Lunch & after work Konzerte


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Seit dem 16. März präsentiert das KNM Berlin in Mittags- und Feierabendkonzerten an acht ausgesuchten Orten der Stadt Werke von 17 internationalen Komponisten, die allesamt ihren Arbeitsschwerpunkt in Berlin haben. Angesprochen werden sowohl Berlinerinnen und Berliner, die in der Mittagspause der Arbeit entfliehen oder den Arbeitstag mit einem außergewöhnlichen Moment beenden wollen als auch Touristen, die das erschöpfte Auge zu erholen trachten.
Insgesamt finden 31 Konzerte mit neuer Musik von ca. 30 - 40 Minuten Dauer statt. Die Komponisten 2011 sind: Mark Andre (Frankreich), Ondrej Adámek (Tschechische Republik), Annesley Black (Kanada), Eliav Brand (Israel), Antoine Chessex (Schweiz), William Engelen (Niederlande), Mathias Hinke (Mexiko), Juliana Hodkinson (England), Stefan Keller (Schweiz), Thomas Meadowcroft (Australien), Chico Mello (Brasilien), Elena Mendoza (Spanien), Alexander Moosbrugger (Österreich), Mayke Nas (Niederlande), Andrew Noble (USA), Frédéric Pattar (Frankreich) und Ana Maria Rodriguez (Argentinien).

Künstlerische Leitung: Thomas Bruns
PR/ Produktionsleitung: Barbara Gstaltmayr

Der Eintritt zu den Konzerten im Rahmen von ohrenstrand.guide ist kostenfrei.
Unter HOTSPOTS finden Sie Informationen zu den Partnerorten der lunch & after work Konzerte.
In der ARTISTS CORNER erfahren Sie mehr über die eingeladenen Künstler und können bereits stattgefundene Konzerte als Videodokumentation erleben.

Konzertkalender

März
16.3., 17.30 Uhr
ZDF-Hauptstadtstudio - Zollernhof
Unter den Linden 36-38, 10117 Berlin
Komponist: William Engelen (Niederlande)

30.3., 17.30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Komponist: Eliav Brand (Israel)


April
1.4., 20.00 Uhr
Radialsystem V
Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin
Komponisten: Eliav Brand (Israel) Mathias Hinke (Mexiko) Juliana Hodkinson (England) Stefan Keller (Schweiz) Chico Mello (Brasilien) Elena Mendoza (Spanien)

6.4., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist: Frédéric Pattar (Frankreich)

20.4., 13.30 Uhr
Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4, 10115 Berlin
Komponist: Alexander Moosbrugger (Österreich)


Mai
11.5., 17.30 Uhr
Tanzzentrum DOCK 11
Kastanienallee 79, 10435 Berlin
Komponist: Chico Mello (Brasilien)

18.5., 13.30 Uhr
Café Mein Haus am See
Brunnenstraße 197/198, 10119 Berlin
Komponist: Stefan Keller (Schweiz)

25.5., 13.30 Uhr
VW AG Automobil Forum
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Komponist: Thomas Meadowcroft (Australien)


Juni
1.6., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist: Mark Andre (Frankreich)

8.6., 13.30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Komponist: Mathias Hinke (Mexiko)

15.6., 13.30 Uhr
Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4, 10115 Berlin
Komponist: Andrew Noble (USA)

22.6., 13.30 Uhr
VW AG Automobil Forum
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Komponistinin: Juliana Hodkinson (England)


Juli
6.7., 13.30 Uhr
Tanzzentrum DOCK 11
Kastanienallee 79, 10435 Berlin
Komponistin: Mayke Nas (Niederlande)

13.7., 13.30 Uhr
ZDF-Hauptstadtstudio - Zollernhof
Unter den Linden 36-38 10117 Berlin
Komponistin: Annesley Black (Kanada)


August
17.8., 13.30 Uhr
Tanzzentrum DOCK 11
Kastanienallee 79, 10435 Berlin
Komponist: Mark Andre (Frankreich)

24.8., 13.30 Uhr
Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4, 10115 Berlin
Komponist: William Engelen (Niederlande)

31.8., 13.30 Uhr
VW AG Automobil Forum
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Komponist: Eliav Brand (Israel)


September
7.9., 17.30 Uhr
ZDF-Hauptstadtstudio - Zollernhof
Unter den Linden 36-38 10117 Berlin
Komponist: Thomas Meadowcroft (Australien) - Frédéric Pattar (Frankreich)

14.9., 13.30 Uhr
Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4, 10115 Berlin
Komponist: Annesley Black (Kanada) - Stefan Keller (Schweiz) - Ana Maria Rodriguez (Argentinien)

20.9., 19.00 Uhr
Kirche St. Elisabeth
Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Komponisten: Thomas Meadowcroft, Elena Mendoza, Mayke Nas, Andrew Noble, Frédéric Pattar und Ana Maria Rodriguez

21.9., 13.30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Komponist: Chico Mello (Brasilien)


Oktober
5.10., 13.30 Uhr
VW AG Automobil Forum
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Komponist: Ana Maria Rodriguez

12.10., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist: Ondrej Adámek

19.10., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist: Simon Steen-Andersen, Marcelo Toledo


November
2.11., 17.30 Uhr
Tanzzentrum DOCK 11
Kastanienallee 79, 10435 Berlin
Komponist: Antoine Chessex (Schweiz)

9.11., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist:Elena Mendoza


Dezember
2.12., 20.00 Uhr
Radialsystem V
Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin
Komponisten: Elena Mendoza, Simon Steen-Andersen, Alexander Moosbrugger
Mathias Hinke, Eliav Brand, Ondr?j Adámek

7.12., 13.30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23, 10719 Berlin
Komponist: Ana Maria Rodriguez (Argentinien)

14.12., 17.30 Uhr
ZDF-Hauptstadtstudio - Zollernhof
Unter den Linden 36-38 10117 Berlin
Komponist: Mathias Hinke

21.12., 13.30 Uhr
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Komponist: Mayke Nas

Hot Spots...

