Saison

 
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VERANSTALTUNG
» Details 27.08.2009, ab 18.45 Uhr Konzerthaus Berlin, alle Säle Orchesterfest: Bienvenue!  
ohrenstrand.net im Konzerthaus Berlin
Donnerstag, 27.08.2009, ab 18.45 Uhr, Konzerthaus Berlin

Orchesterfest: Bienvenue!

Mit Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek (Leitung), Vladimir Stoupel (Klavier), Florian Hoffmann (Tenor), Patrick Vogel (Tenor), Georg Blüml (Regie); Publikumsorchester; Kammerensemble Neue Musik Berlin; Casanova Society Orchestra; Studierende der TU Berlin und der Universität Potsdam; Erwin Stache (Klangkunst-Installationen)
Die Saisoneröffnung des Konzerthauses Berlin – das sogenannte Orchesterfest – eröffnet zugleich die neue Saison von ohrenstrand.net: Neben dem Konzerthaus Berlin beteiligen sich auch das Kammerensemble Neue Musik Berlin, die TU Berlin und die singuhr – hoergalerie. Annähernd drei Jahrhunderte französische Musikgeschichte stehen auf dem abwechslungsreichen Programm, das sich auf das ganze Haus verteilt. Neben dem Programm des Konzerthausorchesters, das ganz unter dem Motto „Vive l’affront!“ steht, sind Arbeiten des Klangkünstlers Erwin Stache zu erleben, Studierende laden ein zu Pariser Avantgarde im Musikclub und das Kammerensemble Neue Musik Berlin präsentiert Kompositionen von Pascal Dusapin, Ivan Wyschnegradsky und Gérard Grisey.


18.00 - 19.15 Uhr  Empfang, Hilton Hotel

1. Teil 19.30 - 20.30 Uhr GS - Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Georg Blüml Regie, Vladimir Stoupel Klavier, Florian Hoffmann Tenor, Patrick Vogel Tenor

Darius Milhaud Marche nuptiale (Orchester)
Erik Satie Parade (Orchester)
George Antheil 5 Préludes aus: La femme 100 têtes (Klavier solo)
Jean P. Rameau Suite aus „Dardanus“ (Orchester)
Francois Couperin "Le Tic-Toc-Choc, ou Les Maillotins" (aus Pièces de clavecin III für Klavier solo)
Jacques Offenbach „Die beiden Blinden“ Bouffonerie musicale in einem Akt (Orchester, Solisten)

2. Teil  21.00 - 21.50 Uhr  GS - Publikumsorchester
Lothar Zagrosek

Wagner Meistersinger-Ouvertüre

3. Teil  22.00 - 22.40 Uhr  WOS  - Kammerensemble Neue Musik Berlin

Pascal Dusapin “Laps" für Klarinette und Kontrabass
Ivan Wyschnegradsky Streichquartett Nr. 1 op.13
Gérard Grisey Périodes (aus: Les espace acoustique)

4. Teil  22.30 - 1.00 Uhr GS - Tanzorchester: „Casanova Society Orchestra“

Am gesamten Abend
MusikClub: Aktionen der Technischen Universität Berlin
Leitung der studentischen Projekte durch Frau Prof. Dr. Elena Ungeheuer
In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin (TU), Institut für Sprache und Kommunikation Fachgebiet Musikwissenschaft

Eingangsfoyer und eventuell Freitreppe: Klanginstallationen von Erwin Stache
Kuckucksuhrenorchester
83,7 Kilo Ohm
Carsten Seiffahrt Konzeption 
In Kooperation mit singuhr - hörgalerie
» Details 13.09.2009, 20.00 Uhr Hauptbahnhof Berlin ohrenstrand mobil im Hauptbahnhof Ankunft: Neue Musik  
Ekkehard Windrich / Ana Maria Rodriguez ohrenstrand mobil im Hauptbahnhof
Ankunft: Neue Musik
Berliner Hauptbahnhof (Zentrale Mitte, Ebene 0)

DUO
Ekkehard Windrich - Violine, live-elektronik
Ana Maria Rodriguez - live-elektronik

Zum ersten Mal stehen der Geiger des KNM Berlin Ekkehard Windrich und die Komponistin Ana Maria Rodriguez mit einem gemeinsam entwickelten Stück auf der Bühne.
Passend zum Thema "Bahn" arbeitet Ekkehard Windrich vor allem mit Delayschaltungen, während Ana Maria Rodriguez sowohl die Violinklänge als auch die Bahnhofsgeräusche durch ihr über Jahre entwickeltes Filtersystem "auf die Reise schickt".

Vom 7. - 18. September 2009 wird im Herzen des modernsten Bahnhofs Europas zeitgenössische Musik erklingen. Dort, wo sich die Gleise der transkontinentalen Ostwest- mit der Nordsüd-Verbindung kreuzen und hunderttausende Menschen täglich in Bewegung sind, bezieht die Neue Musik ein temporäres Zuhause und lädt zum spontanen Verweilen ein. Vor urbaner Geräuschkulisse erklingen ungewohnte musikalische Strukturen. Ein Angebot zum Hören und Staunen an Durchreisende, Flaneure und Musikneugierige.

ohrenstrand mobil ist ein Projekt der Zeitgenössischen Oper Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 16./17.09.2009, 19.30 Uhr Tiergarten Berlin,
Treffpunkt Richard-Wagner-Denkmal
20 Vertrauensgüter (UA)  
Vertrauensgüter ohrenstrand.net im Tiergarten
20 Vertrauensgüter UA

Von Hannah Groninger, Gerd Knappe und Johannes Kreidler; mit KNM Berlin: Robin Hayward (Tuba), Almut Lustig (Schlagzeug), Daniel Ploeger (Posaune); Bernd Fesel (Vortrag)

Vertrauen ist für dieses Musiktheater notwendig, da dem Publikum Klänge präsentiert werden, die vergangen sind, an anderen Orten auf der Welt stattfinden oder sich schlichtweg der Anthropologie des Menschen entziehen. „20 Vertrauensgüter“ erhielt den Realisierungspreis operare 09. Eine Produktion von Nachkommunikation GbR in Zusammenarbeit mit der Zeitgenössischen Oper Berlin, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz.
Treffpunkt ist vor dem Richard-Wagner-Denkmal im Tiergarten (Bushaltestelle Tiergartenstraße); bei sehr schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Simon-Bolivar-Saal der Staatsbibliothek (Potsdamer Str. 35) statt.
» Details 23.09.2009, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg,
Haus 13, Berlin
Hör.Quartett Neue Musik trifft Pop  
Tarwater Hör.Quartett – NEUE MUSIK trifft POP

Es ist wieder so weit: Im dritten Hör.Quartett diskutiert Luzia Braun, anchorwoman des ZDF Kulturmagazins aspekte, mit Thomas Schäfer (Direktor des Internationalen Musikinstituts Darmstadt) und Jens Balzer (Pop-Kritiker der Berliner Zeitung) Musik von Luigi Nono und der Berliner Band tarwater.

Und natürlich gibt es diese auch wieder live zu hören:
Rebecca Lenton und Theo Nabicht führen unter der Klangregie von Andre Bartetzki Luigi Nonos „A Pierre. Dell'azzurro silenzio, inquietum“ auf und tarwater spielen ihren special set Babylonian matter.

zur Erinnerung: Im „Hör.Quartett“ begegnet die NEUE MUSIK anderen musikalischen Genres – sowohl in der Diskussion wie auch in der Live-Präsentation. Nach ihrer letztmaligen Begegnung mit TECHNO trifft die NEUE MUSIK mit den Musikern von Tarwater nun wieder auf POP.
Ausgangspunkt der Diskussion ist die Frage nach dem Zusammenhang von Musik und Politik in POP und NEUER MUSIK. Dieser war sowohl für Tarwater, die mit ihrer Kunstmusik in der DDR im Umfeld der damaligen Lyriker- und Künstlerbewegungen agierten, von entscheidender Bedeutung, wie auch für Luigi Nono als politisch engagiertem Künstler. Zudem werden Fragen um die Nutzung von Live-Elektronik diskutiert.

