2016-2019

Wann
Wo
Veranstaltung
2016

08.-10.07.2016, 20:00/19:00 Uhr

Uferstudios Berlin

Spur

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Fr, 08. & Sa, 09. Juli, 20:00 Uhr
So, 10. Juli, 19:00 Uhr

Uferstudios Berlin

SPUR
Tanz & Musik
mit Musik von Beat Furrer in einer Choreografie von Shang-Chi Sun

Beat Furrer
Phasma für Klavier
Solo für Cello

Company Shang-Chi Sun
Shang-Chi Sun, Choreografie | Hans Fründt, Licht/Bühne | Samuel Jack Denton, Tanz | Malcom Sutherland, Tanz | Ying Ting An, Tanz | Samuel Déniz Falcón, Tanz

Ensemble KNM Berlin
Frank Gutschmidt, Klavier | Ringela Riemke, Violoncello

Der taiwanesische Choreograf Shang-Chi Sun widmet sich mit der Tanz- und Musikproduktion SPUR den faszinierenden Ebenen der Stücke „Solo“ für Violoncello (1999) und „Phasma“ für Piano (2002) des Schweizer Komponisten Beat Furrer. Dazu führt er seine Zusammenarbeit zwischen Tanz und neuer Musik mit dem Ensemble KNM Berlin weiter, die 2014 mit der Aufführung von „The Photographer“ zur Musik von Philip Glass begann.
SPUR ist eine Interaktion zwischen Tanz und Musik und trägt das Geheimnis einer auf den Moment komprimierten Erzählung in sich: Zeit, Raum und Bewegung sind unauflösbar verbunden. Bewegung als Abdruck ist gefroren, erstarrt und sedimentiert. Sie wird zum Abbild einstigen Geschehens, das Imagination und Realität, Vergangenheit und Gegenwart auf poetische Weise miteinander verbindet.
Beat Furrer beschreibt sein Komponieren als eine Spurensuche im Klanglichen, als ein Freilegen von Schichten, der Arbeit eines Archäologen gleich. Das Material projiziert er in einem mehrschichtigen Prozess von simultanen Bewegungsabläufen in die Zeit. Sie überlagern, überblenden und filtern sich.
Auf diese musikalischen Prozesse trifft die Choreografie von Shang-Chi Sun. In seinen jüngsten Produktionen widmete sich Shang-Chi Sun intensiv der Verbindung zwischen Körper, Geist und der sich verändernden Wirklichkeit. Seine Choreografien sind von hoher Präzision und Physikalität gekennzeichnet und von einer einzigartigen Körpersprache zwischen fernöstlichen und westlichen Bewegungstraditionen geprägt.
In SPUR konzentriert er sich nun auf die Suche nach dem „Gewicht“ der Bewegung: Spuren im Wald hinterlassen zum Beispiel Geschichten: Geschichten des Menschen, der sie gemacht hat und Geschichten der Zeit, des Windes und des Regens, die sie verändert haben. Die Vergangenheit des Schrittes und die Gegenwart seiner späteren Wahrnehmung durch den, der ihnen folgt, finden zusammen. Diese Mischung aus Beobachtung, Fantasie und physischer Wahrnehmung finden sich in den choreografischen Methoden Shang-Chi Suns wieder. Seine Bewegungen lässt er immer wieder aus einem minimalen Ansatz entstehen: eine Spur ist zuerst einmal Gewicht, aber auch Gewichtsverlagerung, dann Ansatz, Fortbewegung und der Startpunkt für komplexere Entwicklungen.


Eine Produktion von Company Shang-Chi Sun in Zusammenarbeit mit dem Ensemble KNM Berlin.
www.shangchi.de - www.kammerensemble.de
 
Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatskanzlei - Kulturverwaltung des Landes Berlin, das Kulturministerium der Republik China (Taiwan) und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Die Recherche-Residenz 2015 wurde unterstützt von La Briqueterie und dem Centre Culturel de Taiwan in Paris.
Vielen Dank an die Uferstudios, die Freie Volksbühne Berlin, die fabrik Potsdam, Robert Witzsche Medien Design und HVS Plakat.
Medienpartner: kulturradio vom rbb und visit Berlin



