Sonia Wieder-Atherton 
Johann Sebastian Bach
Suite pour violoncelle seul n° 3
Helmut Lachenmann
Reigen seliger Geister, pour quatuor à cordes
Johann Sebastian Bach
Suite pour violoncelle seul n° 5
Pierre Jodlowski
Berlin, Mémoires Aléatoires (extrait : Is It This?)

Sonia Wieder-Atherton, Violoncello
KNM Berlin
KNM Quartett

Les photos du violoncelliste Mstislav Rostropovitch encourageant les Berlinois à briser le mur ont fait le tour du monde. Il raconte lui-même : « J’ai pris le premier avion pour aller y jouer des Suites de Bach, les plus joyeuses pour célébrer l’événement. Mais je ne pouvais pas oublier tous ceux qui avaient laissé leur vie… J’ai donc joué la sarabande de la Troisième Suite à leur mémoire, et j’ai remarqué un jeune homme qui pleurait. »

(Libération, novembre 2005) Deux mois avant cet événement mémorable, le compositeur Helmut Lachenmann en célébrait un autre, à sa manière : le Bicentenaire de la Révolution française, auquel son quatuor à cordes, dont le titre est emprunté à l’Orphée de Gluck, rend un discret et bel hommage. « Un plaidoyer de l’imagination pour les habits neufs de l’empereur », dit-il.

» Details 17./18.07.2009, 20.00 Uhr Theaterhaus Stuttgart AURA Musiktheater 
AURA
Musiktheater nach der Novelle „Aura“ von Carlos Fuentes (2009)

Musik und Libretto: José-María Sánchez-Verdú
Inszenierung: Susanne Øglænd
Bühnenbild: Mascha Mazur
Licht: Andreas Fuchs

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Sopran: Sarah Maria Sun
Mezzosopran: Truike van der Poel
Bass: Andreas Fischer
Zwei Stimmen im Ensemble: Martin Nagy, Guillermo Anzorena
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Auraphon: Experimentalstudio für akustische Kunst e.V.
Musikalische Leitung: José-María Sánchez-Verdú

Dauer: ca. 80 Minuten

Koproduktion von
Proyecto Gerhard Javier Güell Madrid
Biennale di Venezia, Biennale Musica
Musik der Jahrhunderte Stuttgart

weitere Aufführungen:
1. Oktober 2009, Teatro Piccolo Venedig, im Rahmen der Biennale di Venezia
27. und 28. Januar 2010, Radialsystem Berlin, im Rahmen von Ultraschall - das Festival für neue Musik
» Details 07./08.08.2009, 20.00 Uhr Kampnagel, Hamburg schleswig-holstein musik festival Wendezeiten 1789/1989 
WENDEZEITEN 1789/1989

Akademie für Alte Musik Berlin
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Pamela Meyer-Arndt Regie
Andreas Höfer Filmrecherche und Kamera
Ilka Seifert, Folkert Uhde, Thomas Bruns, Bettina Sluzalek, Konzeption und Dramaturgie

Eine Konzertinstallation über Endzeiten und Aufbrüche mit Werken von J. Haydn, F.I. Beck, C.Ph.E. Bach, H. Lachenmann, H. Oehring, G. Katzer und Texten aus dem Deutschland zur Zeit der Französischen Revolution sowie Dokumentarfilmmaterial aus der Endzeit der DDR.

Deutsche Geschichte hautnah erleben, sich selbst ein (Klang-)Bild davon machen, was die Menschen, vor allem die Künstler, bewegte: das erlaubt die Konzertinstallation, welche das Radialsystem V in Berlin gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Kammerensemble Neue Musik Berlin zum diesjährigen Länderschwerpunkt Deutschland des SHMF präsentiert. In unterschiedlichen Räumen der Hamburger Spielstätte Kampnagel kann sich der Zuschauer auf eine Entdeckungsreise machen, deren Verlauf und Ausgang er selbst bestimmt. Zu Gehör gegeben und miteinander konfrontiert werden Textdokumente, Zeitzeugenberichte und Musik aus Deutschland vor der Französischen Revolution sowie aus der Zeit vor und um die Wende 1989. Erstmals wird in Zusammenhang mit diesem Projekt bisher unveröffentlichtes Filmmaterial zu sehen sein: Dokumentationen aus der ehemaligen DDR, die Studenten der Filmhochschule Babelsberg – unter ihnen Andreas Dresen, bekannt geworden u.a. mit Filmen wie »Halbe Treppe« oder »Wolke 9« – gedreht haben und deren Vorführung damals verboten wurde. Der Zuschauer entscheidet selbst, welche Aspekte der Installation er sehen und hören möchte – Film oder Lesung? Mozart und Carl Philipp Emanuel Bach oder Georg Katzer und Helmut Lachenmann? Und auch am Ende der Konzertinstallation wird es ihm überlassen, für welches »Finale« er sich entscheidet – eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Auf- und Umbrüchen für alle Sinne.

Musikprogramm

Franz Ignaz Beck (1734-1809)
Sinfonie g-Moll op. 3, Nr. 3 für Streicher Oboen, Hörner
Allegro con spirito - Andante poco adagio - Minuetto - Presto
   
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Sinfonie h-Moll für Streicher und B.c. Wq 182,5 (H661)
Allegretto - Larghetto - Presto
   
Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie Nr. 44 e-Moll Hob. I:44 „Trauersymphonie“
Allegro con brio - Menuetto: Allegretto (Canone in Diapason) - Adagio - Finale: Presto
 
Helmut Oehring (*1961)
Nr. 1 (aus: KOMA)
für 2 Gitarren

Nr. 3 (aus: KOMA)
für Septett
mit
Video (aus: KOMA)

Helmut Lachenmann (*1935)
Streichquartett Nr. 2
„Reigen seliger Geister“
   
Georg Katzer (*1935)
Mon 1789
Mein 1989
 
Ein Projekt von Schleswig-Holstein Musik Festival und RADIALSYSTEM V in Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg. In Koproduktion mit NDR Das Alte Werk und NDR das neue werk.
Projektmanagement: Uhde & Harckensee MusikManagement

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