Berliner Künstlerprogramm des DAAD
im WissenschaftsForum am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 37 • 10117 Berlin

www.berliner-kuenstlerprogramm.de

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD ist eines der international renommiertesten Stipendienprogramme für Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik und Film. Es verleiht jährlich rund 20 Stipendien für einen meist einjährigen Aufenthalt in Berlin. Die Namen der rund 1000 ehemaligen Gäste belegen eindrucksvoll den Qualitätsanspruch des Programms.
Das Berliner Künstlerprogramm definiert sich als ein Forum des künstlerischen Dialoges, der die kulturregionalen und politischen Grenzen überschreitet. Lebendig wird dieses Forum durch die Präsenz der Künstler in der Stadt und durch die jährlich rund 100 Veranstaltungen, die das Berliner Künstlerprogramm gemeinsam mit ihnen in Berlin und andernorts durchführt. Die Ausstrahlung des Berliner Künstlerprogramms ist ausdrücklich nicht auf die Hauptstadt beschränkt. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturinstitutionen, Museen, Literatur- und Filmfestivals entstehen bundesweite Impulse von großer Nachhaltigkeit: Viele Gäste bleiben nach ihrem Stipendienaufenthalt in Deutschland und bereichern die kulturelle Szene.


DOCK 11 EDEN*****
Kastanienallee 79 • 10435 Berlin
www.dock11-berlin.de

DOCK 11 EDEN***** ist Teil der internationalen Tanzszene und verbindet Produktion, Präsentation und Pädagogik unter einem Dach. ?Dies führt bei Künstlern, Publikum, Dozenten und Schülern zu vielfältigen Perspektivwechseln, Überschneidungen, Synergien, gegenseitigem Interesse sowie Verständnis. Der Schwerpunkt Tanz, ergänzt durch Theater, Performance, Literatur, Musik, Bildender Kunst, Film, Clubart ist interdisziplinär verwoben.


Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4 • 10115 Berlin
www.versoehnung-berlin.de

Die Bernauer Straße an der Grenze der Stadtbezirke Wedding (West-Berlin) und Mitte (Ost-Berlin) war ein Brennpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach der Aufteilung der Stadt durch die Siegermächte grenzten der sowjetische und der französische Sektor in der Bernauer Straße aneinander. Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 und seine Folgen, die Zäsur des Mauerbaus, wurden hier in ihrer schärfsten Form erlebt.
Die Strasse steht beispielhaft für die von der Mauer zerstörte Alltagskultur, für das jähe Ende familiärer und freundschaftlicher Beziehungen, für die zahlreichen Mauer-Toten an der Bernauer Straße und die noch zahlreicheren Fluchtversuche. Und auch für die Überwindung der Teilung im geeinten Europa, nach dem Fall der Berliner Mauer.
Sechs Stätten auf dem Kirchenareal und an der Straße bilden heute den zentralen Ort des Gedenkens: die Evangelische Versöhnungsgemeinde (gegründet 1894 und 1985 durch die DDR Regierung gesprengt), die Kapelle der Versöhnung, (1999/2000 von den Architekten Reitermann/Sassenroth gebaut), das Dokumentationszentrum im ehemaligen Gemeindehaus der Versöhnungsgemeinde, das Denkmal Berliner Mauer, der neue Informationspavillon und das Fenster des Gedenkens auf dem von der Mauer zerschnittenen Sophienfriedhof.


Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23 • 10719 Berlin
www.literaturhaus-berlin.de

In unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm befindet sich das 1986 gegründete Literaturhaus Berlin. Es wirbt mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und Ausstellungen für die Literatur. Die unter Denkmalschutz stehende Gründerzeitvilla, in der auch die Buchhandlung Kohlhaas & Company sowie das Café-Restaurant Wintergarten ihren Platz haben, ist einer der schönsten, anspruchsvollsten literarischen Veranstaltungsorte auf internationalem Niveau.


Café Mein Haus am See
Brunnenstraße 197/198 • 10119 Berlin
www.mein-haus-am-see.blogspot.com/

Das Café Mein Haus am See ist Berlin, eine Mischung aus alt und neu, Ost und West, mit street art bedeckten Wänden, Retro-70er-Jahre-Möbeln, immer wechselnden Events von Live Musik bis zu Ausstellungen und Djs und immer offen: 24 Stunden lang.


Radialsystem V
Holzmarktstraße 33 • 10243 Berlin
www.radialsystem.de

Das RADIALSYSTEM V hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2006 als offener Raum für den Dialog der Künste weit über die Grenzen Berlins hinaus etabliert. Der historische Name des transformierten Pumpwerks am Spreeufer ist Programm: Ein radiales System strahlt von seinem Zentrum in alle Richtungen aus. Das RADIALSYSTEM V bringt Künstler, Kreative und Kulturbegeisterte in Kontakt miteinander und entwickelt aus der Begegnung von Tradition und Innovation, Neuer Musik und Zeitgenössischem Tanz, Bildender Kunst und Neuen Medien neue Formate und Genres: choreographische Konzerte und Opern, Nachtmusik im Liegen, Barock Lounge, Konzertinstallationen, Radiale Nächte, Familientage und Kinderopern.

Die Besonderheit in diesem Haus: hier findet man direkt am Wasser Entspannung auf der Spreeterrasse mit einem spektakulären Blick vom Alex bis zur Oberbaumbrücke und dem wahrscheinlich schönsten Sonnenuntergang Berlins.


Volkswagen AG Automobil Forum
Unter den Linden 21 • 10117 Berlin
www.automobilforum-berlin.de

Das Automobil Forum ist ein Kommunikationszentrum, in dem sich die Volkswagen AG vorstellt - ein Ort der Begegnung und des Dialogs für alle Berliner und Gäste der Hauptstadt, zu finden an der bekannten Straßenkreuzung Friedrichstraße - Ecke Unter den Linden.


ZDF-Hauptstadtstudio
Zollernhof • Unter den Linden 36-38 • 10117 Berlin
www.zdf.de

Seit dem 3. Februar 2000 ist das Hauptstadtstudio der Ort, an dem die aktuelle bundes- und landespolitische Berichterstattung des ZDF gebündelt wird. Sowohl vom Gebäude als auch vom Sendevolumen ist es das größte und wichtigste Studio außerhalb der Sendezentrale in Mainz. Neben der Politik ist der Zollernhof aber auch der Standort für die Erstellung kultureller Sendungen und Beiträge. Hier entsteht mit Aspekte das älteste Kulturmagazin im deutschen Fernsehen, die Redaktion Nachtstudio sowie 3sat produzieren weitere kulturelle Sendeformate. Das Atrium des Gebäudes, in dem Tradition und Moderne eng beieinander liegen, dient als Kulisse für zahlreiche Sendungen und Veranstaltungen.