22.06.2016, 20:00 Uhr

Galerie Parterre Berlin

Hommage à Edison Denissow

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Mi, 22. Juni, 20:00 Uhr
Galerie Parterre Berlin

Hommage à Edison Denissow
„Musik ist eine Kunst logischen Denkens“

Der russische Komponist Edison Denissow studierte zuerst Mathematik bevor er sich der Musik widmete. Anfangs von Dmitri Schostakowitsch gefördert, grenzte er sich später von dessen Einfluss ab und wandte sich zunehmend westlichen Vorbildern der Gegenwartsmusik - insbesondere aus dem französischen Raum - zu. Von 1968 bis 1970 arbeitete Denissow im Experimentalstudio für elektronische Musik in Moskau. Er gab private Unterrichtsstunden in Komposition und lehrte am Moskauer Konservatorium Instrumentation und Partiturspiel, da man ihm aufgrund seiner avantgardistischen Tendenzen keine Kompositionsklasse anvertrauen wollte. Gleichwohl war er als Lehrer sehr begehrt und galt als heimliche Autorität - nicht nur für seine damalige Studentin und heute in Berlin lebende Komponistin Alexandra Filonenko. Erst 1992, zwei Jahre vor seiner Emigration nach Frankreich, erhielt er eine Professur für Komposition am Moskauer Konservatorium.
„Musik ist eine Kunst logischen Denkens.“ So umschreibt Edison Denissow selbst seinen künstlerischen Ansatz, der das Gleichgewicht aus Kunst und Denken, aus rationaler Ordnung und emotionaler Wachheit sucht.
Ein Blick in seine Partituren zeigt eine beeindruckende formale Klarheit, wie wir sie aus der zweiten Wiener Schule von Anton Webern oder auch später von Pierre Boulez kennen. Diese elegante Transparenz im Ausdruck in Verbindung mit einer zugleich poetisch als auch logischen Stimmführung gilt als sein musikalisches Vermächtnis.

Edison Denissow
Trio für Violine, Viola und Violoncello

Anton Webern
Streichtrio op. 20

Edison Denissow
Quartett  18’   1989
für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

Alexandra Filonenko
Offret
für Bassklarinette und Violoncello

Pierre Boulez
Domaines

Ensemble KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte | Theo Nabicht, Klarinette/Bassklarinette | Theodor Flindell, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Cosima Gerhardt, Violoncello



10./11.06.2016, 20/21/22:00 Uhr,

Ballhaus Ost Berlin

Das Stereoskop der Einzelgänger

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Fr & Sa 10./11. Juni 2016
jeweils 20:00/21:00/22:00 Uhr
Ballhaus Ost Berlin

Das Stereoskop der Einzelgänger
Musik | Theater | Installation
nach Juan Rodolfo Wilcock
 
Dauer: ca. 45’

Ana Maria Rodriguez, Komposition|Ingrid von Wantoch Rekowski, Regie|Fred Pommerehn, Bühne/Licht

Annapaola Leso, Tanz|Ana Maria Rodriguez, Live-Electronics/Kemençe|Andre Bartetzki, Klangregie

Ensemble KNM Berlin
Matthew Conley, Trumpet|Theodor Flindell, Violine/Bandurria|Kirstin Maria Pientka, Viola|Cosima Gerhardt, Violoncello

Natacha Muslera, Sprachaufnahmen

Gabriele Kortmann, Kostüme

Portraitgalerie zum «Stereoskop der Einzelgänger» nach J.R.Wilcock
Ingrid von Wantoch Rekowski, Regie|Manolo Sellati, Assistent|Regine Becker, Kostüme|Léo Becker/Théo Boermans, Fotografen|Petar Ivanov, Vivyane Dewals, Maske|Alain Tajchman, Grafik

Darsteller
Candy Saulnier, Die Sirene|Aurélien Dubreuil-Lachaud & Manon Joannotéguy, Die Liebenden |Angelo Dello Spedale Catalano, Der Zentaur|Dominique Grosjean, Die Lesende|Cécile Leburton, Die Meduse|Aurelio Mergola, Die Spinne|Pietro Pizzuti, Der natürliche Sohn|Annette Sachs & Fryderyk de Peslin Lachert, Der Engel|Anne-Marie Loop & Selma Alaoui, Die Stickerinnen|Simon Espalieu, Der Prahlhans|Pascal Crochet, Der Donner|Mathieu Fonteyn & Adèle Vandroth, Appartement I|Cyrille Aron/Paul Aron/Vladimir Aron/Isabelle Dumont, Die Kaninchen/Das Roulette/Die Kleider