Ort: pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 8 Euro
Kartenreservierungen: info(at)ohrenstrand.net oder 030/24749870
Internet: www.tarwater.de

Hör.Quartett ist ein Projekt des KNM Berlin und des Konzerthaus Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 01.10.2009, 21.00 Uhr Teatro Piccolo, Venedig Aura - Musiktheater Biennale di Venezia, Biennale Musica  
AURA
Musiktheater nach der Novelle „Aura“ von Carlos Fuentes (2009)

Musik und Libretto: José-María Sánchez-Verdú
Inszenierung: Susanne Øglænd
Bühnenbild: Mascha Mazur
Licht: Andreas Fuchs

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Sopran: Sarah Maria Sun
Mezzosopran: Truike van der Poel
Bass: Andreas Fischer
Zwei Stimmen im Ensemble: Martin Nagy, Guillermo Anzorena
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Auraphon: Experimentalstudio für akustische Kunst e.V.
Musikalische Leitung: José-María Sánchez-Verdú

Dauer: ca. 80 Minuten

Koproduktion von
Proyecto Gerhard Javier Güell Madrid
Biennale di Venezia, Biennale Musica
Musik der Jahrhunderte Stuttgart

weitere Aufführungen:
30. und 31. Januar 2010, Volksbühne Berlin, im Rahmen von Ultraschall - das Festival für neue Musik
» Details 04.10.2009, 20.00 Uhr Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal 25 Jahre Konzerthaus Berlin  
Programm

Juliane Klein
Die Stockung
für Oboe, Saxophon, Violine, Violoncello und Gitarre

Jean-Luc Hervé
Entlöse
für Sprecher, Streichtrio und Klavier nach einem Text von Ulrich Schlotmann

Beat Furrer
Apoklisis
für zwei Bassklarinetten

Mauricio Kagel
Match
für zwei Violoncelli und Schlagzeug

KNM Berlin
Gudrun Reschke, Oboe
Theo Nabicht, Bassklarinette / Saxophon
Winfried Rager, Bassklarinette
Christoph Grund, Klavier
Dirk Rothbrust, Schlagwerk
Seth Josel, Gitarre
Ekkehard Windrich, Violine
Nikolaus Schlierf, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello
Ringela Riemke, Violoncello

Ulrich Schlotmann, Sprecher

» Details 10.10.2009, 12 - 20.00 Uhr Galerienviertel Fasanenstraße 4. kulturradio Galerienwanderung ohrenstrand.net in Charlottenburg  
ohrenstrand.net in Charlottenburg
4. kulturradio Galerienwanderung – Zeitgenössische Kunst sehen und hören
Samstag, 10. Oktober 2009 12, 14, 16 und 18 Uhr, Karree Fasanenstraße/Kurfürstendamm
Ort / Treffpunkt: Käthe-Kollwitz-Museum, Fasanenstr. 24, 10719 Berlin
Eintritt: 5 Euro
Zum vierten Mal findet die kulturradio-Galerienwanderung statt. Diesmal führen wir Sie in das Galerienviertel rund um die Charlottenburger Fasanenstraße. Die Galerienwanderung schafft Synergien zwischen aktueller Kunst und Neuer Musik.
Es erwartet Sie Kunst „Die Magie von Ernst und Eigensinn“ (Galerie Brusberg) Werke von Raoul Dufy (Fasanengalerie), von Käthe Kollwitz (Käthe-Kollwitz Museum), von Harald Klemm (Raab Galerie), von Wolfgang Neumann (Egbert Baqué Contemporary Art), von Marietta Hoferer (Kunstbüro Berlin), von Barbara Celestina (Johanna Breede Photokunst).

Diesen Werken stellen die MusikerInnen des Kammerensembles Neue Musik Berlin kurze Musikstücke gegenüber von Pascal Dusapin, Robin Hayward, Christian Kesten, Helmut Oehring, Georg Katzer, Matthias Pintscher, DIeter Schnebel, Salvatore Sciarrino und Ekkehard Windrich.

Ergänzend sprechen die Musiker des KNM Berlin und Kunstwissenschaftler über die Kontexte der Werke.

Käthe Kollwitz Museum, Fasanenstr. 24
Georg Katzer
Musica Oscura (1988/2009)
Nikolaus Schlierf, Viola / Cosima Gerhardt, Violoncello / Lars Burger, Kontrabass

Galerie Raab, Fasanenstr. 72
Helmut Oehring
Trio I 3 Stücke (1987)
Rebecca Lenton, Flöte / Sascha Friedl, Flöte / Friederike Potengowski, Flöte

Trio II (1987)
Nikolaus Schlierf, Viola / Seth Josel, Gitarre / Lars Bruger, Kontrabass

Fasanengalerie, Fasanenstr. 29
Pascal Dusapin
if
Winfried Rager, Klarinette

Itou
Theo Nabicht, Bassklarinette

Egbert Baqué Contemporary Art, Fasanenstraße 37 (im Gartenhaus 2. OG)
Dieter Schnebel
VISIBLE MUSIC I (1960/62)
Version für 1 Dirigenten und 2 Instrumentalisten
Winfried Rager, Es-Klarinette / Robin Hayward, Tuba / Christian Kesten, Dirigent

Dieter Schnebel
MARSYAS
Winfried Rager, Klarinette / Robin Hayward, Tuba

Robin Hayward
release
Robin Hayward, Tuba

Christian Kesten
O.T. (ATEM ZUNGE LIPPEN) (2005)
Christian Kesten, Stimme

Kunstbüro Berlin, Uhlandstraße 162
Morton Feldman

Bass Clarinet and Percussion

Theo Nabicht, Bassklarinette
 / Alexandre Babel, Schlagzeug
 / Michael Weilacher, Schlagzeug

Brusberg Fine Art Berlin, Kurfürstendamm 213 (im Gartenhaus)
Matthias Pintscher
Study III for Treatise on the Veil
Ekkehard Windrich, Violine

Ekkehard Windrich
Kreuzung
Ekkehard Windrich, Violine / Elektronik

Johanna Breede Photokunst, Fasanenstraße 69
Salvatore Sciarrino
Esplorazione del Bianco III
Michael Weilacher, Schlagzeug

Opera die flauto - Canzone di ringraziamento
Rebecca Lenton, Flöte

Kartenreservierungen: 030-25939016 (5.10.–9.10., 10–18 Uhr) oder galerienwanderung(at)rbb-online.de

Die 4. kulturradio Galerienwanderung ist ein Projekt des kulturradio vom rbb im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird unterstützt durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 21.10.2009, 18.45 Uhr Podewils'sches Palais + ohrenstrand auf dem pfefferberg,
pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176 Berlin
Gehörte Stadt Audioführung  
ohrenstrand auf dem pfefferberg
Gehörte Stadt

Gehörte Stadt lädt Sie dazu ein, mit ihren Ohren zu sehen. Wer dabei sein möchte, muss lediglich etwas Vertrauen, große Neugierde und möglichst offene Ohren mitbringen. Um die unzählbaren Klänge und akustischen Räume Berlins möglichst ungestört auf sich einwirken zu lassen, werden Sie von einem persönlichen Guide, der sich um Ihre Sicherheit kümmert, blind durch die Stadt geführt. Erleben Sie Berlin mit den Ohren statt mit den Augen: Schon oft, aber noch nie bewusst Gehörtes wird Ihnen zu Gehör kommen: Tagtäglich verpassen Sie vermeintlich unspektakuläre akustische Ereignisse, die den Sound einer Stadt prägen. Wieso klingt alles plötzlich so anders, wenn Sie nichts sehen? Könnten Sie hören, dass Sie sich in Berlin befinden?
Ausgangspunkt des Hör-Gangs ist das Podewil am Alexanderplatz: Von hier aus führen unsere Guides Sie mit verbundenen Augen zu verschiedenen Hör-Punkten. Der Rundgang dauert eine gute Stunde und endet am pfefferberg, haus 13. Im zweiten Teil des Abends, der im haus 13 stattfindet, werden Klangphänomene aus dem Hör-Gang diskutiert und mit verschiedenen Klang-Spielen oder kurzen musikalischen Darbietungen einzelner Mitglieder des KNM Berlin thematisiert.