Artists Corner...

Ondr?j Adámek • Tschechische Republik
„Mich interessiert der Mensch, seine Stimme und sein Rhythmus - der Rhythmus der Worte, des Atmens und des Herzschlags ... Manchmal wird dieser sehr mechanisch und der Mensch verwandelt sich in eine paradoxe Maschine, die ihn oder die er manipuliert.“

Ondrej Adámek wurde 1979 in Prag geboren, studierte Komposition an der Musikakademie in Prag und am Konservatorium Paris. Er komponiert Orchester-, Kammer-, Vokal- und elektroakustische Musik und arbeitet mit Choreographen des zeitgenössischen Tanzes zusammen. Im April 2002 wurde ihm ein UNESCO-Stipendium zugesprochen für die Zusammenarbeit mit der Tanzkompanie Gaara in Nairobi. (Produktion „Abila“). Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von wichtigen Festivals und Ensembles. Seine Werke wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. In seiner musikalischen Sprache kombiniert er Elemente zeitgenössischer klassischer Musik mit umgewandelten musikalischen Elementen entfernter Kulturen (wie z.B. Bali, Neukaledonien, Japan und Andalusien). Die Schlichtheit seiner musikalischen Ausdrucksform korreliert mit der umfassend kunstreichen Klangfarbenwelt in seinen Werken.
2010/2011 ist Ondrej Adámek Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.


Mark Andre • Frankreich
„... andere vertikale, horizontale und kompositorische Zwischenräume ... die Kraft und die Präsenz des Verschwundenen ... die Zerbrechlichkeit und die Ungewissheit der Erkenntnis der Erkenntnis ... die Fluktuation, die Instabilität des Protokolles ..."

Mark Andre studierte von 1987 bis 1993 u. a. Komposition bei Claude Ballif und Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique. In Paris promovierte er außerdem an der École Normale Supérieure über die Musik der Ars subtilior (Le compossible musical de l'Ars subtilior). 1995 erhielt er ein Stipendium des französischen Außenministeriums, das ihm eine Fortsetzung seiner kompositorischen Studien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Helmut Lachenmann ermöglichte. Im Experimentalstudio für akustische Kunst studierte er elektronische Musik bei André Richard. 1996 konnte er seine Stuttgarter Studien an der Akademie Schloss Solitude weiterführen.
Seitdem Mark Andre bei den Donaueschinger Musiktagen 2007 für seine Komposition ...auf... III, die sein groß angelegtes Orchestertriptychon ...auf... abschließt, den Preis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg zugesprochen bekam, wurde die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker auf sein Schaffen gelenkt. Aber auch schon vorher erhielt Andre zahlreiche wichtige Preise, so den Kranichsteiner Musikpreis 1996. 2002 wurde ihm der Förderpreis des Ernst von Siemens Musikpreises verliehen.
Aktuell ist Mark Andre einer der am meisten gefragten Komponisten Neuer Musik. Er lehrt an der Frankfurter Musikhochschule und am Conservatoire de Strasbourg. Im Rahmen des Projekts "into...", einer Kooperation des Ensemble Modern und des Siemens Arts Programm in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, wurde Andres Stück "üg", das gemeinsam mit dem Musikinformatiker und Toningenieur Joachim Haas (EXPERIMENTALSTUDIO des SWR) u.a. in Istanbul entwickelt wurde, im Oktober 2008 in der Alten Oper Frankfurt vom Ensemble Modern uraufgeführt.
2009 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin und zum Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden berufen. Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.
Mark Andre war 2005 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.


Annesley Black • Kanada
„Wenn multidimensionale Klänge in eindimensionale Kategorien gezwungen werden, neigen sie dazu auszurasten. Sie besitzen, so meine Beobachtung, ein Eigenleben und durch die komponierte Zwangssituation werden sie zu individuellen Ausdrucksformen geführt. Wenn diese musikalischen Objekte von den Musikern eine Art der Leistung einfordern, die auferlegten Strukturen trotzt und die angenommene Identität von Musiker und Instrument bestreitet, stehen auf einmal Instrumente vor uns, die gleichermaßen dem Betrachter als auch dem Ausführenden befremdlich erscheinen können. Wenn die Funktion des Konzertsaals für einen Moment transformiert wird und dabei seine Rituale und Traditionen hinterfragt werden, sind wir mit einem nackten, fremdartigen Raum konfrontiert, der uns noch unentdeckte Möglichkeiten anbietet. So erzeuge ich in meinen Stücken eine Parade von merkwürdigen Wesen, die durch unbekannte Landschaften hinken, hüpfen, marschieren oder schleichen.“
Annesley Black, 1979 in Ottawa (Kanada) geboren, studierte Komposition bei Brian Cherney in Montréal McGill University sowie von 2004 bis 2006 bei York Höller und Hans-Ulrich Humpert in Köln. 2006 - 2008 studierte sie ausserdem bei Mathias Spahlinger (Komposition), Orm Finnendahl (elektronische Musik) und Cornelius Schwehr (angewandte Musik) an der Musikhochschule Freiburg.
Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen und Stipendien, u.a. den Busoni Förderpreis der Akademie der Künste Berlin (2008) und den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart (2009). Ihre Werke wurden von Ensembles wie (u.a.) ensemble ascolta, Ensemble Modern, ensemble mosaik, Kammerensemble Neue Musik Berlin, Ensemble SurPlus, composers slide quartet und Nouvel Ensemble Modern aufgeführt. Seit 2008 wirkte sie als Klangregisseurin bei Auftritten und Aufnahmen des Experimentalstudios des SWR (Strobel-Stiftung) und Ensembles und Solisten wie ensemble recherche, canto battuto und Rei Nakamura mit. Ihre Vielseitigkeit ist durch zahlreiche Zusammenarbeiten in den Bereichen Film, Theater, Tanz und Rockmusik belegt.


