Saison 2016/17

Programm


24.06.2017, 20:00 Uhr, Radialsystem V - Die Welt nach Tiepolo: asien
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Die Welt nach Tiepolo - Ensemble KNM Berlin & friends
ASIEN
Sa, 24. Juni 2017,  20:00 Uhr
Radialsystem V

Dufourt entdeckt in Tiepolos ASIEN ein Gespenst von Geschwindigkeiten, Turbulenzen, schwankenden Räumen, verflochtenen Achsen und Schleifen. ASIEN ist bunt, lebendig und mit einer unbestimmten Zukunft. Zugleich eröffnen die Klänge dieses Kontinents eine religiöse Welt.

Ensemble KNM Berlin
Martin Riches, singing machine
Uz Azer, Stimme/Sitar
Wang, Ying-Chieh, Erhu

Hugues Dufourt: L’Asie d’après Tiepolo für Ensemble
Giacinto Scelsi: Manto für eine singende Viola-Spielerin
Fang-Yi Lin: Der Qualm aus dem fernen Land (WP) für Vokalisten, Sitar, Erhu und Ensemble
Masahiro Miwa: hitonokiesari
Introduction and Recital of a poem by Sadakazu Fujii für Singing Machine, Ein Ton and neun Spieler

Ticket: 18,- / 11,- EUR (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
KNM-Pass 4 Konzerte: 54,- / 33,- EUR

Telefonische Ticketreservierung: 030 / 288 788 588

Ticketverkauf im Internet: ➠ hier

Veranstaltungsort
Radialsystem V
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin

Fahrverbindung S-Bahn Ostbahnhof

„Die Welt nach Tiepolo“ ist ein Projekt des Ensembles KNM Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik, des Goethe-Instituts und der Berliner Kulturverwaltung. In Zusammenarbeit mit dem Radialsystem V, CTM Festival, Secretaría de Relaciones Exteriores / México, dem Deutsch-mexikanischen Kulturjahr, dem Ensemble LIMINAR, Eklekto Geneva percussion center und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Institut für Kultur- und Medienmanagement. Medienpartner: kulturradio vom rbb

06./07.05.2017, KunstFestSpiele Herrenhausen - Das Stereoskop der Einzelgänger
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KunstFestSpiele Herrenhausen
6. Mai 2017 | 7. Mai 2017
18:00/20:00 | 15:00/17:00
Hannover Herrenhausen - Galerie

Ana Maria Rodriguez, Komposition | Ingrid von Wantoch Rekowski, Regie | Fred Pommerehn, Bühne/Licht

Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronik/Kemençe | Annapaola Leso, Tanz
Andre Bartetzki, Klangregie

KNM Berlin
Matthew Conley, Trompete | Theodor Flindell, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Cosima Gerhardt, Violoncello

Die argentinische Komponistin Ana Maria Rodriguez, die belgische Regisseurin Ingrid von Wantoch Rekowski und der amerikanische Bühnenbildner/Lichtdesigner Fred Pommerehn setzen sich mit dem argentinisch-italienischen Autor Juan Rodolfo Wilcock auseinander.

“Das Stereoskop der Einzelgänger” ist eine 1972 erschienene Sammlung von sechsundsechzig Erzählungen Wilcocks, in denen er siebzig Einzelgänger portraitiert: kannibalische Liebespaare, im Alltag verunglückte Götter, die Sonne nicht ertragene Nerds, in den unendlichen Weltraum geschossene Probanden, arbeitslose Engel, endlos redende Alleinunterhalter oder Kranke, deren Blick in den Spiegel zum einzigen sozialen Kontakt wird. Sie heißen Corfu, Brasco, Fritty oder Lorbio und verteidigen um den Preis der Weltentfremdung obsessiv, mutig, verrückt und sensibel ihren Lebensentwurf.
Wilcocks Sprache, mit alltäglichen Grausamkeiten gespickt, ist gleichzeitig scharf konstruiert und humorvoll pointiert als auch phantastisch bizarr und exzentrisch eigensinnig. Er lässt die labyrinthische Welt eines Hyronimus Bosch der Literatur entstehen, in der Menschliches und Tierisches, Menschen und Monster ohne Grenzen verschwimmen.
Ana Maria Rodriguez, Ingrid von Wantoch Rekowski und Fred Pommerehn interpretieren diese verstörende, beunruhigende Welt mit Mitteln der Musik, des Theaters und der Installation – teils sukzessiv, teils simultan.
Sie konstruieren einen musealen und musikalischen Parcours, der das Publikum durch verschiedene Räume führt. Der erste Raum erschließt das Wilcocksche Universum als Fotogalerie, in der die Figuren ausgewählter Geschichten portraitiert werden. Der zweite Raum erzählt musikalisch-installativ die Geschichte von „Mör“, der von seinen Kameraden in den Weltraum auf eine parabolische Umlaufbahn mit Verpflegung für vierzig Jahre gesendet wird.
Einmal im Saal angekommen eröffnet sich dem Publikum der Blick auf eine seltsame Stadt, die ein wundersames Orchester – halb Mensch, halb Tier – beheimatet.
Dort versuchen die Musiker das Unmögliche: trotz Isolation, zunehmenden  persönlichen Obsessionen und Handicaps der Utopie einer gemeinsamen musikalischen Sprache zu folgen.

Eine Produktion des Ensemble KNM Berlin. In Koproduktion mit Césaré, Centre national de création musicale de Reims / Reims Scènes d’Europe, Manège de Reims Scène nationale, gmem-CNCM-marseille und Lucilia Caesar. Mit freundlicher Unterstützung der Fédération Wallonie-Bruxelles, der Kulturverwaltung des Landes Berlin und des Deutsch-Französischen Fonds für zeitgenössische Musik / Impuls neue Musik.

Foto: Pierre Gondard
29.04.2017, 20:00 Uhr, Radialsystem V - Die Welt nach Tiepolo: europa
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Die Welt nach Tiepolo - Ensemble KNM Berlin & friends
EUROPA
Sa, 29. April 2017, 20:00 Uhr
Radialsystem V