Ort: Treffpunkt ist das Podewil (Foyer), Klosterstr. 68-70, 10179 Berlin; U2 Klosterstraße - Zweiter Teil im pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 5 Euro (Kinder 2,50 Euro)
Kartenreservierung: Wegen beschränkter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, per E-Mail: info@ohrenstrand.net oder telefonisch unter: 030/24749870

Ein Projekt von ausland und des KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 30.10.2009, 19:30 Uhr Konzerthaus Wien, Großer Saal Wien Modern Retrospektive Iannis Xenakis  

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Mario Caroli Flöte
Beat Furrer Dirigent

Das Xenakis-Porträt bei Wien Modern 2009 präsentiert wichtige Ensemble- und Orchesterwerke sowie elektronische Kompositionen des griechisch-französischen Klangpioniers. Mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Klangforum Wien, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und dem Arditti Quartett sind internationale Spitzenensembles eingeladen, Werke aus vier Jahrzehnten zu interpretieren. Als einer der Höhepunkte des Xenakis-Porträts steht am 20. November ein legendäres und selten zu erlebendes Orchesterwerk aus dem Jahr 1966 auf dem Programm: «Terretektorh» für achtundachtzig im Publikumsraum verteilte Musiker, gespielt vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Peter Eötvös.

Programm
Iannis Xenakis

Waarg (1988)

Iannis Xenakis

Jalons (1986)

Iannis Xenakis

Phlegra (1975)

Salvatore Sciarrino

Libro notturno delle voci (2009) EA

Beat Furrer
Apon (2009) EA

» Details 10.11.2009, 21 Uhr Teatro San Martin Buenos Aires Ciclo de Conciertos de Música Contemporánea del Teatro San Martín Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD in Buenos Aires  
Hommage Silvestre Revueltas

Kammerensemble Neue Musik Berlin und argentinische Musiker
Künstlerische Leitung: Roland Kluttig

Eigenwillig und frisch eröffnen Silvestre Revueltas "musikalische Fotografien" Mexikos dem Zuhörer eine außergewöhnlich dichte und faszinierende Klangwelt. Neben einigen der bekanntesten sinfonischen Dichtungen und Filmmusiken des als "mexikanischen Ives" bezeichneten Komponisten werden in diesem Konzert auch seltener aufgeführte Miniaturen zu hören sein.

Programm

Caminando (1937)

Ocho por Radio (1933)

Planos (1934)

Toccata sin Fuga (1933)

Tres Sonetos

El renacuajo paseador

Homenaje a Federico García Lorca (1936)

Siete Canciones

Sensemayá (1938)


Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und der Berliner Kulturverwaltung.
» Details 11.11.2009, 21 Uhr Teatro San Martin
Buenos Aires
Ciclo de Conciertos de Música Contemporánea del Teatro San Martín Artists in Berlin  
Programm

Simon Steen-Andersen
Next To Beside Besides
for flute, saxophon and percussion

Alvin Lucier
Navigations for strings

Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau
per tuba e live electronics

Liza Lim
The Heart's Ear
for flute, clarinet and string quartet

Gérard Grisey
Anubis-Nout
for contrabassclarinet

Dmitri Kourliandski
Punctuation marks
for flute, clarinet, piano (perc), violin and violincello

Jean-Luc Hervé
En découverte
für 2 Violinen, Live-Elektronik und Video
Video: Natacha Nisic

Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und der Berliner Kulturverwaltung.
» Details 12.11.2009, 21.00 Uhr Centro Cultural MOCA, Montes de Oca 169, Ciudad de Buenos Aires sound & language Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD in Buenos Aires  
Mario Verandi sound & language

Robin Hayward
Grave Mountain Diagram
for horn, trombone and tuba

Nicolas Collins
Sonnet 40
Text: William Shakespeare
for trumpet solo

Ana María Rodríguez
Radiostation der vergessenen Städte
Text: Ron Winkler
for trumpet, percussion and live-electronic

Martin Bauer
Un candado de dolor (Poesia popular)
for trombone, percussion and tape

Mario Verandi
tour de trance
Text: Monika Rinck

Marcelo Toledo
Logomaquia (WP)
Text: Nora Iuga
for trumpet, trombone, tuba, percussion and prerecorded sounds

KNM Berlin
Álvaro Suárez Vázquez, french horn (guest)
Naama Golan, trumpet
Daniel Ploeger, trombone
Robin Hayward, tuba
Alexandre Babel, percussion
Ana Maria Rodriguez / Mario Verandi / Thomas Bruns, Klangregie

Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und der Berliner Kulturverwaltung.
» Details 25.11.2009, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg, Haus 13, Berlin Hör.Quartett Neue Musik trifft Krautrock  
Holger Czukay Mittwoch, 25.11.2009, 20 Uhr, pfefferberg haus 13
ohrenstrand auf dem pfefferberg
Hör.Quartett - NEUE MUSIK trifft KRAUTROCK

Mit Luzia Braun (Moderation, ZDF Kulturmagazin aspekte), Thomas Schäfer (Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt), Jens Balzer (Berliner Zeitung); Zu Gast: Holger Czukay (Can)
Live-Musik von Holger Czukay und Kammerensemble Neue Musik Berlin (Karlheinz Stockhausen: "Adieu" für Bläserquintett)
Im "Hör.Quartett" begegnet die NEUE MUSIK anderen musikalischen Genres: sowohl in der Diskussion wie auch live. In der vierten Ausgabe des Hör.Quartetts trifft die NEUE MUSIK, vorgestellt durch das Kammerensemble Neue Musik Berlin, auf die KRAUTROCK-Legende Holger Czukay, der als Bassist und Elektroniker der Band Can internationalen Ruhm erlangte und für viele als einer der einflussreichsten Musiker der 60er- und 70er Jahre gilt. Mit Can prägte er mit repetitiven Klangkompositionen und der frühen Verwendung von Geräuschen eine ganz eigene Ästhetik, die heute vor allem in avantgardistischer Rockmusik und in elektronischer Musik fortwirkt.
Czukay studierte von 1963 bis 1966 bei dem Komponisten Karlheinz Stockhausen, der die Grundhaltung von Can als "musikalisch forschend" beschrieb. Czukay äußerte sich über Stockhausen widerum wie folgt: "Mehr als vierzig Jahre später bleibt seine Musik ein hervorragendes musikalisches Juwel, obwohl die fortgeschrittene technische Entwicklung einen vermuten lässt, es könnte sich dabei um einen 'alten Hut' handeln. Falsch, der 'Gesang der Jünglinge' lässt moderne Technik manchmal ziemlich alt aussehen!" Dieser Einschätzung kann unmittelbar nachgegangen werden, indem das KNM Berlin Stockhausens Komposition "Adieu" für Bläserquintett aus dem Jahr 1966 vorstellt.
Lässt sich zwischen bestimmten Ästhetiken innerhalb des KRAUTROCK und NEUER MUSIK eine gewisse Nähe feststellen? Durchaus finden sich Parallelen wie die Verwendung von Geräusch-Collagen, Sound-Experimenten und minimalistisch angelegten Strukturen. Auch die Nutzung neuer elektronischer Instrumente und die Ablehnung musikalischer Konventionen ließe dies vermuten.
Welche Rolle spielt die NEUE MUSIK konkret für Holger Czukays Arbeit und wie sieht diese aus? Und welche Wirkung entfaltete Stockhausens Komponieren im Umfeld der NEUEN MUSIK, aber gerade auch im POP?
Diese Fragen und andere diskutiert Holger Czukay mit dem Musikwissenschaftler und Kurator Thomas Schäfer (Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt), dem Popjournalisten Jens Balzer (Berliner Zeitung) und der Moderatorin Luzia Braun (ZDF Kulturmagazin aspekte). Dabei lotet das Hör.Quartett die Möglichkeiten des Austauschs zwischen NEUER MUSIK und anderen Genres aus und etabliert einen sinnlichen, überraschenden und humorvollen Diskurs.