Eliav Brand • Israel
„Warum ich komponiere?
Wie könnte ich angesichts der vielen Geräusche, die wir bewusst oder unbewusst produzieren und die uns überall umgeben, denn kein Komponist sein? Das ist meine Art, in einen von mir gewählten Dialog einzutreten: zuhören und die Stimme erheben.“

Eliav Brand, geboren in Tel Aviv, studierte Komposition bei Joseph Dorfman an der Rubin Academy in Tel Aviv und erwarb einen PhD-Abschluss „with Highest Distinction“ an der State University of New York at Buffalo, nachdem er mit David Felder, Cort Lippe und Walter Zimmermann gearbeitet hat.
Seine Werke schließen sowohl Kammermusik als auch interdisziplinäre Projekte ein, die in enger Zusammenarbeit mit Videokünstlern, Architekten und Schriftstellern entstanden. Sie wurden in Europa, Israel, Japan und in den USA aufgeführt und im Rundfunk gesendet, so etwa im Rahmen der Darmstadt Ferienkurse, des Eclat-Stuttgart und des June in Buffalo-Festivals. Er hat unter anderem mit Künstlern wie dem New York New Music Ensemble, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Surplus, Varianti, Quatuor Bozzini, Ensemble d’Ame, Ensemble Mosaik, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und dem Ensemble InterContemporain zusammen gearbeitet.
Brand erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. von der Minerva Stiftung der Max-Planck-Gesellschaft und vom Berliner Senat, der Akademie Schloss Solitude und dem Künstlerhof Schreyahn in Deutschland, der Yvar Mikhashoff Foundation und der Research Foundation der State University of New York. Als Kurator betreute er Konzerte zeitgenössischer Musik für „Malchinim Menagnim“ in Israel und für die State University of New York at Buffalo, an der auch unterrichtete. • Israel
„Warum ich komponiere?
Wie könnte ich angesichts der vielen Geräusche, die wir bewusst oder unbewusst produzieren und die uns überall umgeben, denn kein Komponist sein? Das ist meine Art, in einen von mir gewählten Dialog einzutreten: zuhören und die Stimme erheben.“

Eliav Brand, geboren in Tel Aviv, studierte Komposition bei Joseph Dorfman an der Rubin Academy in Tel Aviv und erwarb einen PhD-Abschluss „with Highest Distinction“ an der State University of New York at Buffalo, nachdem er mit David Felder, Cort Lippe und Walter Zimmermann gearbeitet hat.
Seine Werke schließen sowohl Kammermusik als auch interdisziplinäre Projekte ein, die in enger Zusammenarbeit mit Videokünstlern, Architekten und Schriftstellern entstanden. Sie wurden in Europa, Israel, Japan und in den USA aufgeführt und im Rundfunk gesendet, so etwa im Rahmen der Darmstadt Ferienkurse, des Eclat-Stuttgart und des June in Buffalo-Festivals. Er hat unter anderem mit Künstlern wie dem New York New Music Ensemble, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Surplus, Varianti, Quatuor Bozzini, Ensemble d’Ame, Ensemble Mosaik, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und dem Ensemble InterContemporain zusammen gearbeitet.
Brand erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. von der Minerva Stiftung der Max-Planck-Gesellschaft und vom Berliner Senat, der Akademie Schloss Solitude und dem Künstlerhof Schreyahn in Deutschland, der Yvar Mikhashoff Foundation und der Research Foundation der State University of New York. Als Kurator betreute er Konzerte zeitgenössischer Musik für „Malchinim Menagnim“ in Israel und für die State University of New York at Buffalo, an der auch unterrichtete.


Antoine Chessex • Schweiz
„Das Vokabular meiner Stücke ist oft begrenzt. Deshalb ist jedes Werk für mich ein Versuch, subjektive Spannung und Intensität mit möglichst wenigen Mitteln zu schaffen".

Antoine Chessex ist Komponist, Klangkünstler und Experimentalmusiker. Seine Arbeit fokussiert die physischen Aspekte von Klang und Raum. Er ist weltweit als Künstler tätig, seine Werke wurden in den USA, Russland, China, Japan und Europa präsentiert.
Seine letzten Kompositionen sind DUST für Streichtrio und Elektronik (im Auftrag von Pro Helvetia), Metakatharsis für Ensemble (im Auftrag von Phoenix Ensemble, Basel), Resonant Water, ein Site-spezifisches Projekt für akustisches Ensemble, sowie zahlreiche elektronische Werke.
Er hielt Vorträge in London University/Goldsmith College (London), University of California (Davis), Hochschule für Gestaltung (Offenbach), Art Academy (Riga) und Ny Musikk foundation (Oslo). Er arbeitet mit Künstlern wie Maja Ratkje, Zbigniew Karkowski, Chris Corsano, Lasse Marhaug, Hans Koch, Christian Waldvogel, Ulrike Gabriel, Gilles Aubry, Axel Dörner, Valerio Tricoli, Robin Hayward, Burkhard Beins und dem Ensemble Monno zusammen.


William Engelen • Niederlande
"Warum ich komponiere? Ich liebe den Alltag“

Die musikalischen Arbeiten des Bildenden Künstlers William Engelen sind so eigenwillig, dass sie sich selbst dem inzwischen so vielgestaltigen Spektrum zeitgenössischen Komponierens nicht zuordnen lassen: Musiker spielen auf traditionellen Instrumenten im Park oder in verschiedenen Zimmern einer Wohnung. Ein Chor singt, es wird gepfiffen – von Menschen und von Vögeln. Aus einem großen Rohr ertönen Verdauungsgeräusche und auf einem großen Platz bilden religiöse Gesänge eine Klangskulptur.
Es ist Musik, die sich weniger durch ihre klanglichen Besonderheiten legitimiert als durch eine von Arbeit zu Arbeit variable Beziehung zwischen Visuellem, Raum und Akustischem. Ihre Präsentationsorte sind Parks, städtische Plätze, Handys, Silos und Museen. Es existieren Partituren, die aber nur selten Noten und andere Zeichen eines Kompositionssystems aufweisen.
Im künstlerischen Pendeln zwischen Bildender Kunst, Architektur und Musik, zwischen Ausstellung, Performance, Installation, Skulptur und Komposition entstehen temporäre musikalische Mischformen, die durch ihre Ortsgebundenheit nicht reproduzierbar sind. (Gisela Nauck)