Die argentinische Komponistin Ana Maria Rodriguez, die belgische Regisseurin Ingrid von Wantoch Rekowski und der amerikanische Bühnenbildner/Lichtdesigner Fred Pommerehn setzen sich erstmalig in Berlin mit dem argentinisch-italienischen Autor Juan Rodolfo Wilcock auseinander.
“Das Stereoskop der Einzelgänger” ist eine 1972 erschienene Sammlung von sechsundsechzig Erzählungen Wilcocks, in denen er siebzig Einzelgänger portraitiert: kannibalische Liebespaare, im Alltag verunglückte Götter, die Sonne nicht ertragene Nerds, in den unendlichen Weltraum geschossene Probanden, arbeitslose Engel, endlos redende Alleinunterhalter oder Kranke, deren Blick in den Spiegel zum einzigen sozialen Kontakt wird. Sie heißen Corfu, Brasco, Fritty oder Lorbio und verteidigen um den Preis der Weltentfremdung obsessiv, mutig, verrückt und sensibel ihren Lebensentwurf.
Wilcocks Sprache, mit alltäglichen Grausamkeiten gespickt, ist gleichzeitig scharf konstruiert und humorvoll pointiert als auch phantastisch bizarr und exzentrisch eigensinnig. Er lässt die labyrinthische Welt eines Hyronimus Bosch der Literatur entstehen, in der Menschliches und Tierisches, Menschen und Monster ohne Grenzen verschwimmen.
Ana Maria Rodriguez, Ingrid von Wantoch Rekowski und Fred Pommerehn interpretieren diese verstörende, beunruhigende Welt mit Mitteln der Musik, des Theaters und der Installation – teils sukzessiv, teils simultan.
Sie konstruieren einen musealen und musikalischen Parcours, der das Publikum durch verschiedene Räume führt.  Der erste Raum erschließt das Wilcocksche Universum als Fotogalerie, in der die Figuren ausgewählter Geschichten portraitiert werden. Der zweite Raum erzählt musikalisch-installativ die Geschichte von „Mör“, der von seinen Kameraden in den Weltraum auf eine parabolische Umlaufbahn mit Verpflegung für vierzig Jahre gesendet wird.
Einmal im Saal angekommen eröffnet sich dem Publikum der Blick auf eine seltsame Stadt, die ein wundersames Orchester – halb Mensch, halb Tier – beheimatet.
Dort versuchen die Musiker das Unmögliche: trotz Isolation, zunehmenden  persönlichen Obsessionen und Handicaps folgen sie der Utopie einer gemeinsamen musikalischen Sprache.

Das Stereoskop der Einzelgänger ist eine Produktion des Ensemble KNM Berlin. In Koproduktion mit Césaré, Centre national de création musicale de Reims / Reims Scènes d’Europe, Manège de Reims Scène nationale, gmem-CNCM-marseille und Lucilia Caesar. In Zusammenarbeit mit Ballhaus-Ost sowie mit freundlicher Unterstützung der Fédération Wallonie-Bruxelles und der Kulturverwaltung des Landes Berlin.



24.05.2016, 20:30 Uhr

BKA Berlin

Unerhörte Musik

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Di 24. Mai 2016, 20:30 Uhr
BKA Berlin

Marco Stroppa
Osja  22’   2005/2008
Seven Strophes for a Litery Drone

Johannes Boris Borowski
Klaviertrio  15’   2013

Sven-Ingo Koch
Hommages for Clarinet and Piano  10’   2008

Clara Ianotta
Limun  10’   2011
for violin, viola and two page turner

Marco Stroppa
Hommage à Gy.K.  18’   1997-2003, 2011
pour clarinette, alto et piano

Ensemble KNM Berlin
Horia Dumitrache, Klarinette | Frank Gutschmidt, Klavier | Theodor Flindell, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Ringela Riemke, Violoncello

für Ma.S.