Eintritt: 8 Euro / 6 Euro erm.
Kartenreservierungen per E-Mail: info@ohrenstrand.net und Tel.: 030/24749-870
Ort: pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz

Hör.Quartett ist ein Projekt des KNM Berlin und des Konzerthaus Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 27.11.2009, 20.00 Uhr Hamish Morrison Galerie kulturradio Galeriekonzert Zeitgenössische Kunst sehen und hören  
ohrenstrand.net in Moabit
kulturradio-Galeriekonzert - Zeitgenössische Kunst sehen und hören
 
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Werke von Louis Andriessen, Christopher Fox und Salvatore Sciarrino;
Arbeiten von Frank Badur
 
Selten besteht die Gelegenheit, Zeitgenössische Kunst hautnah in Verbindung mit live gespielter Musik zu erleben. Im Galeriekonzert wird diese Brücke in Anlehnung an die Galerienwanderung des kulturradio vom rbb ein weiteres Mal geschlagen. Das Programm des Kammerensemble Neue Musik Berlin ist inspiriert durch die Arbeiten des Berliner Künstlers Frank Badur, die anlässlich dessen 65. Geburtstags in der Hamish Morrison Galerie präsentiert werden. Sie sind gekennzeichnet durch eine sinnlich lebendige Beschäftigung mit Farbe und Lineatur, die Fragen nach rhythmisierter Proportion, nach dem Klang und der Intensität von Farben aufwirft. Geometrisch abstrakt anmutend und der Minimal Art nahe finden sich Verwandtschaften zu den ausgewählten Kompositionen: Salvatore Sciarrinos „Esplorazione del bianco I - III” sucht nach den unzähligen Stufen im Weiß zwischen Licht und Dunkel. „Unreasonable Strains” von Christopher Fox arbeitet spannungsreich mit langen Notenwerten und konsonanten Intervallen, die quasi monochrome Klangflächen erzeugen. Eine ebenfalls minimalistisch konzipierte Komposition ist „Workers Union” von Louis Andriessen, der die Tonhöhen nur andeutet, während die Rhythmen fixiert und mit allen Stimmen unisono zu spielen sind. Das Konzert dauert ca. eine Stunde und wird moderiert. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Austausch über Synergien der Kunst.
 
Programm

Christopher Fox
Unreasonable Strains (15')
für Ensemble

Salvatore Sciarrino
Esplorazione del bianco I - III (15')
für Kontrabass solo, Flöte, Bassklarinette, Gitarre, Violine und Jazzschlagzeug solo

Louis Andriessen
Workers Union (25')
Sinfonischer Satz für jede laut klingende Instrumentengruppe

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte
Winfried Rager, Klarinette
Theo Nabicht, Bassklarinette/Saxophon
Samuel Stoll, Horn
Naama Golan, Trompete
Matthias Jann, Posaune
Robin Hayward, Tuba
Michael Weilacher, Schlagzeug
Seth Josel, Gitarre/E-Gitarre
Ekkehard Windrich, Violine
Arnulf Ballhorn, Kontrabass

Ort: Hamish Morrison Galerie, Heidestr. 46-52, 10557 Berlin
Eintritt frei
Anmeldung erbeten; per Post: kulturradio vom rbb, z. H. Frau Stiller, 14046 Berlin; oder per E-Mail: katrin.stiller(at)rbb-online.de

Das kulturradio-Galeriekonzert ist ein Projekt des kulturradio vom rbb im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird unterstützt durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 12.12.2009, 18.00 Uhr Akademie der Künste, Pariser Platz 2WEI: Olga Neuwirth + Enno Poppe Konzerte + Gespräch  
2WEI: Olga Neuwirth + Enno Poppe

Eine jüngere Generation von Komponisten hat sich seit einigen Jahren in die vordersten Reihen des internationalen Musikschaffens katapultiert. Olga Neuwirth und Enno Poppe sind zwei der markantesten Erscheinungen aus diesem Kreis. Beide wurden inzwischen zu Akademie-Mitgliedern gewählt. Die nächste Ausgabe der Reihe 2WEI ist ihnen gewidmet - als dialogisches Wechselspiel aus Konzerten, Film und Gespräch. Das musikalische Portrait Olga Neuwirths gestaltet das Kammerensemble Neue Musik Berlin mit Arbeiten aus zwei Jahrzehnten, darunter eine filmische Beschreibung ihrer Kompositionsweise, die 2007 zur documenta 12 entstand. Das ensemble mosaik nimmt sich der Musik von Enno Poppe an. Er leitet das Ensemble seit 1998 und wird es auch in diesem Konzert dirigieren, im Programm Allerneuestes aus seiner Werkstatt. Das Gespräch zwischen beiden moderiert Thomas Schäfer, Direktor des Internationalen Musikinstituts Darmstadt.


Programm


18.00 Uhr Film
"Miramondo Multiplo" (2006/2007)
Musik und Idee: Olga Neuwirth
Courtesy Galerie Charim und documenta 12


18.30 Uhr Konzert
Olga Neuwirth

Verfremdung/Entfremdung
für Flöte, Klavier und Sechskanaltonband (2002)

SPLEEN
für Baßklarinette solo (1994)

AKROATE HADAL
für Streichquartett (1995)

Marsyas
für Klavier solo (2004)

FIVE DAILY MINIATURES
für Countertenor, Baßklarinette, Klavier, Violine und Violoncello (1994)
Text von Gertrude Stein

Kammerensemble Neue Musik Berlin
Solisten:
Tim Severloh, Countertenor
Theo Nabicht, Bassklarinette
Frank Gutschmidt, Klavier


19.45 Uhr
Olga Neuwirth und Enno Poppe im Gespräch mit Thomas chäfer


20.45 Uhr Konzert
Enno Poppe

Trauben
für Klaviertrio (2004/2005)

Holz solo
für Saxophon (1999/2009) UA

Schrank
für Ensemble (1989-2009) EA

Salz
für Ensemble (2005)

ensemble mosaik
Enno Poppe, Leitung
» Details 21.01.2010, 19.00 Uhr Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal Open your Ears - Les femmes savantes  
les femmes
LES FEMMES SAVANTES
Sound – Case

Les femmes savantes
Berliner Jugendliche und Erwachsene

Koffer sagen eine Menge über ihre Besitzer und Benutzer aus. Äußerlich aufgrund ihrer Funktionalität recht ähnlich, transportieren sie höchst unterschiedlichen und persönlichen Inhalt. Wer wollte nicht schon gern einmal in einen fremden Koffer schauen? Für "Sound – Case" öffnen die Femmes ihre fünf Reisekoffer und erzählen mit und für die Jugendlichen als auch Laien-Erwachsenen ihre individuellen Klanggeschichten.
Während man bei Hanna Hartman nach dem Klang der Straße fragt (und ihn auch beeinflussen wird), reist Ana Maria Rodriguez’ Gruppe in die Klangwelten mehrerer Familiengenerationen und portraitiert diese in Form von Video/Audio snapshots. Andrea Neumann integriert typische Gesten und persönliche Geräusche ihrer Akteure in ein räumlich aufgefächertes musikalisch/visuelles Tableau und Sabine Ercklentz ver-wandelt unsere Alltagsklänge auf poetische Weise in den Sound von mitgebrachten Instrumenten.
Ute Wassermann schließlich formt einen experimentellen Klangchor, der gefundene Melodien, Songs, Geräusche oder auch Texte neu zusammensetzt und klanglich mischt.
Musiker des KNM Berlin begleiten die fünf Femmes auf ihrer Reise.

Hanna Hartman
"On The Road" (Arbeitstitel)
Mit den Schülern / Erwachsenen werden verschiedene "Straßenbeläge" ausprobiert und nach Klang und Rhythmus neu gestaltet. Wie klingt die Straße? Wie soll sie klingen? Die Straßenbeläge werden entsprechend der Vorstellungen und des Klangempfindens der Schüler von einem Fachmann hergestellt. Die Gestelle für die Straßenbeläge werden im Voraus gebaut. Auf der Bühne befinden sich 3 -5 "Straßen" mit verschiedenen Belägen.
Die Beläge klingen alle ganz unterschiedlich und werden mit Rollkoffern und Spielzeug auf Rädern (z.B Spielzeugenten) von den Schülern nach einer Partitur bespielt.
Gleichzeitig werden hinter den "Straßen" Musiker auf rollenden Kisten (in verschiedenen Höhen) spielend in verschiedene Richtungen Hin und Her gezogen.