Mathias Hinke • Mexiko
„Meine Musik ist undogmatisch. Ich verspüre keinen Zwang, etwas auf eine bestimmte Art zu schreiben, von der andere meinen, dass es sich so gehört. Für mich ist jedes Stück wie eine Reise in eine neue, eigene ästhetische Welt. Hören Sie selbst.“

Mathias Hinke wurde 1973 in Mexiko-Stadt geboren. Er studierte Komposition und Musikgeschichte in Mexiko, New York und Berlin. 1994 arbeitete er zum ersten Mal an der Vertonung eines Fernsehfilms („El macho“ von José Ramón Miquelajauregui) mit und 1996 zusammen mit Pierre Charvet an einem Experimentalfilm im IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) in Paris.
1997 holte ihn ein Auftrag der Deutschen Oper Berlin und des Schauspielers Hans-Jürgen Schatz nach Berlin. Erfolgreiche Aufführungen des Stückes „Der selbstsüchtige Riese“ nach einem Märchen von Oscar Wilde in Heidelberg 2001 und in Lateinamerika ebneten den Weg für weitere Aufträge. Mathias Hinke wurde mehrfach mit einem Award der Manhattan School of Music ausgezeichnet. 1994 gewann er den 1. Platz des Liederwettbewerbs.
Seine Stücke werden u.a. vom Orquesta Sinfónica Nacional de México, vom Philharmonischen Orchester Heidelberg, vom Vogler-Quartett, vom Kammerensemble Neue Musik Berlin und vom Manhattan Chamber Orchestra aufgeführt.


Juliana Hodkinson • England
„Autos und Kinderspielzeug, Umgebungsgeräusche und Aktionen mit Musikinstrumenten, klassisches Repertoire und Alltagsgegenstände – welche Hörerlebnisse können aus diesen Gegensätzen entstehen? Bevor ich nach Berlin kam, war meine Musik eher hoch und leise, nun ist sie tiefer und lauter. Nach wie vor interessiert mich, was geschieht, wenn sich Klänge und Töne aus sehr unterschiedlichen Quellen begegnen.“

Juliana Hodkinson wurde 1971 in England geboren. Ihre Werke reichen von Kammermusik über Instrumental-theater bis hin zu großformatigen audiovisuellen Stücken, die sie oft mit anderen Künstlern entwickelt. Dabei bestimmen die Bedingungen der Live-Musik und der inszenierte Aufführungszusammenhang ihre Kompositionen.

Zu ihren Hauptwerken zählen die begehbare Installation „Maps“ (2000/2002), die in Zusammenarbeit mit dem Komponisten David Young, der Bühnenbildnerin Louise Beck und der Schriftstellerin Cynthia Troup entstand, die Zündholz-Vorstellung „All the time“ (2001) und der orchestrale Brahms-Remix „greet you a thousand times“ mit Video von Joachim Koester (2005). Mit dem Komponisten Niels Rønsholdt realisierte sie 2010 die CD „Fish & Fowl.” Juliana Hodkinson promovierte 2007 über das Thema „Konstitutive Stille in der Musik und Klangkunst seit 1950'“.

Mit dem KNM Berlin verbindet Juliana Hodkinson, die 2009 nach langjährigem Aufenthalt in Dänemark nach Berlin zog, eine enge künstlerische Zusammenarbeit, so bei den Aufführungen von „Some reasons for hesitating“, „Scrape“, die auch bei dem KNM-Projekt HOUSEMUSIK aufgeführt wurden. Für die Cellistin Ringela Riemke und den Kontrabassklarinettisten Theo Nabicht hat sie eigene Stücke komponiert.
In einer Produktion des Konzerthauses Berlin brachte sie im Februar in dem Projekt „Rückspiegel: eine Hörsituation“ Musikschüler mit Musikern des KNM zusammen auf die Bühne und nicht zuletzt realisierte sie gemeinsam mit dem KNM Berlin und dem bildenden Künstler Ulrich Polster das Videokonzert „Versprengung“, das nach seiner Uraufführung Radialsystem im April 2011 beim dänischen Festival „Spor 2011“ in Arhus im Mai vom KNM Berlin wieder aufgeführt wurde.


Stefan Keller • Schweiz
„Ich würde wohl nicht komponieren, wenn es kein anderweitig für mich unstillbares Kommunikations-verlangen gäbe. Deshalb äußere ich mich auch ungern verbal zu meiner Musik, bevor nicht andere auf sie reagiert haben.“
Rebecca Schmid schreibt zum lunch & after work Konzert am 18. Mai mit Stefan Keller im Café Meina Haus am See:
Es braucht etwas Chuzpe, ein traditionelles Instrument wie die Tabla-Trommel neben Elektroklänge zu stellen. In den Werken von Stefan Keller wird diese Abenteuerlichkeit dennoch durch eine gewisse Demut gemässigt. Auch wenn der Komponist das Tabla-Spiel gut genug beherrscht, um das Instrument selbst zu spielen, während er gleichzeitig die Live-Elektronik steuert, besteht er darauf, keiner Virtuose zu sein.
In „Prélude“ für Tabla und Live-Elektronik, sind Kellers Trommelfiguren mal in der uralten nordindischen Tradition des Instruments, mal nicht. Stets entsteht jedoch ein organischer Bezug zwischen den verschiedenen Klängen, die kräftig mit einem metallischen Widerhall aufeinander wirken.
Deutlich bemerkbar ist die Prägung durch die Teilnahme an einem Lehrgang 2009 am Ircam in Paris, obgleich sich Keller bereits früher während seines Studium mit Elektronik befasst hat. Der Reiz besteht darin, dass man Zugang zu einem erweiterten Ausdruckspektrum hat, so Keller, sowie eine Körperlichkeit, die nicht direkt an den Spieler gebunden ist. Dadurch erreicht man eine andere Klangenergie.
Der in Zürich-geborene Komponisten war ursprünglich Oboist, bevor er sich der Komposition zuwendete. Einen besonderen Reiz stellte für ihn die Neue Wiener Schule dar. Solche Spuren werden in der wirbelnden Melodik und emotionalen Verzweiflung von „immer da“ für Bassklarinette und Live-Elektronik offenbar. Eine meditative Qualität ergibt sich durch den ausgedehnten harmonischen Hintergrund von Kellers Laptop erzeugt—somit der Titel, den der Komponist als „ganz banal“ bezeichnet.
Auch bei ungewöhnlichen Instrumentationen schafft der Komponist eine ausgewogene Stimmung. In seinem „Trio“ für Tabla, Klarinette und Violine übernehmen die treibenden Rhythmen des Trommelpaars neben fragmentierten Sätzen und quietschenden Tönen eine stabilisierende Rolle.
Keller glaubt, es sei besonders wichtig, Tabla live zu hören. Ansonsten hätten die meisten Leute keinen Anlass, das Instrument kennenzulernen. Immer noch ist er auf der Suche nach neuen Klangkonstellationen. Momentan schreibt er ein Quartett für Klarinette, Fagott, Bratsche, und Schlagzeug – darunter unter anderem High-Hat, Bongos, Marimba und noch andere, bis jetzt unbekannte Perkussionsinstrumente.