Wissenschaftliches Denken und künstlerischer Ausdruck finden bei Marco Stroppa zu einer selbstverständlichen und natürlichen Einheit wie kaum bei einem zweiten Komponisten. Die umfassenden Erfahrungen mit dem computergestützten Komponieren bilden die Grundfolie seiner Werke, die häufig von poetischen Texten, einem umsichtigen Engagement in ökologischen Fragen und sozialpolitischen Belangen oder persönlichen Künstlerkontakten inspiriert sind.
Auch die beiden im Programm stehenden Werke beziehen sich auf Künstlerfreunde oder deren Arbeiten. In „Osja“ werden emblematisch zwei Gedichte des russischen Autors Joseph Brodsky verwendet und die „Hommage à Gy.K.“ ehrt den Komponistenkollegen György Kurtàg auf faszinierende Art: sie basiert auf Kurtags Werk „Hommage à R. Sch.“, das wiederum auf Robert Schumanns Märchenerzählungen op. 132 beruht. Es eröffnet sich also ein kompositorischer Kosmos aus Bezügen und Anspielungen.
Sven Ingo Kochs „Hommages - Vier kleine Stücke“ stellen dagegen eine Ausnahme in seinem Schaffen dar. Sie folgen zwar den Spuren der großen Tradition der deutschen Romantik, benutzen aber gleichzeitig die expressive Sprache des 21. Jahrhunderts.
„Limun“, ein immerblühender Zitronenbaum, gab dem Duo für Violine und Viola mit zwei Seitenwendern von Clara Ianotta seinen Namen. Mit sensiblen Mitteln dehnt sie in diesem filigranen Werk den Rahmen der Kammermusik, indem die Notenblätterer auch musikalische Aufgaben übernehmen. Die Idee der erweiterten Kammermusik finden wir auch in „Osja“ von Marco Stroppa wieder: die Musiker wechseln zu jedem Satz ihre Sitzposition.
Die „Arbeit am Detail und das spontane Entdecken von neuen Momenten inklusive neuer formaler Möglichkeiten“ sind für Johannes Boris Borowski wichtige Momente beim Komponieren. Die Interpretation seines Klaviertrios, das sich mit der Veränderung von Identität befasst, vervollständigt den Blick des Ensembles KNM Berlin auf die heutige Kammermusik.



14./15.05.2016

Le Théâtre National de Marseille La Criée

Le Stéréoscope des Solitaires

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Sa & So 14./15. Mai 2016
18:00/20:30/21:30
16:00/18:00/19:00

Le Théâtre National de Marseille La Criée
im Rahmen des Festivals Les Musiques

Le Stéréoscope des Solitaires
Musik | Theater | Installation
nach Juan Rodolfo Wilcock
 
Dauer: ca. 45’

Ana Maria Rodriguez, Komposition|Ingrid von Wantoch Rekowski, Regie|Fred Pommerehn, Bühne/Licht

Annapaola Leso, Tanz|Ana Maria Rodriguez, Live-Electronics/Kemençe

Ensemble KNM Berlin
Matthew Conley, Trumpet|Theodor Flindell, Violine/Bandurria|Kirstin Maria Pientka, Viola|Cosima Gerhardt, Violoncello

Natacha Muslera, Sprachaufnahmen

Gabriele Kortmann, Kostüme

Portraitgalerie zum «Stereoskop der Einzelgänger» nach J.R.Wilcock
Ingrid von Wantoch Rekowski, Regie|Manolo Sellati, Assistent|Regine Becker, Kostüme|Léo Becker/Théo Boermans, Fotografen|Petar Ivanov, Vivyane Dewals, Maske|Alain Tajchman, Grafik

Darsteller
Candy Saulnier, Die Sirene|Aurélien Dubreuil-Lachaud & Manon Joannotéguy, Die Liebenden |Angelo Dello Spedale Catalano, Der Zentaur|Dominique Grosjean, Die Lesende|Cécile Leburton, Die Meduse|Aurelio Mergola, Die Spinne|Pietro Pizzuti, Der natürliche Sohn|Annette Sachs & Fryderyk de Peslin Lachert, Der Engel|Anne-Marie Loop & Selma Alaoui, Die Stickerinnen|Simon Espalieu, Der Prahlhans|Pascal Crochet, Der Donner|Mathieu Fonteyn & Adèle Vandroth, Appartement I|Cyrille Aron/Paul Aron/Vladimir Aron/Isabelle Dumont, Die Kaninchen/Das Roulette/Die Kleider