Ana Maria Rodriguez
"my generation" - Video/Audio Portraits
Mehrere Familien werden je von ihrer jüngsten Generation auf das musika-lisch/akustische Erleben der letzten 70 Jahre befragt. Eine Familie aus der Perspektive ihrer mittleren Generation. Welche Musik wurde im Familiengedächtnis bewahrt und weiter gegeben? Welche akustischen Erinnerungen sind haften geblieben? Welche Geräusche und Klänge sind verloren gegangen oder spielen keine Rolle mehr?
Die Familien - möglichst mit unterschiedlichem kulturellen Kontext - stellen also selbst die Video/Audio - Teams dar. In einem ersten Schritt werden gemeinsam die Interviews vorbereitet. Die zweite Etappe beinhaltet den "Dreh" und das Archivieren des musikalisch/akustischen Materials. Im letzten Schritt wird schließlich das visuell/klangliche Mate-rial unter der Anleitung von Ana Maria Rodriguez zu künstlerischen Portraits verdichtet. Eine kurze Komposition – die live am Schluss aufgeführt wird – verbindet die vorproduzierten Portraits mit der Konzertsituation.

Sabine Ercklentz
„It sounds like...“ (Arbeitstitel)
Gruppe 1 / Fielrecordings:
Wie klingt der uns umgebende Alltag? Permanent sind wir von Geräuschen / Klang umgeben, den wir aber häufig nicht bewußt wahrnehmen. In einem ersten Arbeits-schritt sammeln die Schüler die sie umgebenden Alltagsklänge, zu Hause und unter-wegs. Was klingt interessant und warum? Welche dieser Klänge können wir für unsere Kompositionen gebrauchen. Angeleitet von einem Fachmann werden die Schüler professionelle Fieldrecordings von einzelnen Klangquellen machen. In einem nächsten Arbeitschritt lernen die Schüler verschiedene einfache Techniken der digitalen Klangbearbeitung, editieren und  filtern, kennen.
» Details 28.01.2010, 20.00 Uhr Radialsystem V Marcelo Toledo - La selva interior (The Jungle Within) Ultraschall - das Festival für neue Musik  
Marcelo Toledo
La selva interior (The Jungle Within)
(2006/2009)
Kammeroper
Uraufführung der Neufassung

Eine Oper über die letzten Momente im Leben des südamerikanischen Schriftstellers Horacio Quiroga, der sich in seinen Büchern leidenschaftlich und phantasievoll mit der Wildnis, mit Liebe, Tod und Wahnsinn auseinandersetzte. Die Musik von Marcelo Toledo erzählt auf magische Weise, wie Klarheit und Genesung, Delirium und Realität, Imagination, Erinnerungen und Wünsche ineinander verfließen und erkundet den schwindelerregenden inneren Dschungel eines Mannes, der entschieden hat, noch am gleichen Tag die Welt zu verlassen.

Marcelo Toledo, Idee und Komposition
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Manuel Nawri, Dirigent
Claudia Doderer, Raum, Inszenierung, Bühnenbild
Andreas Fuchs, Licht

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
» Details 30.01.2010, 21.00 Uhr / 31.10.2010, 18.00 Uhr Volksbühne Berlin Aura - Musiktheater Ultraschall - das Festival für neue Musik  
AURA
Musiktheater nach der Novelle „Aura“ von Carlos Fuentes (2009)

Musik und Libretto: José-María Sánchez-Verdú
Inszenierung: Susanne Øglænd
Bühnenbild: Mascha Mazur
Video: Jan Speckenbach
Kostüm: Gunna Meyer
Licht: Andreas Fuchs

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Sopran: Sarah Maria Sun
Mezzosopran: Truike van der Poel
Bass: Andreas Fischer
Zwei Stimmen im Ensemble: Martin Nagy, Guillermo Anzorena
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Auraphon: Experimentalstudio für akustische Kunst e.V.
Musikalische Leitung: José-María Sánchez-Verdú

Dauer: ca. 80 Minuten 

Koproduktion von 
Proyecto Gerhard Javier Güell Madrid
Biennale di Venezia, Biennale Musica
Musik der Jahrhunderte Stuttgart

Eine Produktion von Musik der Jahrhunderte im Rahmen von ENPARTS, einer Kooperation mit musicadhoy Madrid und der Biennale Venedig.
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes
.
» Details 06.02.2010, 21.00 Uhr Halle 400, Kiel Chiffren - Kieler Tage für Neue Musik  
Programm

Stefan Bartling
MIT NAMEN & Randnotiz
für 4 Lautsprecher, 2 Megaphonspieler und 1 Fahrradspieler
Daniel Ploeger
Untitled (voice, weapon, megaphone)
für Posaune und Kassettenrekorder
Jean-Luc Hervé
En découverte
für zwei Violinen, Live-Elektonik und Video

Luigi Nono
Post-prae-ludium per Donau
per tuba e live electronics

Ana Maria Rodriguez
Radiostation der vergessenen Städte
für Trompete, Percussion und Live-Elektronik

Gérard Grisey
Périodes (aus: L'espace acoustique)
für Flöte, Klarinette, Posaune, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass

KNM Berlin
Rebecca Lenton, Flöte
Winfried Rager, Klarinette
Naama Golan, Trompete
Daniel Ploeger, Posaune
Robin Hayward, Tuba
Alexandre Babel, Schlagwerk
Ekkehard Windrich, Violine
Catherine Ribes, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola
Ringela Riemke, Violoncello
Arnulf Ballhorn, Kontrabass
Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronik
Andre Bartetzki, Klangregie
Thomas Bruns, Klangregie


» Details 10.02.2010, 20.00 Uhr ohrenstrand auf dem pfefferberg, Haus 13, Berlin 2 x Five ohrenstrand auf dem pfefferberg  
Programm

John Cage
Sculptures musicales
(Ausarbeitung: Ekkehard Windrich)

John Cage
Sculptures musicales
(Ausarbeitung: Ana Maria Rodriguez)

John Cage
Five

John Cage
Sculptures musicales
(Ausarbeitung: Daniel Ploeger)

Hanna Hartman
Borderlines

Andrea Neumann
LFS 5

Ute Wassermann
small words

Sabine Ercklentz
Sound-alike II
» Details 06.03.2010 22.00 Uhr Bauhaus Dessau Portraitkonzert Helmut Oehring Kurt-Weill-Fest 2010  
Sopran: Salome Kammer
Gebärdensolistin: Christina Schönfeld
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Sounddesign/Live Elektronik: GOGH surround music/T.Ottersberg

Programm
Locked -in-  

Philipp
Version für Kontrabassklarinette Teil 1

MARIE B.  (Seven Chambers) String Quartet No.2
für Streichquartett und live-electronics

Mischwesen
Version für Gebärdensprache, Trompete, Kontrabassklarinette, Violoncello und Keyboard
Text: basierend auf dem Gedicht SILENCE von Anne Sexton und Texten von Oehring / ter Schiphorst"

Philipp
Version für Kontrabassklarinette Teil 2

LIVE  (aus: Androgyn)
(mit Iris ter Schiphorst)
nach dem Gedicht LIVE von Anne Sexton
18 songs für Stimme, Violine, Violoncello, präpariertes Klavier/sampling Keyboard und live-electronics

Kooperation des Kurt-Weill-Festes Dessau mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin
» Details 21.03.2010, 20.00 Uhr
22.03.2010, 20.30 Uhr
Sophiensaele Der Sonne entgegen - Musiktheater von Lucia Ronchetti MaerzMusik - Festival für aktuelle Musik  
Lucia Ronchetti
Der Sonne entgegen

Szenisches Konzert für 14 Stimmen, Blechblasensemble und Live-Elektronik (2007, rev. 2009) UA der Neufassung

„Der Sonne entgegen“ ist eine dramatische Meditation für 14 GesangssolistInnen, Blechblasensemble und Live-Elektronik. Neue und alte Grenzen unserer hyperkommunikativen Welt bilden Hauptthemen und zugleich Ausgangspunkt des Projektes.
Die Intention der italienischen Komponistin Lucia Ronchetti und der Dramaturgen besteht in der Schaffung eines Musiktheaters, das den traditionellen Gedanken von SolistInnen und Hauptcharakteren verwirft zu Gunsten einer sich verwandelnden und fluktuierenden Gemeinschaft, aus der einzelne Personen auftauchen und wieder verschwinden.