Thomas Meadowcroft • Australien
„Auch Langsamkeit ist eine Form des Widerstands. Musizieren heißt teilnehmen. Hören heißt, die eigene Zerstreuung ablegen. Änderung, vor Allem. Es geht nicht um die Klänge.“

Die Neugier des Komponisten und Musikers Thomas Meadowcroft kennt keine Grenzen. Seine Arbeiten speisen sich aus einem ungewöhnlich phantasiereichen Sammelsurium: Er nutzt, was er findet und verfremdet, was bekannt ist. Und so kommen Kraftgeräte, Lachkonserven, Autolärm oder Geräusche vom Grillplatz in seinen Performances ebenso zum Einsatz wie Videoprojektionen von Wetterberichten für das Mittelmeer oder Fotos von Kinderbüchern.

Seine Musik wurde als "von unvorstellbarer Reinheit" (Le Monde), "Nervenfolter" (Süddeutsche Zeitung) und als "träumerischer Post-Rock" (New York Times) beschrieben. Seine Kompositionen wurden im Rahmen mehrerer Europäischer Musik-Festivals (darunter 'Ultima' Oslo, Wiener Festwochen, 'Présences' Paris u.v.a.) aufgeführt. Als Organist trat er beim Holland Festival und der Maerzmusik Berlin auf.
Seit 2006 arbeitet er mit der Münchener Theatergruppe ‘HUNGER UND SEIDE’ zusammen. 2009 hat er Streicharrangements für die Platte Schall und Wahn der deutschen Indieband Tocotronic geschrieben.


Chico Mello • Brasilien
“Wir sind Europäer, auch in Brasilien. Man kann das nicht trennen. Wenn man Musik studiert, kommt man nicht um die deutsche Traditon herum. Ich habe in Brasilien auch bei dem deutschen Komponisten Hans-Joachim Koellreutter studiert. Er ist in den 30er Jahren aus Deutschland geflüchtet, weil er gegen die Nazis war. Er wurde verfolgt und wäre wahrscheinlich umgebracht worden. Koellreutter hat mich durch die Musik einer anderen Kultur sehr inspiriert, besonders für die indische und japanische Musik, und mich auf meine eigene Tradition, die brasilianische, aufmerksam gemacht. Ich bin gerne zwischen den verschiedenen Richtungen und kann mich als Schmuggler bezeichnen. Ich schmuggle gerne von einer Richtung in die andere. Dabei ist das Beste für mich nicht das Ergebnis, sondern dieser Zustand des Machens. Er ist mir lieber als alles. Ich würde lieber diesen Zustand erleben wollen, ohne dass ich ein Stück fertig bekomme, diesen Zustand verewigen. Wenn ich das schaffen würde, würde ich wahr-scheinlich kein Werk schreiben müssen.“
Chico Mello wurde 1957 in Curitiba (Brasilien) geboren und studierte dort Medizin und Musik. Sein Kompositionsstudium absolvierte er in São Paulo bei Hans-Joachim Koellreutter und in Berlin bei Dieter Schnebel und Witold Szalonek. In den "Cursos latinoamericanos de música contemporanea" begegnete er wichtigen lateinamerikanischen und europäischen Komponisten.
Seine Werke wurden u.a., bei den Donaueschinger Musiktagen, Inventionen Berlin, Pro Musica Nova Bremen, Klangaktionen Neue Musik München, Festival International de Musique Electroacoustique de Bourges, Frankreich, Festival Música Nova São Paulo, Bienal de Música Contemporânea Rio de Janeiro, Musica Viva München aufgeführt.
Chico Mello arbeitet im Bereich der experimentellen, improvisierten Musik sowie für Musiktheater und Performance. Zusammenarbeit u.a. mit Silvia Ocougne, Arnold Dreyblatt, Dieter Schnebel, Martin Supper, Berthold Tuercke, Burkhard Schlotthauer, Daniel Ott, Wandelweiser Komponisten Ensemble. Konzertreisen führten ihn nach Spanien, Italien, Schweiz, Hongkong, Uruguay, Argentinien, USA, Russland, Polen.
Er ist Leiter des Ensembles "ContempoSonoro", Curitiba. Kurator des "Escuta" Festival, Rio de Janeiro (1998, 2000) und der Abteilung Neue Musik im "Oficina de Música de Curitiba" (2002).


Elena Mendoza • Spanien
„Komponieren ist für mich gleichzeitig eine Überlebensstrategie, eine todernste Verantwortung und vor Allem ein Riesenspaß."