Die argentinische Komponistin Ana Maria Rodriguez, die belgische Regisseurin Ingrid von Wantoch Rekowski und der amerikanische Bühnenbildner/Lichtdesigner Fred Pommerehn setzen sich erstmalig in Berlin mit dem argentinisch-italienischen Autor Juan Rodolfo Wilcock auseinander.
“Das Stereoskop der Einzelgänger” ist eine 1972 erschienene Sammlung von sechsundsechzig Erzählungen Wilcocks, in denen er siebzig Einzelgänger portraitiert: kannibalische Liebespaare, im Alltag verunglückte Götter, die Sonne nicht ertragene Nerds, in den unendlichen Weltraum geschossene Probanden, arbeitslose Engel, endlos redende Alleinunterhalter oder Kranke, deren Blick in den Spiegel zum einzigen sozialen Kontakt wird. Sie heißen Corfu, Brasco, Fritty oder Lorbio und verteidigen um den Preis der Weltentfremdung obsessiv, mutig, verrückt und sensibel ihren Lebensentwurf.
Wilcocks Sprache, mit alltäglichen Grausamkeiten gespickt, ist gleichzeitig scharf konstruiert und humorvoll pointiert als auch phantastisch bizarr und exzentrisch eigensinnig. Er lässt die labyrinthische Welt eines Hyronimus Bosch der Literatur entstehen, in der Menschliches und Tierisches, Menschen und Monster ohne Grenzen verschwimmen.
Ana Maria Rodriguez, Ingrid von Wantoch Rekowski und Fred Pommerehn interpretieren diese verstörende, beunruhigende Welt mit Mitteln der Musik, des Theaters und der Installation – teils sukzessiv, teils simultan.
Sie konstruieren einen musealen und musikalischen Parcours, der das Publikum durch verschiedene Räume führt. Der erste Raum erschließt das Wilcocksche Universum als Fotogalerie, in der die Figuren ausgewählter Geschichten portraitiert werden. Der zweite Raum erzählt musikalisch-installativ die Geschichte von „Mör“, der von seinen Kameraden in den Weltraum auf eine parabolische Umlaufbahn mit Verpflegung für vierzig Jahre gesendet wird.
Einmal im Saal angekommen eröffnet sich dem Publikum der Blick auf eine seltsame Stadt, die ein wundersames Orchester – halb Mensch, halb Tier – beheimatet.
Dort versuchen die Musiker das Unmögliche: trotz Isolation, zunehmenden  persönlichen Obsessionen und Handicaps der Utopie einer gemeinsamen musikalischen Sprache zu folgen.


Das Stereoskop der Einzelgänger ist eine Produktion des Ensemble KNM Berlin. In Koproduktion mit Césaré, Centre national de création musicale de Reims / Reims Scènes d’Europe, Manège de Reims Scène nationale, gmem-CNCM-marseille und Lucilia Caesar. Mit freundlicher Unterstützung der Fédération Wallonie-Bruxelles und der Kulturverwaltung des Landes Berlin.



12.03.2016, 20:00 Uhr

Haus der Berliner Festspiele

MaerzMusik

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Samstag, 12. März, 20:00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Bühne

Lejaren Hiller & Leonard Isaacson
Illiac Suite: String Quartet No. 4
für Streichquartett (1957)

Iamus Computer
Colossus
für Klavier (2012)

Neues Werk
für Klavier (2016) UA

Neues Werk, Mutationen 1-3
für Klavier (2016) UA

Ensemble KNM Berlin
Theodor Flindell, Violine | Lisa Werhahn, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Andreas Voss, Violoncello

Gustavo Díaz-Jerez Klavier
Francisco José Vico Moderation (in englischer Sprache)

In Zusammenarbeit mit Melomics / Research Group in Biomimetics, Universität Málaga



25./26.02.2016, 20:15 Uhr

Théâtre La Chaux-de-Fonds

AMOK

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AMOK
Alma et Oskar. Opéra expressioniste
frei basierend auf und inspiriert von der Beziehung zwischen Alma Mahler und Oskar Kokoschka.
Libretto von Orianne Moretti.