Die Dramaturgie folgt den vielfachen Transformationen der 14 DarstellerInnen in fragmentierten, assoziativ verbundenen und dramatischen Situationen. Sie treten als EuropäerInnen auf, die einen scheinbar paradiesischen Urlaub auf einer exotischen Insel genießen, als Flüchtlinge, die sich in wüstenähnlicher Umgebung einer unüberwindlichen Barriere gegenübersehen, als Staatenlose oder Überlebende in der Ersten Welt, und schließlich als unbekannte Intellektuelle, die in komplexe Diskussionen über Gebietsverlust und Migration vertieft sind. Eine junge Eiskunstläuferin, die durch den polierten Raum und über Grenzen hinweg gleitet, ein Chor der Toten, der an der Grenze stehend die unumschränkte Macht von Zeit erörtert, und ein Eisberg, der von seiner grenzenlosen antarktischen Heimat spricht, sind Außenseitergestalten, externe BeobachterInnen.

Alle Mitglieder des Ensembles sind sowohl SängerInnen als auch SchauspielerInnen. Sie agieren als eine Art Perkussionsorchester, indem sie all ihre Klänge mit ihren Stimmen, ihren Körpern und einfachen Requisiten erzeugen und die Bühne selbst als eine riesige Trommel benutzen. Über weite Strecken des Stückes gibt es kein Klangzuspiel; lediglich das schlichte und bisweilen zerbrechliche a cappella der DarstellerInnen.

Am Ende des Werkes gestaltet das Blechblasensemble ein metahistorisches Ereignis, das an die Sintflut erinnert; eine Neufassung dieser biblischen Geschichte, in der alles zu komplex, zu schwach verbunden erscheint, um jemals entschlüsselt werden zu können. Diese Regenflut reißt DarstellerInnen, MusikerInnen und Publikum mit sich fort.

Komposition: Lucia Ronchetti
Text: Steffi Hensel

Mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und VokalsolistInnen
Musikalische Einstudierung: Daniel Gloger
Musikalische Leitung: Timo Kreuser

Szenische Einrichtung: Michael von zur Mühlen
Video: Elisabetta Benassi
Raum/Licht: Lothar Baumgarte
Kostüme: Svenja Gassen
Klangregie/Live-Elektronik: Thomas Seelig

Eine Autorenproduktion in Zusammenarbeit mit MaerzMusik | Berliner Festspiele und Sophiensaele, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Kunststiftung NRW, des NRW KULTURsekretariat/Fonds Experimentelles Musiktheater, des Deutschen Musikrats, der Initiative Neue Musik Berlin, des Berliner Künstlerprogramm des DAAD und des Istituto Italiano di Cultura Berlino
Auftragswerk Fonds Experimentelles Musiktheater | UA Gelsenkirchen, 12.5.2007

» Details 03./04.04.2010, 17.30 - 23.00 Uhr Radialsystem V, Berlin KNM New Music Spa The book of wellness  
KNM New Music Spa - The Book of Wellness  
Am Osterwochenende eröffnet das Kammerensemble Neue Musik Berlin den ersten temporären New Music Spa weltweit. Das Ensemble bittet zu einer profunden Hör-Kur ins Berliner RADIALSYSTEM V, bei der auf Hochspannung garantiert auch Entspannung folgt. 
Die Audioführung "Gehörte Stadt" lädt zu Beginn und mittendrin ein, mit den Ohren zu sehen. Wer dabei sein möchte, muss lediglich etwas Vertrauen mitbringen. Persönliche Guides führen die Teilnehmer blind durch die Klänge der Stadt. Ironisch frech geht es anschließend bei der Uraufführung von Eliav Brands „The Book of Wellness“ zu, die von Pierre Jodlowskis Körperstudie „Respire“ bzw. Johannes Kreidlers böser Adaption „Music for a Solo Western Man“ gefolgt wird. Bevor der KNM New Music Spa mit Morton Feldmans Meisterwerk „For Samuel Beckett“ seine Pforten schließt, bietet er ein breites individuelles Angebot für seine Gäste: wer lachen und lachen hören möchte, dem sei der Lach-Yoga Kurs von Alexander Peters ans Herz gelegt. Wer lieber klangduscht, meldet sich bitte bei Michael Vorfeld und Ana Maria Rodriguez oder begibt sich in Folkert Uhdes Installation „inside ciacona“ in die Architektur der Bachschen Musik. Veritable Massage-Variationen mit Live-Musik bieten Sara Kneer und Kollegen, während die Musiker des KNM Berlin und Gäste zu Klangmassagen einladen.  Bitte melden Sie sich aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl für die Audioführung „Gehörte Stadt“ rechtzeitig telefonisch unter 030/24749870 an.

Programm 
17.30 Uhr
Prolog - Audioführung „Gehörte Stadt“

19.00 Uhr
Eliav Brand
Book of Wellness: your guide to better life I (UA)

20.00 Uhr 
Pierre Jodlowski
Respire (2008) für 11 Instrumente, Video und Soundtrack (nur am 3.4.) 
Johannes Kreidler 
for a Solo Western Man (UA) für Performer, Elektronik, Ensemble und Moderator (nur am 4.4.)

20.30 - 22.00 Uhr

verschiedene Räume des RADIALSYSTEM V & outdoor
Audioführung „Gehörte Stadt“  
Folkert Uhde - „inside ciacona“ - Klanginstallation
Ana Maria Rodriguez / Michael Vorfeld - „CROMORELAX“ Klang und Licht für alle Sinne
Klangmassagen mit Musikern des KNM Berlin
Lach-Yoga mit Alexander Peters
Massage-Variationen mit Sara Kneer und Kollegen

22.00 Uhr
Morton Feldman 
For Samuel Beckett (1987) für 23 Spieler
 
Mitwirkende 
Lisa Fornhammar, Sopran; Jennifer Porto, Sopran; Michael Wendeberg, Musikalische Leitung; Johannes Kreidler, Moderator (Music for a Solo Western Man); Ana Maria Rodriguez / Michael Vorfeld, Klangdusche; Alexander Peters, Lach-Yoga; Sara Kneer und Kollegen, Massage-Variationen; KNM Berlin & Gäste 
 
Eintritt 14 Euro / ermäßigt 11 Euro Prolog: 3 Euro, bei Kauf einer Karte für KNM New Musik Spa frei Massagen und Lach-Yoga nach Verfügbarkeit inklusive
Late-Ticket für M. Feldmans „For Samuel Beckett“ (Beginn jeweils um 22 Uhr): 10 Euro / ermäßigt 8 Euro
 
Tickets www.radialsystem.de, Tel.: 288788588, Ticketbüro Di – Fr 10-19 Uhr, Sa + So 12-19 Uhr
Tickets für die Audioführung „Gehörte Stadt“ reservieren Sie bitte direkt bei ohrenstrand.net. Tel.: 030/24749870, Email: info@ohrenstrand.net 
 
KNM New Music Spa ist ein Projekt des Kammerensemble Neue Musik Berlin. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. In Zusammenarbeit mit RADIALSYSTEM V. „Gehörte Stadt“ ist ein Projekt von ausland und KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik und die Kulturverwaltung des Landes Berlin. „inside ciacona“ ist ein Projekt von Folkert Uhde und RADIALSYSTEM V, gefördert durch die Schering Stiftung
» Details 12.04.2010, 20.00 Uhr
13.04.2010, 21.00 Uhr

Radialsystem V, Berlin Alte und neue Musik im Dialog Zeitfenster  
Alte und Neue Musik im Dialog
Kammerensemble Alte Musik