Elena Mendoza, 1973 in Sevilla (Spanien) geboren, studierte Germanistik in ihrer Heimatstadt, Klavier und Komposition in Zaragoza bei Teresa Catalán, in Augsburg bei John Van Buren, in Düsseldorf bei Manfred Trojahn und in Berlin bei Hanspeter Kyburz. Es folgten mehrere Stipendien, u. a. an der Ensemble Modern Akademie in Frankfurt a. M.
Ihr Interesse gilt besonders klangfarblichen und dramaturgischen Fragen in instrumentaler Komposition. Einen besonderen Stellenwert haben in ihrer Arbeit außerdem das Musiktheater und die musikalischen Möglichkeiten von Sprache.
In dieser Hinsicht hat sie 2007 mit der Musiktheaterproduktion Niebla (Europäisches Zentrum der Künste Dresden Hellerau) in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Matthias Rebstock maßgebliche Akzente gesetzt. Sie hat mit Interpreten wie ensemble recherche, Klangforum Wien, Ensemble Modern, Vogler-Quartett, Ensemble Mosaik, Ensemble emex, Ensemble Taller Sonoro, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Ensemble Ascolta, Oper Nürnberg, Philharmonisches Orchester Freiburg u. a. zusammen gearbeitet.
Ihre Musik wurde in Festivals wie Ars Musica Brüssel, Wittener Tage für neue Kammermusik, Eclat Stuttgart, MaerzMusik Berlin, Dresdner Tage der Zeitgenössischen Musik, Ultraschall Berlin, Nous Sons Barcelona, Acanthes Metz, Steirischer Herbst Graz, World New Music Festival, oder musicadhoy Madrid vorgestellt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, beispielsweise  die Fellowship an der Akademie Schloss Solitude (2008), den Musikpreis Salzburg 2011 (Förderungspreis) oder den spanischen Premio Nacional de Música 2010.
Elena Mendoza arbeitet aktiv an der Vermittlung und Verbreitung neuerer Musiksprachen, u. a. durch Höranalyse- und Kompositionsworkshops. Seit Oktober 2007 ist sie zudem Dozentin für Komposition und experimentelle Musik an der UdK Berlin.
Ihre instrumentale Kammermusik ist auf einer CD beim label Kairos zu hören (2008), in Zusammenarbeit mit musicadhoy (Madrid) und Deutschlandradio Kultur. Ihre CD mit Szenen von Niebla, begleitet von Fe de erratas und Gramática de lo indecible, ist in Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur und Deutscher Musikrat bei Wergo erschienen.


Alexander Moosbrugger • Österreich
„Ich betreibe Symbolanalysen. Meine Kompositionen verwandeln mit jedem Mal frisch Reflexionen auf Kunst- und Kulturgeschichte sowie sozial-Gespiegeltes in musikalische Gebilde. Meine kammer-musikalischen Arbeiten zielen auf ein Plus des Hörens, spitzen vornehmlich leise Klänge zu." Seien Sie herzlich willkommen zu einer Hörreise ins Innerste, ans Äußerste.

Alexander Moosbrugger, geboren 1972 in Schoppernau (Vorarlberg), studierte in Feldkirch, Wien, Stuttgart und Berlin. Er erhielt mehrere Stipendien, Auszeichnungen und Kompositionsaufträge, darunter der Internationale Bodenseepreis Sparte Zeitgenössische Komposition 2003, Stipendium für Komposition aus dem Bundeskanzleramt Wien 2006, Staatsstipendium für Komposition 2008, Artist in Residence in Paliano bei Rom (Domus Artium, 2008), Kompositionsstipendium des Landes Vorarlberg 2008/2009 und Kompositionsauftrag durch das Land Vorarlberg 2010.
Er initiierte die reihe 0, tage aus kunst und ist künstlerischer Leiter der „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“. Den Forschungsauftrag zum Hören vergab ihm das Orpheus Instituut Gent (2008).
Zu den Interpreten der Werke von Alexander Moosbrugger zählen das Klangforum Wien, das ensemble recherche, musikFabrik, das Kammerensemble Neue Musik Berlin, das Ensemble Phoenix Basel, Ensemble Cairn Paris, Pellegrini Quartett, Mitglieder des Concerto Köln, des Münchner Kammerorchesters, sowie das Arditti String Quartet und Herbert Henck.


Mayke Nas • Niederlande
„Zehn Gründe für das Komponieren
1. Zeit strecken 2. Probleme suchen 3. Zahlenfetischismus 4. Irrsinn  5. Versprechungen 6. Zwangsneurose 7. Sex, geistige Getränke und geschmorte Gänseleber 8. zu nichts anderem taugen 9. eine „außergewöhnlich lustige Idee“ haben (frei nach Stockhausen) 10. Schlaflosigkeit“
Mayke Nas, geboren 1972 in Voorschoten (Niederlande), studierte Klavier und Komposition in Amsterdam, Tilburg, Den Haag und Melbourne. In ihren Kompositionen verlässt sie häufig den instrumentalen Rahmen und arbeitet auch mit Video, Text und choreographischen Elementen, etwa in I Delayed People's Flights By Walking Slowly In Narrow Hallways (2005) für die Slagwerkgroep Den Haag. Der Komposition liegt Peter Handkes Sprechstück „Selbstbezichtigung“ zugrunde, sie wird von vier Spielern auf vier Stühlen und vier live-elektronisch verstärkten Schultafeln aufgeführt.
Im dem Stück Anyone can do it (2006) für sechs völlig unvorbereitete Aufführende geht es unter Bezug auf ästhetische Konzepte des Fluxus (George Maciunas) um Publikumspartizipation. Den Spielern, unter ihnen auch zwei Personen aus dem Publikum, werden die zuvor unbekannte Spielanweisungen live per Computerbildschirm verabreicht.
Im April 2010 brachten die Neuen Vocalsolisten Stuttgart ihr Werk Filter or flip! zur Uraufführung, ein Stück, in welchem über 300 von der Komponistin in Zeitungen und im Internet gesammelte Anweisungen und Slogans („impératifs trouveés“) mit den unterschiedlichsten Registern stimmlicher Hervorbringung orchestriert werden.
Auftragswerke u.a. für Nieuw Ensemble, Asko-Ensemble, Schönberg-Ensemble, Ives-Ensemble, Slagwerkgroep Den Haag, das Concertgebouw-Orchester, Bl!ndman, die Neuen Vocalsolisten, Eighth Blackbird, Calefax. Ihr Stück (w)here für das Asko-Ensemble wurde 2003 mit dem Matthijs-Vermeulen-Förderpreis ausgezeichnet, 2005 erhielt sie den Anjer-Musikpreis für La Chocolatière Brûlée (Auftragswerk für das Nieuw Ensemble).


