kulturradio Galerienwanderungen

zeitgenössische Kunst sehen und hören


10. kulturradio galerienwanderung

Zum zehnten Mal lädt kulturradio in Zusammenarbeit mit dem Ensemble KNM Berlin zur Galerienwanderung ein - wieder ins Brandenburgische, allerdings diesmal nach Potsdam. Zentrum der diesjährigen Begegnung zwischen Neuer Musik und zeitgenössischer Kunst ist das Museum Potsdam.
Die Galerienwanderung schafft Synergien zwischen aktueller Kunst und Neuer Musik, zwischen Sehen und Hören und nicht zuletzt zwischen den Fans beider Szenen. Künstler, Musiker und Galeristen entwickelten eigens für dieses Projekt ein Programm, in dem Visuelles und Akustisches aufeinander reagieren.

Sa, 24. September, 12:00 - 18:00 Uhr
10. kulturradio Galerienwanderung in Potsdam

Potsdam Museum: 12:00 / 15:00
Künstler: Peter Weiss 100, "Potsdamer Positionen"
Friedrich Schenker: Foglio V (1995) für einen Posaunisten (mit Stimme)

Potsdam in der Grafik von 1945 bis 2000
Alvin Lucier: (Potsdam) Memory Space (1970)

Galerie Sperl: 12:45 / 15:45
Künstlerinnen: Ulrike Hogrebe und Kerstin Heymann
John Cage: Branches (1975)

Museum Fluxus +: 13:30 / 16:30
Künstler: Wolf Vostell und #permanentFLUXUS
Jagoda Szmytka: sky-me, type-me (2011) four voices amplified with megaphones
François Sarhan: Situations (Auswahl) (2012-15)

Produzentengalerie M: 14:30 / 17:30
„Splitter“
Künstlerinnen: Imke Freiberg, Antje Scharfe, Christiane Wartenberg und Ilse Winckler
Klaus Huber: Ein Hauch von Unzeit V (1972) in der Bearbeitung für Gitarre von Corneliius Schwehr (1983)
Ein Hauch von Unzeit VI (1972) in der Bearbeitung für Akkordeon von Hugo Noth (1982)


Stephan Winkler, Dirigat

Ensemble KNM Berlin
Theo Nabicht, Bassklarinette/Megaphon | Matthias Jann, Posaune | Lan Cao, Performance/Megaphon | Thomas Bruns, Performance | Lisa Werhahn, Performance | Seth Josel, Gitarre | Christine Paté, Akkordeon | Theodor Flindell, Violine/Megaphon | Kirstin Maria Pientka, Viola/Megaphon

Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronik

9. kulturradio Galerienwanderung

Sa 19.September, 15:00 - 18:30 Uhr


9. kulturradio Galerienwanderung vom rbb

dkw - kunst.museum.dieselkraftwerk.cottbus
Galerie Haus 23 / Galerie Fango / Galerie Ebert

Die Galerienwanderung 2015 bietet mehrere Neuigkeiten für Fans der zeitgenössischen Kunst und Musik.
Erstmalig steht mit dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus ein Museum außerhalb Berlins im Zentrum der Wanderung. Anders als bisher ist das Museum nicht nur Ausgangspunkt für visuell/musikalische Erlebnisse in weiteren Galerien sondern auch wieder deren Ziel. Die Wanderung endet mit der halbstündigen Aufführung von Jacob Ullmanns „disappearing musics“ aus der Wendezeit und einer anschließenden Einladung, mit Galeristen, Künstlern und Musikern ins Gespräch zu kommen.
Die Beziehungen zwischen Kunst und Musik sind wieder sehr vielfältig geknüpft. Gleich zweimal spielt der Prozess des visuellen Erinnerns eine Rolle. So erklingt die ausgewählte Musik zu den Ausstellungen „ausschnittsweise“ (Dieselkraftwerk) und „Kathrin Rischow“ (Galerie Ebert) zeit- und ortsversetzt. Mit dem KNM campus ensemble beteiligt sich das Amateurensemble des KNM Berlin erstmalig an den musikalischen Interpretationen zur Galerienwanderung.
Als weitere Premiere können wir Live-Acts der Street Artists Reinhart Deutschmann, Florian Bölike, Artourette, Carlo Beley und Christoph Kugler zur Musik von Fausto Romitelli in der Galerie Fango ankündigen.
Die in der Galerie Haus 23 gezeigten Arbeiten von Michael Brendel werden oft sehr konzeptionell zwischen Wissenschaft und Kunst beschrieben. Unsere Musikauswahl „Fauno che fischia a un merlo“  von Salvatore Sciarrino möchte aber eher das Filigrane, Phantastisch-Freche und „Undenkbare“ seiner Kunst in den Vordergrund rücken.
Die Ausstellung Konstellation II - Clemens Gröszer interpretieren wir mit einem doppelten Blick, indem wir mit Georg Katzer und Clara Ianotta Komponisten zweier Generationen vorstellen.
Klare geometrischen Formen, Collagen und Notationen sind das Bindeglied zwischen der Ausstellung  "Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen“ und der Musikauswahl. Während sich Theo Nabicht direkt durch ein konkretes Gemälde hat inspirieren lassen, notiert Cathy Milliken „Memorial“ als grafisch, geometrische Partitur.

Programm

dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Künstler: Clemens Gröszer
Georg Katzer: Nemo  2008
für Kontrabassklarinette
Clara Ianotta: Limun  2011


Künstler: Alexander Rodtschenko
Cathy Miliken: Memorial  2011
12 Card Pieces for 1-5 (or more) instruments/voices
Theo Nabicht: Neues Werk  2015

Künstler: Matthias Körner, Martin Tiede, Cristof Yvoré
Jacob Ullmann: disappearing musics  1989-91
for 6 players (more or less)

Galerie Haus 23
Künstler: Michael Brendel
Salvatore Sciarrino: Fauno che fischia a un merlo  1980


Galerie Fango
Künstler: Reinhart Deutschmann, Florian Bölike, Artourette, Carlo Beley, Christoph Kugler
Fausto Romitelli: Trash TV Trance  2002
for electric guitar

Galerie Ebert
Künstlerin: Kathrin Rischow
James Saunders: we do what you say and say what to do  2014
at least six players, each with a group of assistants

                                                                                                 
Ensemble KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte • Horia Dumitrache, Klarinette • Theo Nabicht, Kontrabassklarinette • Matthias Jann, Posaune • Alexandre Babel, Schlagzeug • Michael Weilacher, Schlagzeug • Seth Josel, E-Gitarre • Nathalie Amstutz, Harfe • Theodor Flindell, Violine • Kirstin Maria Pientka, Viola

KNM Campus ensemble
Helgard Most • Christian Pokert • Ursula Prätor


Dieselkraftwerk Cottbus - 9. kulturradio Galerienwanderung