Nadja Zwiener Barockvioline

Musiker des Kammerensembles Neue Musik Berlin

Titus Engel Leitung

Uraufführungen von Sven-Ingo Koch, Klaus Lang, Michael Wertmüller
Italienische Musik des 17. Jahrhunderts

Lust, Leid, Begierde und Furcht waren für den griechischen Philosophen Platon die vier zentralen menschlichen Gefühlszustände. Seit dem 16. Jahrhundert haben sich Komponisten damit beschäftigt, diese »Affekte« in Musik zu übersetzen – was zur Erfindung der Oper geführt hat. In diesem exklusiv für zeitfenster entwickelten Konzertabend treten Alte und Neue Musik auf der Bühne in einen dialogischen Wettstreit um die musikalische Umschreibung menschlicher Gefühle. Daumen hoch oder runter: Das Publikum entscheidet über Sieg oder Niederlage.
» Details 06.05.2010
20.00 Uhr
Donauhallen Donaueschingen, Bartók Saal Hörba(a)r Ars Nova des SWR 2 in Donaueschingen  
sound & language

„sound & language“ beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Wort & Musik, genauer gesagt, mit der facettenreichen Relation aus gesprochenem Text und Instrumentalmusik.
Obwohl in diesem Programm jeweils ein Komponist mit einem Dichter kooperiert, literarische Vorlagen benutzt bzw. O-Töne von Schriftstellern als Ausgangspunkt der Komposition genommen werden, bleibt der Gesang draußen vor der Tür.
”sound & language” möchte Werke vorstellen, in denen die Textvorlage nicht im klassischen Sinne vertont wird. Vielmehr wird das Melodram wiederbelebt, ins Heutige übersetzt und mit Mitteln des Hörspiels kombiniert: deklamierter Text, live gesprochen oder als Sample abgerufen, wird mit Instrumentalmusik überlagert und kommentiert. Die poetisch-musikalischen Werke werden ergänzt durch Auftritte von Ulrich Schlotmann und Ron Winkler, die jeweils aus aktuellen Texten lesen.

Programmfolge

Peter Ablinger
voices and piano (seit 1998)
Gertrude Stein, Jorge Luis Borges, Rolf Dieter Brinkmann

Ulrich Schlotmann
Lesung aus „Die Freuden der Jagd“

Ana Maria Rodriguez
Radiostation der vergessenen Städte (2009)
für Trompete, Percussion und Live-Elektronik
mit einem Gedicht von Ron Winkler

*

Michael Reudenbach
...ZITATE, BERÜHRUNGEN... (1993/2000)
für Bassklarinette, Harfe, Kontrabass, Schlagzeug & Zuspiel-CD
mit Texten von Arno Schmidt

Ron Winkler
Lesung aus „Frenetische Stille“

Nicolas Collins
Sonnet 40 (1998/2000)
für Trompete
nach William Shakespeare

Jean-Luc Hervé
Entlöse (2005/2009)
für Sprecher und Klavierquartett
mit Texten von Ulrich Schlotmann


KNM Berlin
Theo Nabicht - Bassklarinette, Naama Golan, Trompete, Alexandre Babel - Schlagwerk, Christoph Grund - Klavier, Magdalena Zimmerer - Harfe, Ekkehard Windrich - Violine, Nikolaus Schlierf - Viola, Cosima Gerhardt - Violoncello, Lars Burger – Kontrabass

Ana Maria Rodriguez - Live-Elektronik, Ulrich Schlotmann - Lesung / Sprecher
Ron Winkler – Lesung, Thomas Bruns - Programm / Ton, Verena Gutscher – Produktion KNM Berlin

In Zusammenarbeit mit dem SWR 2.
» Details 13.05.2010, 20.00 Uhr Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal Die Verwandlung  
Paul Heinz Dittrich
Die Verwandlung
nach Franz Kafka
 
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Vocalconsort Berlin
Titus Engel Musikalische Leitung
Matthias Friedrich Sprecher
Mirella Weingarten Regie, Bühne und Kostüme
Daniel Drabeck Tanz
Laura Siegmund Tanz
 
In seinen Dichtungen hat Franz Kafka die Verwundungen, Verstörungen und Traumata protokolliert, denen Menschen unter den Bedingungen fortschreitender Entfremdung ausgesetzt sind. Die Helden seiner Prosa befinden sich oft in albtraumhaften, hoffnungs- und ausweglosen Situationen, in die sie mit jedem Versuch des Entkommens nur noch tiefer verstrickt werden. In "Die Verwandlung" erwacht Gregor Samsa eines gewöhnlichen Morgens. Doch statt eines Sohnes, der die Familie nährt und trägt, ist plötzlich ein Käfer vorhanden. In dieser Verwandlung ist er der Erniedrigung unentrinnbar ausgesetzt, eine ganze Familie fühlt sich dazu herausgefordert, sie aktiv zu üben. Zögernd setzt die Demütigung ein, aber es ist ihr Zeit gegeben, sich auszubreiten und zu steigern.
Allmählich nehmen alle, hilflos und wider Willen, an ihr teil. Den zu Anfang gegebenen Akt führen sie noch einmal aus, erst die Familie verwandelt Gregor Samsa, den Sohn, unwiederbringlich in einen Käfer. Aus dem Käfer wird im sozialen Zusammenhang ein Ungeziefer. Dittrich geht es in seinem 1982 komponierten Musiktheaterwerk weniger um die Erzählung von Gregor Samsa als um ein Psychogramm des Dichters selbst.
Handlungsrituale erscheinen zeitlupenhaft angedeutet und durch autobiografische Briefstellen kommentiert - so sind Teile aus dem "Brief an den Vater" hineincollagiert. Der Erzähltext wird von fünf Vokalisten vermittelt, jedoch drastisch gekürzt - aus der Sprache entsteht Musik als Ausdruck seelischer Qual: Ein schneidendes, kompromissloses Konzept, das Kafkas Parabel in absurdes Welttheater zu übersetzen vermag.
 
Weitere Termine: 15.05.10 | 20.05.10 | 21.05.10
» Details 02.06.2010
20.00 Uhr
Haus 13 auf dem pfefferberg sound & language Part I  
sound & language
beschäftigt sich mit der Beziehung von Wort und Musik, genauer: mit der facettenreichen Relation aus gesprochenem Text und Instrumentalmusik. Ein Komponist und ein Dichter arbeiten an einem Werk. Gemeinsam beleben sie das musikalische Melodram wieder bzw. übersetzen es ins Heute: gesprochener Text, live oder als Sample abgerufen wird mit Instrumentalmusik überlagert, kommentiert oder ergänzt.
Jean-Luc Hervés „Entlöse“ nach Texten von Ulrich Schlotmann ist in unterschiedlichen Fassungen zu hören, indem in der zweiten Version ein Violinsolo Schlotmanns genau kalkulierte Naturbeschreibungen ersetzt. Ana Maria Rodriguez' „Radiostation der vergessenen Städte“ mit einem Gedicht von Ron Winkler erklingt als eine poetisch ausformulierte Erinnerung an die Megacity ihrer Kindheit: Buenos Aires. Clemens Gadenstätter und Lisa Spalt, virtuos in der Behandlung von Wort und Klang, präsentieren ihr gemeinsames Werk „4 Szenen nach Goya“ und erarbeiten gemeinsam mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin ihre musikalisch-sprachlichen „Blüten“. Nicolas Collins behandelt in „Sonnet 40“ nach William Shakespeare die Trompete als Sprechgenerator. Jedem Phonem des Gedichtes ordnet er eine bestimmte Instrumentaltechnik zu. Martin Bauer, Komponist und Festivalleiter aus Buenos Aires, präsentiert schließlich seine neueste Arbeit „La Nueva Escritura“, die Texte von César Aira collagiert.