25. und 26. Februar 2016, 20:15 Uhr
Théâtre populaire romand La Chaux-de-Fonds (Schweiz)

François Cattin, Komposition | Nicolas Farine, Musikalische Leitung | Orianne Moretti, Regie | Juliette Blondelle, Bühnenbild | Adoka Niitsu, Plastik | Nans Pierson, Choreografie | Florine Clap, Choreografieassistenz | David Messinger, Kostüme | Jacques Châtelet, Licht | Daniela Becker, Regieassistenz

Sophie Angebault, Mezzo-Sopran | Till Fechner, Bass-Bariton | Antonio Abete, Bass | Magali Arnault Stanczak, Koloratursopran | Christine Tocci, Mezzo-Sopran | Sébastien Obrecht, Tenor | David Ortega, Bariton | Julia Knecht, Sopran | Humberto Ayerbe Pino, Tenor | Julien Véronèse, Bass | Laure Slabiak, Alt

Ensemble KNM Berlin

Rebecca Lenton, Flöte | Gudrun Reschke, Oboe | Horia Dumitrache, Klarinette | Alexandre Babel, Schlagzeug | Pascal Viglino, Schlagzeug | Frank Gutschmidt, Klavier | Nathalie Amstutz, Harfe | Christine Paté, Akkordeon | Theodor Flindell, Violine | Michael Yokas, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Cosima Gerhardt, Violoncello | John Eckhardt, Kontrabass

AMOK ist die Geschichte jener „Welt des Gestern“, die auch immer die des Heute ist: die Welt, die der Erste Weltkrieg entfacht, die Überzeugungen zum Implodieren und Explodieren bringt und alle Empfindungen in einer Erfahrung der „Brutalisierung“ zusammen bindet.

AMOK das sind die Initialen von Alma Mahler und Oskar Kokoschka.
AMOK steht auch für den männlichen Amoklauf, mit dem man während des Ersten Weltkriegs die jungen Soldaten bezeichnete, die auf die feindlichen Linien zuhielten.
AMOK ist ein Spiel mit den Worten, der Liebe und dem Tod.

In Zusammenarbeit mit dem Festival Reims Scène d’Europe, der Opéra de Reims, der Jeune Opéra Compagnie de Neuchâtel, mit Correspondances Compagnie, Césaré, dem Théâtre de la Chaux-de-Fonds, der Fondation Mahler in Paris, dem Musée Jenish in Vevey und dem Institut Culturel d’Histoire Européenne in Lunéville. Mit freundlicher Unterstützung des Fonds de Création Lyrique, der Mission Centenaire, Centre Leclerc Champfleury und der Maison Fossier.



06.02.2016, 20:30 Uhr

Opéra de Reims

AMOK

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AMOK
Alma et Oskar. Opéra expressioniste
frei basierend auf und inspiriert von der Beziehung zwischen Alma Mahler und Oskar Kokoschka.
Libretto von Orianne Moretti.

06. Februar 2016, 20:30 Uhr
Opéra de Reims (Frankreich)
im Rahmen des Festivals Reims Scènes d’Europe

25. und 26. Februar 2016, 20:15 Uhr
Théâtre populaire romand La Chaux-de-Fonds (Schweiz)

François Cattin, Komposition | Nicolas Farine, Musikalische Leitung | Orianne Moretti, Regie | Juliette Blondelle, Bühnenbild | Adoka Niitsu, Plastik | Nans Pierson, Choreografie | Florine Clap, Choreografieassistenz | David Messinger, Kostüme | Jacques Châtelet, Licht | Daniela Becker, Regieassistenz

Sophie Angebault, Mezzo-Sopran | Till Fechner, Bass-Bariton | Antonio Abete, Bass | Magali Arnault Stanczak, Koloratursopran | Christine Tocci, Mezzo-Sopran | Sébastien Obrecht, Tenor | David Ortega, Bariton | Julia Knecht, Sopran | Humberto Ayerbe Pino, Tenor | Julien Véronèse, Bass | Laure Slabiak, Alt