Andrew Noble • USA
„Ich mache was ich mache, weil ich glaube, dass wir eine Verantwortung tragen, uns nicht nur mit der Welt, in der wir leben oder mit der Welt, in der wir leben wollen würden, auseinander zu setzen, sondern auch mit der Welt, wie wir sie uns noch nicht vorstellen können.“
Andrew Noble (Stamford, CT. USA, 1978) ist amerikanischer Komponist und Musikwissenschaftler; er lebt seit 2003 in Berlin. Er studierte Jazz Saxophon bei Joe Temperley, erwarb den Bachelor of Music in Komposition an der Manhattan School of Music und erhielt den Master of Music in Komposition von der University of Southampton (UK). Seine Kompositionsstudien setzte er bei Richard Barrett, Michael Finnissy, David Noon und Nils Vigeland fort.
Im Sommer 2010 schloss er eine musikwissenschaftliche Promotion (Anton Reicha’s Trente-six Fugues pour le Piano-forté, A Critical Edition with Accompanying Analysis: The Subject in Anton Reicha’s Trente-six Fugues), betreut von Christian Martin Schmidt und Heinz von Loesch, an der TU Berlin ab.
Neben seiner Tätigkeiten als Komponist und Musikwissenschaftler ist Andrew Noble auch als Konzertveranstalter aktiv.


Frédéric Pattar • Frankreich
„Das Konzept von Widerstand ist sehr wichtig für mich, wenn ich komponiere. Widerstand übe ich zuerst gegen mich selbst aus. Er besteht darin, nicht zu akzeptieren, was zu offensichtlich oder zu beweisbar scheint, es geht darum, dem zu widerstehen, was ich schon “kann”. Durch den Widerstand soll meine Musik sich in einem unstabilen Gleichgewicht, in der positiven Ungewissheit und in der Zerbrechlichkeit dessen, was sie aussagt, entfalten.“
Frédéric Pattar, geboren 1969 in Dijon, erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst in Dijon (Klavier, Kammermusik, Begleitung, Komposition), dann 1989–1992 in Châlon-sur-Saône (elektroakustische Musik) und ab 1995 in Lyon bei Gilbert Amy (Diplom 1998).1999 folgte ein Aufenthalt am Pariser IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique).
Für seine Werke wurden ihm verschiedene Auszeichnungen (z.B. 2005 Kompositionspreis der Fondation André Boucourechliev) und Kompositionsaufträge, u.a. vom Festival d’Automne à Paris und vom Musée du Louvre verliehen. Sie werden von namhaften Ensembles gespielt, wie Ensemble Intercontemporain, Accroche Note, Cairn und das Manfred-Quartett. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble L’Instant Donné schlug sich in mehreren der Gruppe gewidmeten Stücken nieder. Am 7. Mai 2011 wird das Ensemble “Frage”, ein Auftragswerk der Wittener Tage für neue Kammermusik zur Uraufführung bringen.
Die Werke von Frédéric Pattar sind meist kammermusikalisch besetzt, manchmal verwendet er weniger gebräuchliche Instrumente wie die persische Bechertrommel Zarb oder das Fender-Rhodes-Piano.
2010 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.


Ana Maria Rodriguez • Argentinien
„Ich kann mich den ganzen Tag mit Klängen beschäftigen, ohne mich zu langweilen. Es gefällt mir, Klangobjekte ins Spiel zu bringen und unmögliche Konstellationen zu schaffen. Und ich liebe es, der Logik zu widersprechen.“

Ana Maria Rodriguez studierte in Buenos Aires Geschichte und Philosophie sowie Klavier und Komposition. 1990 folgte sie einer Einladung an das Phonos Studio Barcelona, wo sie elektronische Musik und algorithmische Komposition am NeXt Computer studierte.
1993 nahm sie die Einladung der GMD St. Augustin - heute eine Abteilung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung - für die Entwicklung mehrerer Audio-Projekte im Fachbereich »Künstliche Intelligenz« an. 1996 zog sie nach Berlin.
Der Einfluss der Berliner Klangkunst- und Echtzeitmusikszene ist in ihren Werken deutlich zu spüren: viele ihrer Kompositionen beziehen den Raum als Parameter ein und/oder bieten den Musikern einen hohen Grad an Interpretationsmöglichkeiten. 1997/98 begann sie, kompositorische Ideen, ausformulierte Partituren mit installativen Präsentationsformen zu verbinden.
Sie arbeitet mit den bedeutendsten Vertretern der Berliner Echtzeitmusikszene wie Axel Dörner, Andrea Neuman, Annette Krebs und Alessandro Bosetti zusammen. Ihre letzten Arbeiten kreisen um einen neuen Schwerpunkt, der mit der Relation aus Poesie und Technologie beschrieben werden kann. Diese Beziehung meint nicht nur im konkreten Sinne die kompositorische Verwendung von Text, Poesie und literarischen Vorlagen, sondern im abstrakteren Feld das musikalische Nutzen der technologischen Mittel für einen in der Poesie angelegten Perspektivreichtum. Sie realisierte Projekte mit den Videokünstlern Melita Dahl, Andreas Köpnick, Steffi Weisman und dem Lyriker Ron Winkler.
2005 gründete sie das Ensemble "les femmes savantes", in dem sie mit Sabine Ercklentz, Hanna Hartman, Andrea Neumann und Ute Wassermann zusammen arbeitet. Ihre Kompositionen wurden auf internationalen Festivals wie Brückenmusik IV Köln, Donaueschinger Musiktagen 2001/2004, Transmediale Berlin, Musik des 20. Jahrhunderts Saarbrücken, MaerzMusik 2003 und 2004, Musique Action Vandoeuvre Nancy, Berlin - Buenos Aires, Wiener Festwochen, Wittener Tage für neue Kammermusik 2006, Kontraste Festival 2006 Österreich und Berlin in lights in der Carnegie Hall NYC 2008 vorgestellt.
Ana Maria Rodriguez ist mit zahlreichen Veröffentlichungen und Seminaren zum Thema “Musik und Technologie” hervorgetreten.


lunch & after work Konzerte 2011 sind ein Projekt des KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.guide/Ankunft: Neue Musik. ohrenstrand.net. wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin. Die Projektreihe ohrenstrand.guide/Ankunft: Neue Musik wird zusätzlich finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte KNM's lunch & after work Konzerte