Jean-Luc Hervé
Entlöse (2005/2009)
für Sprecher und Klavierquartett
mit Textenvon Ulrich Schlotmann

Ana Maria Rodriguez
Radiostation der vergessenen Städte (2009)
für Trompete, Perkussion und Live-Elektronik
mit einem Gedicht von Ron Winkler

Clemens Gadenstätter/Lisa Spalt
4 Szenen nach Francisco de Goya (2003/2006)
für Gitarre und Stimme in einer Person

Martin Bauer
La Nueva Escritura (2010, Uraufführung)
für Viola, Schlagzeug und Elektronik
mit einem Text von César Aira

Jean-Luc Hervé Entlöse (2005/2010)
Fassung für Solovioline und Klavierquartett

Nicolas Collins
Sonnet 40 (1998/2000)
für Trompete
nach William Shakespeare

Lisa Spalt/Clemens Gadenstätter/KNM Berlin
Blüten (2010, Uraufführung)

Mit Lisa Spalt (Sprecherin), Ulrich Schlotmann (Sprecher), Ana Maria Rodriguez (Live-Elektronik), Jürgen Ruck (Gitarre/Stimme) und KNM Berlin – Rebecca Lenton - Flöte, Theo Nabicht - Bassklarinette, Naama Golan – Trompete, Robin Hayward - Tuba, Alexandre Babel - Schlagzeug, Angela Gassenhuber - Klavier, Ekkehard Windrich - Violine, N.N. - Violine, Nikolaus Schlierf - Viola, Cosima Gerhardt - Violoncello

„sound & language“ ist ein Projekt des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Kooperation mit der Literaturwerkstatt Berlin, KNM Berlin und ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
» Details 07.06.2010
22.00 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg
sound & language II /e.poesie poesiefestival berlin  
Mario Verandi
Constellations (Uraufführung/Auftragswerk poesiefestival) Audiovisuelle-Poesie–Performance
Monika Rinck: Gedichte / Rainer Kohlberger: Live-Video / Theo Nabicht: Kontrabassklarinette / Mario Verandi: Komposition, Regie und Live-Elektronik

Marcelo Toledo
Logomaquia (2009, DE) für Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug und Zuspielband / Text: Nora Iuga (Hai să furăm pepeni /Lass uns Wassermelonen stehlen)

Frédéric Pattar
tresse-ébresztés (2010, Uraufführung/Auftragswerk DAAD) für Gitarre und Violoncello
Text: István Kemény (aus Az ébresztés)

David Moss
Hyperglyphyx (2010, DE) für Stimme, Elektronik, Objekte

David Moss – Performance
KNM Berlin: Nathan Plante – Trompete, Daniel Ploeger –  Posaune, Robin Hayward – Tuba, Alexandre Babel – Schlagzeug, Seth Josel – Gitarre; Cosima Gerhardt - Violoncello

In Kooperation mit der Literaturwerkstatt Berlin, KNM Berlin und ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.

» Details 26.06.2010
21.00 Uhr
Elisabeth-Kirche Berlin einS  
Foto: Monika Rittershaus einS
Canan Erek und Mark Andre

Konzept/Choreografie/Regie: Canan Erek
Komposition: Mark Andre
Live-Musik: KNM Ganesha – Rebecca Lenton (Flöte), Gudrun Reschke (Oboe), Winfried Rager (Klarinette), Janni Struzyk (Tuba)
Tanz: Marcela Giesche, Ayako Nakano, Sally Blatchford
Licht: Lutz Deppe  Ton: Thomas Seelig  Kostüm: Thérèse Browne  Dramaturgie: Karin Kirchhoff
Produktionsleitung: Sven Neumann
 
Ist das alles? Dieses unablässige Grundgeräusch des modernen, globalisierten Lebens,
das kreischend Effizienz, Rationalität und Kommerz fordert? Immer – von jedem. 
Welche weitere Dimension existiert neben dieser physischen Welt, die uns auf Funktion
reduziert, uns ausbeutet und vereinsamen lässt? In dem anhaltenden Streben nach
Spiritualität zeigt sich eine offensichtlich vorhandene tiefe menschliche Sehnsucht, eine
zusätzliche, tröstende Realität zu finden. Aber welche? Was ist der Weg? In einS
thematisiert die Choreografin Canan Erek diese Suche, die immer wieder durchzogen
wird von Zweifeln und Orientierungslosigkeit, aber auch von kurzlebigen Zuständen des
Glücks.
Eins ist alles. Diesem Aspekt von Spiritualität, nach dem Mikrokosmos und Makrokosmos
untrennbar miteinander verbunden sind, gibt einS Gestalt, Gehör und Bühne. Die
Choreografie basiert auf den gegensätzlichen Bewegungen des Verschmelzens und
wieder Getrennt-Seins, der Konzentration und der Zerstreuung, vergleichbar mit den
Bewegungen einer Qualle, ein fließendes Kontrahieren und Loslassen. 
Musikalischer Ausgangspunkt ist die Komposition „iv4“ von Mark Andre für Flöte,
Klarinette, Oboe und Tuba. Die MusikerInnen erzeugen ein Klangspektrum, das weit über
die tradierte Nutzung von Blasinstrumenten hinausgeht und sind zugleich als sichtbare
Akteure in das Gesamtgeschehen einbezogen. 
Canan Erek  arbeitet seit 2000 mit Komponisten der Neuen Musik, u.a. mit Mark Andre
2009  in ihrer Inszenierung „Cuppa Char“.
Der Raum schließlich bringt das Ganze zusammen. Die Zuschauer umgeben in einem
großen Achteck die Spielfläche, aus unterschiedlichen Perspektiven wird der individuelle
Blick auf das Gemeinsame eröffnet.
Alle atmen, hören, sehen, fühlen. Sich und die Anderen. Alles ist einS.

Weitere Termine: 28. / 29. und 30. Juni 2010 jeweils um 21.00 Uhr
Tickets: 030-44 04 36 44 oder tickets@sophien.de
Weitere Infos unter www.eins-project.de
Eintrittspreise: 14.- € Normalpreis und 8.- € reduzierter Preis (Schüler, Studenten)

Pressekontakt: k3 berlin / Rungestr. 22-24 / 10179 Berlin / bureau@k3berlin.de / Tel. 030 695 695 24 / Fax - 23

Ein Projekt von Canan Erek mit den Kooperationspartnern Kammerensemble Neue Musik Berlin, Kulturbüro SOPHIEN, Tanzfabrik Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

» Details 06.08.2010
20.00 Uhr
Kirche St.Gallen (Österreich) Arcana Festival Gesaeuse  
Ein neues Festival entsteht. In einer der magischsten Regionen Europas findet ab 2010 jährlich ein 12-tägiger Energiestrom zwischen KomponistInnen, InterpretInnen, WissenschaftlerInnen und Publikum statt.
Warum das Gesäuse? Die Reflexionen des Rauschens sind schon den Außenseitern des 19. Jahrhunderts aufgefallen, die hier ihre Zuflucht gefunden haben. Exemplarisch der Schwarze Peter. Der illegal operierende und legitim wirkende Wilderer hatte einen Durchschlupf durch die scheinbar unüberwindlichen Nordwände gefunden. Daraufhin hat er sich konspirativ mit den von kaiserlichen Banden ausgebeuteten Bauern von Johnsbach verbündet.
Auch der Name des Festivals ist Programm. Arcana ist eines der beiden Orchesterstücke von Edgar Varèse, der in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit seinen auch heute noch bestürzenden Innovationen dem pragmatischen neoklassizistischen und später faschistischen Ungeist kraftvolle künstlerische Positionen entgegen gesetzt hatte. Das Arcana Festival bezieht gegenüber Klischees, Neue Musik sei schwierig zu vermitteln eine klare Position. In seinem kommunikativen Handeln ist für das Arcana Festival die Vermittlung Neuer Musik unverzichtbar. Es kommuniziert mit allen gesellschaftlichen Schichten. Durch sein Handeln entsteht jene Weltoffenheit, die vergleichbare populistische Klischees nicht einmal ignoriert.

Programm

Mark Andre: Asche (revidierte Fassung 2005)  für fünf Instrumentalisten
Beat Furrer: ferner Gesang
Galina Ustwolskaja: Komposition Nr. 1 (Dona nobis pacem)
Beat Furrer: Still  für Ensemble
Olga Neuwirth: AKROATE HADAL  für Streichquartett

KNM Berlin
Leitung: Beat Furrer

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