Ensemble KNM Berlin

Rebecca Lenton, Flöte | Gudrun Reschke, Oboe | Horia Dumitrache, Klarinette | Alexandre Babel, Schlagzeug | Pascal Viglino, Schlagzeug | Frank Gutschmidt, Klavier | Nathalie Amstutz, Harfe | Christine Paté, Akkordeon | Theodor Flindell, Violine | Michael Yokas, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Cosima Gerhardt, Violoncello | John Eckhardt, Kontrabass

AMOK ist die Geschichte jener „Welt des Gestern“, die auch immer die des Heute ist: die Welt, die der Erste Weltkrieg entfacht, die Überzeugungen zum Implodieren und Explodieren bringt und alle Empfindungen in einer Erfahrung der „Brutalisierung“ zusammen bindet.

AMOK das sind die Initialen von Alma Mahler und Oskar Kokoschka.
AMOK steht auch für den männlichen Amoklauf, mit dem man während des Ersten Weltkriegs die jungen Soldaten bezeichnete, die auf die feindlichen Linien zuhielten.
AMOK ist ein Spiel mit den Worten, der Liebe und dem Tod.

In Zusammenarbeit mit dem Festival Reims Scène d’Europe, der Opéra de Reims, der Jeune Opéra Compagnie de Neuchâtel, mit Correspondances Compagnie, Césaré, dem Théâtre de la Chaux-de-Fonds, der Fondation Mahler in Paris, dem Musée Jenish in Vevey und dem Institut Culturel d’Histoire Européenne in Lunéville. Mit freundlicher Unterstützung des Fonds de Création Lyrique, der Mission Centenaire, Centre Leclerc Champfleury und der Maison Fossier.



23.01.2016, 20:00 Uhr

Radialsysem V Berlin

Pol(s)ka III - Ultraschall Berlin

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Sa 23. Januar 2016, 20:00 Uhr
Radialsystem V,  Berlin

Cezary Duchnowski
Parallels für Ensemble

Agata Zubel
Shades of Ice für Klarinette, Violoncello und Elektronik

Cezary Duchnowski
Drone Music für Instrumente und Elektronik

Cezary Duchnowski
151,242,333 für Violine, Violoncello und Elektronik

Agata Zubel
Not I  für Stimme, Kammerensemble und Elektronik
Text: Samuel Beckett

Agata Zubel, Stimme
Cezary Duchnowski, Live-Elektronik
Lin Liao, Musikalische Leitung

Ensemble KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte | Theo Nabicht, Klarinetten | Alexandre Babel, Schlagwerk | Carlotta Caceres, Schlagwerk | Frank Gutschmidt, Klavier/Keyboard | Lan Cao, Keyboard | Jan Jachmann, Akkordeon | Theodor Flindell, Violine | Cosima Gerhardt, Violoncello



15.01.2016, 20:00 Uhr

Haus der Kulturen der Welt Berlin

VELA 6911

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15. Januar 2016, 20:00 Uhr
Haus der Kulturen der Welt

Krieg singen

VELA 6911 – a Multimedia Piece by Victor Gama

Sinfonische Dichtung über eine mutmaßliche Atombombenexplosion in der Antarktis: Im Jahr 1979 registrierte der Satellit Vela 6911 nahe der Prinz-Edward-Inseln einen doppelten Lichtblitz, der auf einen Atomwaffentest hinwies.

Die Aufzeichnungen einer Offizierin der südafrikanischen Marine beschreiben den zerstörerischen Eingriff in die antarktische Landschaft. Ihren Text verbindet der angolanisch-portugiesische Komponist mit den Klängen der selbstentwickelten Instrumente Acrux, Toha, Dino oder Celeto und mit Videoprojektionen seiner eigenen Expedition ins Eis.

Rui Pinheiro, Musikalische Leitung
Salomé Pais Matos, Harfe

Ensemble KNM Berlin
Hanno Koloska, Fagott | Alexandre Babel, Pauken | Theodor Flindell, Violine | Michael Yokas, Violine | Kirstin Maria Pientka, Viola | Chang-Yun Yoo, Viola | Cosima Gerhardt, Violoncello | Ana Moreno Yáñez, Violoncello